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Piadina

Eine piadina (Mehrzahl piadine) ist ein aus der Romagna (dem Landstrich zwi­schen Bologna und Rimini) stammendes dünnes Fladenbrot, das in der Pfanne oder (traditionell) auf einer Plat­te gebacken wird. Wenn man in Ita­lien von der Romagna spricht, denkt man unwillkührlich an dieses Fladen­brot. Schießlich gelten die köstliche piadina und der samtene Sangio­vese-Wein als die gastronomischen Säulen der Region.
Die piadina romagnola ist eine klassische Spezialität der Romagna. Ihre Ur­sprünge sind in der bäuerlichen Küche zu suchen. Sie ist eine gute Alternative zu Brot und kann zuweilen auch ein Mittagessen ersetzen. Laut dem be­rühm­ten italienischen Dichter Giovanni Pascoli [] ist die piadina "das Brot, wenn nicht sorar das Nationalgericht der Einwohner der Romagna".

PiadinaIm Grunde ist die piadina ein ein­fa­ches, fladenartiges Brot aus einem Teig aus Weizen­mehl, Wasser und Salz. Damit der Teig geschmeidiger bleibt, wird er mit Schweineschmalz oder Olivenöl angefertigt. Der Teig wird mit dem Nudelholz in Kreise mit einem Durch­mes­ser von etwa 15 bis 20 cm und einer Dicke von höchstens 5 mm aus­ge­rollt und dann ein paar Minuten auf einer Platte oder in ei­ner eigens dafür vorge­se­he­nen Terra­kot­ta–Pfanne ge­backen.

Eine piadina sollte man am besten noch warm essen, denn aufgewärmt ver­liert sie ihren herrlichen Duft und wird trocken. Man kann sie (wie Brot) zu Sa­lat, Käse oder Schinken essen, meistens wird sie aber auf verschie­denster Art belegt, zusam­men­klappt und schließlich aus der Hand gegessen.

Eine äußerst geschmackvolle Variante der piadina ist der crescione oder cas­sone, eine Variante, bei der eine dünne piadina gefüllt und zusammen­ge­klappt, und schließlich auf der Pfanne geröstet wird. Der Name verweist auf crescione (Kresse), mit der diese Form von piadina traditionell gefüllt wurde. Heute nimmt man verschiedene gekochte Gemüsesorten als Füllung (Man­gold, Zucchini, Spinat ...), die mit Käse (Ricotta, Parmesan, mozzarella) ge­schmackvoller gemacht werden. Oft kommt auch Salami oder salsiccia [] in die Füllung.

Seit Dezember 2002 wird die piadina vom Consorzio Produttori Piadina Fresca der Provinz Rimini vertreten, das sich vehement für deren Anerkennung durch eine IGP-Marke (geschützte geografische Angabe) einsetzt.

Tramezzino

Tramezzini (Mehrzahl von tra­mezzino) sind eine Va­rian­te der Sandwiches. Es han­delt sich dabei um belegte Toast­brot­scheiben, die man heut­zu­ta­ge überall in Italien findet. Ihre Erfindung verdanken sie dem Cafe Mulassano auf der Piazza Castello in Turin, wo sie erstmals 1925 angeboten wur­den. Das Wort selbst (von "tra mezzo", etwa "in der Mit­te") ist eine Schöpfung des ita­lie­ni­schen Dichters Gabriele d'Annunzio [], der damit das italienische Pendant zum englischen Wort "sandwich" schaffen wollte. Tramezzini bestehen aus entrindeten, weichen Toast­brot­schei­ben (Weißbrot). Tramezzini wer­den im­mer in Dreiecke geschnitten. Die Be­lag-Varianten sind fast unbegrenzt und reichen von ver­schiedenen Salaten mit Mayonnaise über Schinken und Käse bis zu Pilzen, Thunfisch und Gemüse.

Tramezzini werden in Italien als kleine Zwischenmahlzeit vorgefertigt in den Bars ange­bo­ten. Man sollte sie nicht mit den Toasts verwechseln (aus­ge­spro­chen "TOST" mit offenem "O"), die fast ausschließlich mit Schinken und Käse belegt und weder entrindet noch in Dreiecke geschnitten werden.


Klassische Beläge sind:
Eier-Rucola

Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge):, Mayon­naise, etwas grobgehackte Rucolablätter, harte, in Scheiben ge­schnit­tene Eier, Salz.

Gurken-Käse
Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge): Gurken-Scheiben, Salz, Frischkäse oder Ricotta.
Eier-Thunfisch

Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge): wenig Mayonnaise, harte, in Scheiben ge­schnit­tene Eier, Salz, zerbröselter Thun­fisch aus der Konserve.

Shrimps-Mayonnaise

Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge): klein­ge­schnitten Blättern Kopfsalat, Shrimps, Mayonnaise.

Mozzarella-Tomaten

Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge): in Schei­ben ge­schnit­tene Mozzarella, Origano, in Scheiben ge­schnit­tene To­ma­ten, Origano, Pfeffer, Salz, ein paar Tropfen Olivenöl.

Sardinen

Für 8 tramezzini: Etwas Butter, 16 Scheiben von entrindetem Toastbrot, 4 (entgrätete) Sardinen, 8 Cornichons (kleine Essiggürklein), 2-3 Eier, 8 grüne Oliven. Jedes tramezzino wird belegt mit: einem dünnen Butter­auf­strich, ein paar Eierscheiben, in dünne Scheiben geschnittene Essiggurken, eine Halbe Sardine, eine zerkleinerte Olive. Die zweite Brot­scheiben wird draufgelegt und leicht gepresst.

 

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Der kleine Imbiss
Ich bin süchtig nach den tramezzini. Bei jedem Italienbesuch freue ich mich schon darauf. Der kleine Hun­ger unterwegs? Eine Bar in der Nä­he? Und schon stopfe ich mir die kleinen weichen Dinger genüsslich in den Mund.

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