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Agata und der Sturm (2004)
Der Mittelpunkt des Geschehens in diesem humorvollen italienischen Film ist die 40jährige Buchhändlerin Agata, eine Frau voller Charme und Lebens­ener­gie. Sie wird hervorragend von der bezaubernden Licia Maglietta (Brot & Tul­pen) dargestellt.

In Agatas chaotischer Gefühlswelt und in ihrem Leben geht es recht stürmisch zu: Sie ist temperamentvoll, voller Lebensfreude und Energie. Wo immer sie ist, brennen in ihrer Nähe Glühbirnen durch, stürzen Computer ab, erlöschen Autobatterien, flackern Ampelanlagen.

Agata ist Inhaberin eines kleinen Buchladen in Genua, hat eine Tochter, die in Spanien studiert, eine gute Freundin, die auch ihre Angestellte ist, und einen Verehrer, den schönen, 13 Jahre jüngeren Nico (Claudio Santamaria).
Ihr Bruder Gustavo (Emilio Solfrizzi) ist ein erfolgreicher Architekt, der mit der TV-Psychologin Ines (Marina Massironi) und seinem Sohn ein ganz nor­ma­les Lebe führt.

Bei einem Abendessen mit ihrem Bruder wirkt dieser zerstreut und unruhig. Erst nach einer Weile platzt es aus ihm heraus: Der wildfremde Romeo (Giu­seppe Battiston) habe ihn angerufen, um ihm mitzuteilen, dass sie Brüder seien. Romeos Mutter habe ihm wenige Stunden zuvor eröffnet, dass sie als junges Mädchen ihr uneheliches Kind weggegeben habe. Da es mit ihr zu En­de gehe, wolle sie diesen Sohn noch einmal vor ihrem Tode sehen. Dieser Sohn soll ausgerechnet Gustavo sein. Demnach wäre Agata nicht mehr seine leibliche Schwester.

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Romeo ist Vertreter in Sachen Mode und ein echter Hallodri. Er nutzt jede Ge­le­genheit, um seine Frau zu betrügen, auch an diesem Tag liegt er mit einer fremden Frau im Bett. Sie träumt davon, Stewardess zu werden, wäh­rend er am liebsten Forellen in einer Fischfarm züchten würde.
Völlig durcheinander blättert Agata im Fotoalbum und versucht, Situationen aus der Vergangenheit zurückzuholen. Sie findet kein einziges Foto von ihrer schwangeren Mutter und erinnert sich nur vage daran, dass diese eines Ta­ges mit dem kleinen Baby auf dem Arm nach Hause kam. Das bringt wie­derum Gustavo völlig durcheinander. Als er nach Hause kommt, empfängt ihn seine Frau als Geisha verkleidet, eines der üblichen Versuche der überspannten Fernseh-Psychologin, um den sexuellen Reiz im Beziehungsalltag zu bewah­ren. Als ihr Gustavo von seiner Entdeckung berichtet, zeigt sie dafür kaum In­teresse. Stattdessen ist sie sauer, weil er seine Schwester vor ihr einweihte.
Gustavo macht sich sofort auf die Suche nach Hinweisen auf seine wahre Identität und besucht Romeo und dessen durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselten Frau Daria (Monica Nappo). Romeo gibt ihm ein Foto des wahren Vaters und einen Brief des "Adoptivvaters" (also Agatas Vater) an die Kinds­mutter.
Wie der Film letztlich ausgeht, will ich an dieser Stelle geheim halten. Jedenfalls verflechten sich die einzelnen Geschichten wie in einem Roman und verschmelzen doch zu einer einzigen schönen Er­zäh­lung. Der Film ist zuweilen chaotisch, man muss sich stellenweise anstrengen, um noch bei all den Bezie­hungen und Zusammenhängen den Überblick zu bewahren, trotzdem ist aus dieser Geschichte von den Zufällen des Lebens und der Liebe, ein Film gewor­den, der humorvoll und charmant ist und ein Balsam für die Seele.
Soldini bewältigt in seinem sechsten Film das Genre Komödie mit benei­dens­werter Leichtigkeit. Mit "Agata und der Sturm" hat er eine vom Alltäglichen weit entfernte bunte Welt erfunden, die aber dennoch die von Italien auf realistische Weise spiegelt.
Enthält Auszüge aus Wikipedia
 
Silvio Soldini
Soldini studierte an der New York University Film und lie­ferte dort im Jahr 1982 mit dem Kurzfilm Drimage sein erstes Werk ab. Kurz darauf kehrte er nach Mailand zu­rück.
In Mailand drehte er Low-Budget-Fil­me und Video­pro­duktionen, 1989 seinen ers­ten Spielfilm L'aria serena dell'ovest, der unter anderem mit dem Preis der Jugendjury des Fes­tivals Locarno aus­ge­zeichnet wurde.
Weitere augezeichnete Filme folgten: Un' anima divisa in due (Die gespal­tene Seele) und Le acrobate (Akro­ba­tin­nen).
2000 kam mit Pane e Tulipani ("Brot und Tulpen" []) der bisher erfolg­reich­ste Film des Re­gisseurs heraus. Er wur­de neunmal mit dem David di Dona­tello, dem italienischen Gegen­stück zum Oscar, ausgezeichnet.
Nach seinem Film "Brennen im Wind" (2002), einem düs­terem, poe­tischem und skurrilem Beziehungs­drama kehrte Soldini mit "Agata und der Sturm" zur Komödie zurück.

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Brot und Tulpen
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