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Das Leben ist schön (1998)

Roberto Benignis ältere Filme strotzen nur so vor Klamauk und seichten Witz­en und wurden deshalb von der Kritik nur mit äußerster Vorsicht be­han­delt. Kaum jemand hätte ihm damals zugetraut, dass er mit einem Film schlagartig ein völlig anderes Bild von sich gegeben hätte. Hätte man vor 1997 jemanden au­ßer­halb Italiens gefragt, wer Roberto Benigni sei, er hätte nur den Kopf geschüttelt. Dann (1998) kam „La vita è bella" („Das Leben ist schön“) und sofort wurde Benigni weltweit bekannt. Das Leben ist schön“ ist ein Film über den Holocaust, ein Film, aber, in dem dieses heikle Thema mit Menschlichkeit, Feingefühl und trotzdem mit Humor darstellt wird, und dem­zu­fol­ge in aller Welt mit Preisen überschüttet wurde und zum inter­na­tio­na­len Erfolg wurde. .
„Tollpatschiger Poet verliebt sich in eine schöne Frau, die zunächst auf seine ro­man­ti­schen, aber hartnäckigen Annäherungsversuche abweisend rea­giert." So oder ähnlich könnte man den Anfang der meisten von Benignis Filme zu­sam­men­fas­sen. Es ist der Kern all seiner Handlungen. Seine Filme sind in Wahrheit auch eine Hymne an die Liebe zu seiner Frau Nicoletta Braschi [], die in vielen seiner Filme die weibliche Haupt­rol­le spielt.
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Die Tragikomödie spielt in der Zeit vor und während des Zweiten Weltkriegs und besteht aus zwei recht ungleichen Handlungsabschnitten. Im ersten Teil wird davon erzählt, wie der unbekümmerte und lebensfrohe Tollpatsch Guido Orefice (Roberto Benigni) die junge Lehrerin Dora (Nicoletta Braschi) kennen lernt und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Sie ist für ihn seine „principessa“ (Prinzessin). Mit allen Mitteln und Tricks versucht er, sie für sich zu gewinnen, beispielsweise als er, um in ihre Nähe zu kommen, sich als Schulinspektor aus­gibt und in eine Schule einschmuggelt und bei der Gelegenheit auch noch vor einer Schulklasse die neuen Rassengesetze veralbert. Dank seiner lie­bens­werten Art und seiner Lebensfreude gelingt es ihm schließlich, Dora, die anfangs mit einem einfluss­rei­chen faschistischen Parteifunktionär verlobt ist, für sich zu ge­win­nen. Sie heiraten und zeugen einen Sohn: Giosué (Giorgio Cantarini).
Im zweiten Handlungsabschnitt wird das Glück der jungen Familie zerstört. Im Herbst 1943 werden Guido (der jüdische Vorfahren hat) und sein Sohn in ein nationalsozialistisches Konzentrationslager gebracht. Auch Dora lässt sich, ob­wohl Nichtjüdin, um den beiden nahe zu sein, freiwillig in das Lager bringen. Mit dem Einzug ins Konzentrationslager wechselt der Humor auf eine völlig andere Ebene.
Um seinen Sohn vor den Schrecken der Realität zu schützen, gaukelt er ihm vor, dass der Aufenthalt nur ein kompliziertes Spiel auf einem großen Aben­teu­erspielplatz sei, dessen Regeln man genau ein­hal­ten müsse. Dem Ge­win­ner des Spiels winke ein nagelneuer – echter – Pan­zer. Dabei versucht Guido alles Mögliche, um Giosuè den Aufenthalt im KZ so angenehm wie möglich zu gestalten und das Theater der Lüge aufrecht zu erhalten. Trotz der un­men­sch­lichen Bedingungen, gelingt es Guido immer wieder, seine eigene Angst zu verbergen und seine Fröhlichkeit zu behalten. Mit seiner spielerischen Fan­ta­sie will er seinen Sohn weiter daran glauben lassen, dass das Leben schön ist.
Als bekannt wird, dass die amerikanischen Armee anrückt, versucht Guido in dem Durcheinander der Lagerauflösung, bei der die Deutschen mittels Mas­sen­erschießungen die Baracken leeren, seine Frau zu finden, während sich Giosué, immer noch nichtsahnend, versteckt hält. Er wird es aber nicht schaffen ...
Giosuè sieht am Ende das Filmes endlich vor sich, was ihm die ganze Zeit als Spielgewinn versprochen wurde - einen (amerikanischer) Panzer. Auch findet seine Mutter wieder.
Der Film bekam unzählige internationale Preise: unter anderen den ita­lie­ni­schen Filmpreis David di Donatello für den besten italienischen Film, den Jewish Experience Award, den Europäischen Filmpreis und dem Großen Preis der Jury der Filmfestspiele in Cannes, den französischer Filmpreis César für den besten ausländischen Film, den britischer Filmpreis BAFTA für den besten Hauptdarsteller, den spanischer Filmpreis Goya als Bester europäischer Film, und viele weitere. „La vita è bella" bekam drei Oscars in den Kategorien bester Auslandsfilm, Hauptdarsteller (Roberto Benigni) und Musik (Nicola Piovani).
Das Leben ist schön“ gilt mittlerweile schon als echter Klassiker des inter­na­tio­nalen Films und wird ger­ne auch im Schul­un­terricht angeschaut, wenn das Thema Holocaust be­handelt wird.



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Roberto Benigni

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