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La dolce vita (1960)

Zwei Begriffe sahen in diesem Film das Licht der Welt. Der Begriff „dolce vita“, der bald im deutschen Sprachraum fälschlicherweise zur Bedeutung „italienische Lebensart“ mutierte und das Wort „Paparazzo“, als übliche Be­zeichnung für sensationsgierige Pressefotografen, die ohne Rücksicht auf Diskretion Prominenten nachstellen.
Es ist interessant, den Ursprung des durch den Film neu erschaffenen Wor­tes „Paparazzo" zu erklären: Es stammt vom Namen eines aufdringlichen Presse­fo­tografen, der in Fellinis berühmten Film auftrat. Der Name selbst ist auf je­nen des Hotelbesitzers Coriolano Paparazzo aus Catanzaro (Kalabrien) zu­rück­zu­führen. Fellini hatte in einem Reiseführer diesen Namen gelesen und war augen­blick­lich von ihm fasziniert.

Der Film verhalf dem Trevi-Brunnen zu großer Bekanntheit, wegen der be­rühm­ten Szene, in der Anita Ekberg darin badete. Als Marcello Mas­troianni 1996 starb, trauerte ganz Rom und man verhüllte den Mittelteil des Brunnens mit einem Tuch. Ein Bad im Trevi-Brunnen ist inzwischen streng verboten, so wie es verboten ist, die Geldstücke aus dem Brunnen heraus­zu­fi­schen, die Touristen alljährlich hineinwerfen. Nach einer Legende bringt es nämlich Glück, eine Münze über die rechte Schulter in den Trevi-Brunnen zu werfen. Dies habe zur Folge, dass man nach Rom zurückkehren werde. Vor einigen Jahren wurde ein illegaler "Angler" am Trevi-Brunnen noch frei­ge­spro­chen, mittlerweile werden die Münzen von den Angestellten der Stadt Rom regel­mäßig aus dem Becken gefischt. Die Einnahmen sollen auf etwa 200.000 Euro jährlich beruhen.

Die berühmte Szene der Fontana di Trevi
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La dolce vita (zu Deutsch: Das süße Leben) ist ein zum Kultfilm gewor­de­ner Film von Federico Fellini aus dem Jahr 1960. Darin geht es um das sinn­ent­leerte Treiben der gelangweilten High Society im Rom der 1950er Jahre. In den Hauptrollen sind Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Yvonne Furneaux, Anita Ekberg und Alain Cuny zu sehen. Welt­be­rühmt wurde die Szene mit Anita Ekberg im Trevi-Brunnen.
Im Mittelpunkt des Films steht Marcello Rubini (Marcello Mastroianni) Klatsch­journalist und Frauenheld mit Schriftstellerambitionen. Er ist ständig auf der Jagd nach den „süßen" Geheimnissen der Stars auf der Via Veneto mit ihren exklusiven Nachtclubs und Cafés, in denen in der Nacht das Leben pulsiert. Immer umringt von einem Schwarm Fotografen, die seiner Fährte in der Hoff­nung auf ein gutes Foto folgen, bewegt sich Marcello durch das sommerliche Rom.

Von der Warte des nüchternen und manchmal kindlich-naiven Blickes Mar­cellos aus wird das Leben Roms jener Zeit beschrieben. Die Geschichte ist in Episoden gegliedert, in denen von den Streits mit seiner eifer­süch­tigen Ver­lobten erzählt wird, von der Begegnung mit Sylvia, einem berühmten schwe­di­schen Filmstar, dem Fanatismus der Gläubigen bei einer vermeintlichen wundersamen Erscheinung der Madonna und von der Begegnung mit Steiner, einem ernsthaften, weitgereisten Schriftsteller, der Marcello aufgrund seiner soliden Lebensweise als Vorbild gilt. Aber als gerade dieser Mann sich das Leben nimmt, entpuppt sich das von Marcello angestrebte Leben in Reichtum und Glamour als eine Welt des Scheins und der Vergänglichkeit.

Als 1960 der Film herauskam, wurde er von vielen als Skandal gesehen: Fellini wurde bespuckt; Konservative Abgeordnete forderten ein Verbot des Films; die Vatikanzeitung Osservatore Romano warnte alle Gläubigen vor dem Besuch des Kinos. Der zutiefst empörte Vatikan sah den Film sogar als "Ver­letzung der vatikanischen Würde".
Das Filmbild von Anita Ekbergs Bad in der Fontana di Trevi ging durch die Weltpresse, und der Titel La dolce vita galt bald als Synonym für das süße Leben der High Society.



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Federico Fellini

Federico Fellini war einer der größten Regisseure der Film­ge­schichte []. De Liste der Preise, die er im Laufe der Zeit bekam, ist endlos lang. Er wurde mehrmals für den Oscar no­miniert, gewann ihn jedoch nur zwei mal. 1993, im Jahr seines Todes, wur­de Fellini deshalb mit dem Ehren-Os­car ausgezeichnet.

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