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Die Legende vom Ozeanpianisten (1999 )
Originaltitel: La leggenda del pianista sull'Oceano
Buch: Giuseppe Tornatore, nach der Erzählung „Novecento" von Alessandro Baricco
Kamera: Lajos Koltai
Schnitt: Massimo Quaglia
Musik: Ennio Morricone
Darsteller: Tim Roth, Pruitt Taylor Vince, Bill Nunn, Clarence Williams III, Peter Vaughan, Melanie Thierry, Easton Gage, Cory Buck, Harry Ditson, Niall O'Brian, Norman Chancer, Heathcote Williams, Gabriele Lavia, Kevin McNally, Vernon Nurse, Adriano Wajskol, Piero Gimondo u.a.
An Bord des Atlantik-Liners „Virginian" wird im Maschinenraum am Neu­jahrs­morgen des Jahres 1900 ein Säugling gefunden, welcher der Einfachheit hal­ber „Novecento" (italienisch für „neunzehntes Jahrhundert“) genannt wird. Die ersten acht Jahre seines Lebens wird „Novecento" von Heizer Danny Bood­mann großgezogen und verlässt während dieser Zeit nie den Maschinenraum des Schiffes. Nach einem Unfall, bei dem der Pflegevater Danny ums Leben kommt, entdeckt der Junge sein musikalisches Talent und spielt heimlich auf einem Flügel im Ballsaal der Ersten Klasse.
Im Laufe der folgenden Jahre verlässt "Novecento" nie das Schiff und spielt als Pianist in der Bordkapelle. Dabei freundet er sich mit Max an, welcher ihn immer wieder zum Verlassen des Schiffes ermutigt.
Während seiner Auftritte mit der Kapelle spielt "Novecento" herausragende Jazzeinlagen und wird schließlich über die Grenzen der „Virginian“ hin als Jazzpianist berühmt.


Sein musikalischer Werdegang gipfelt letztendlich in ein „Kla­vierduell" zwischen ihm und dem Jazz-Musiker Jelly Roll Morton. Weil „Novecento" nie das Schiff verlässt, bucht der arrogante schwarze Jazzpianist aus Chicago eigens eine Über­fahrt auf der „Virginian" nach Europa, um zu beweisen, dass er besser spiele als der legen­däre „Ozeanpianist“. Jelly Roll Mortons Musik rührt „Nove­cen­to" zu Tränen, aber dann spielt er selbst, als ob er vier Hände hätte. Für den Rest der Seereise sperrt Jelly Roll Morton sich in seiner Kabine ein, und die Rückfahrt macht er auf einen anderem Dampfer, um „Novecento" nicht noch einmal zu begegnen.
Weder das Angebot eines Musikproduzenten noch die Liebe zu einer unga­rischen Emigrantin können "Novecento" dazu bewegen, das Schiff zu ver­lassen. Als er einmal beschließt, nun doch einmal von Bord zu gehen, um die Stimme des Ozeans zu hören, wie er er zu Max sagt, aber vielleicht will er auch das Mädchen und seinen Vater in der Bond Street besuchen. Begeistert leiht Max seinem Freund einen Kamelhaarmantel. In der Mitte der Gangway blickt „Novecento" auf die Skyline von New York und sucht vergeblich nach einer Begrenzung der Stadt. Da kehrt er wieder um.
Trailer
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Max erfährt von dem Musikhändler, dass die „Virginian" während des Krieges als Lazarett gedient hat und nun im Hafen gesprengt werden soll. Vergeblich versucht er daraufhin, "Novecento", welcher noch auf dem Schiff versteckt ist, dazu zu überreden, mit ihm an Land zu kommen. "Novecento" entgegnet, seine Welt liege „zwischen Bug und Heck“, und bleibt alleine auf dem Schiff zurück.
Während Max am Ufer steht und zusieht, wird die „Virginian" gesprengt.
Am Ende bringt der am Boden zerstörte Max dem Musikhändler die reparierte Schallplattenmatrize zurück, die er sich von diesem geborgt hatte, um "Nove­cento" zum Verlassen des Schiffes zu bewegen. Dabei erzählt er dem Händler das Ende seiner Geschichte. Doch dieser gibt Max eine Chance zu einem neu­en Anfang: er gibt ihm seine alte Trompete zurück.

Tornatore schuf mit diesem Film ein modernes Märchen, bei dem fast alles stimmt: Dekor, die Musik von Ennio Morricone und den Schauspielern. Der Film hat ein unglaubliches Gespür für die Seele der Musik.

 
Giuseppe Tornatore
Tornatore, am 27. Mai 1956 in Ba­gheria (Sizilien) geboren, gehört zu den talentiertesten europäischen Filmemachern.
Bereits mit seinem zweiten Film Cine­ma Paradiso [Cinema Paradiso] erhielt er im Alter von nur 33 Jahren den Oscar für den besten fremd­spra­chigen Film. Er gewann Preise für seine Filme auf den Filmfestivals in Cannes und Venedig.

Die Legende vom Ozeanpianisten
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Tornatores Film „Die Unbekannte" gewann 2007
fünf David di Donatello

Die Unbekannte
Die Unbekannte (/)
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GIuseppe Tornatore
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