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Barolo - der König der Weine

Der Piemont ist ein uraltes Weinland. Seine Weine waren schon zur Zeit der Römer berühmt. Im Gegensatz zu anderen Regionen Italiens werden im Pie­mont vornehmlich reinsortige Weine hergestellt, die weltweit bekannt und geschätzt sind.
Der Barolo ist ein trockener Rotwein, der im Piemont angebaut wird. Er zählt unter Weinkennern neben dem Brunello da Montalcino und dem Amarone zu den besten Rotweinen Italiens. Schon in den 1860er Jahren, zur Zeit der ita­lie­nischen Einigung, galt der Barolo als Wein der Könige.
Schlösser der Langhe (Musik von „Tre Martelli“)
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Der Name stammt von der adeligen Luisa Falletti, Marquise von Barolo. Man erzählt, dass die Marquise eines Tages dem König Carlo Alberto von Savoyen 300 „carrà“ (Transportfässer) Barolo schenkte, weil dieser den Wunsch ge­äußert hatte, von ihrem „neuen Wein" zu kosten. Ihm mundeten die Weine aus dem Haus Falletti offensichtlich derart, dass sowol er als auch sein Sohn Vittorio Emanuele II (der erste König des vereinten Italiens) Weinstöcke und Ländereien in den Langhe kauften. So wurde der Barolo zum "Wein der Kö­ni­ge" und zum „König der Weine“.

Barbera Barolo-Wein wird zu 100% aus der Neb­bio­lo-Rebe hergestellt. Traditionell macht der Wein eine bis zu vierwöchige Maische­gä­rung durch. Wegen dieses langen Scha­len­kontakts entsteht einerseits eine massive Konzentration von Fruchtaromen, an­drer­seits aber auch ein sehr hoher Tannin­ge­halt. Die Tannine verlangen die Alterung des Weines von 15 bis 20 Jahren. Seit den späten 1970er Jahren gibt es einen Trend zu Rotweinen, die man viel früher trinken kann. Heute wird der Maischegärung meist auf weniger als 17 Tage beschränkt. So ist der Wein bereits nach 5 bis 6 Jahren trink­bar. Trotzdem bleibt der Barolo ein sehr tanninhaltiger Wein, der sich dem Neuling nicht auf Anhieb erschließt. Um die In­ten­si­tät des Geschmacks zu gewährleisten, ist die Produktion pro Hektar Anbaufläche begrenzt auf 80 Doppelzentner Trauben, entsprechend 52 Hektoliter Wein oder 6933 Flaschen Wein zu 75 cl. Die DOCG-Be­stim­mun­gen [] wurden in den letzten Jahren umgearbeitet, die Mindestlagerzeit wurde auf 2 Jahre im Fass und 1 Jahr in der Flasche heruntergesetzt und als Fass­holz ist nicht mehr ausschließlich slawonische Eiche zulässig. Auch ist es jetzt möglich, den Barolo in Barriquefässern reifen zu lassen. Die heutige Reb­flä­che beträgt circa 1180 Hektar und verteilt sich auf 965 Besitzer.

Barolo-Wein sieht je nach Reife zunächst granat- bis rubinrot aus, später ins Orangenfarbene spielend. Sein Geschmack ist: voll, körperreich, trocken. Er hat einen hohen Tannin- und Alkoholgehalt (mind. 13%). Mindestsäuregehalt: 5 ‰, Mindesttrockensubstanz: 23 ‰. Die Trinktemperatur beträgt 16 - 18 °C.

Die Preise für Barolo beginnen etwa bei 16 Euro, nach oben gibt es keine Grenzen. Als beste Jahrgänge gelten 1982, 1985, 1988, 1990, 1993, 1995, 1996, 1997 und 2000.
 

Langhe (Piemont)

Die Langhe sind eine Landschaft in Norditalien in der Region Piemont, in den Provinzen Cuneo und Asti. Die in dieser Region angebauten Weine sind weltberühmt geworden: Barolo, Barbera, Barbaresco.


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