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Castellammare del Golfo

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Castellammare del Golfo ist eine Gemeinde in der Provinz Trapani in Sizilien mit etwa 16.000 Einwohnern. In der Antike war der Ort Hafen für Erice und für Segesta, eine der wichtigsten Städte der Elymer. Es waren die Araber, die das „Castello a mare“ (die „Burg am Meer“) erbauten, von dem die Stadt ihren heutigen Namen hat. Die Araber entwickelten die Stadt weiter und bauten die Burg auf einem Felsvorsprung über dem Meer, das nur über eine hölzerne Zugbrücke mit dem Festland verbunden war.
Castellammare del Golfo

Sehenswürdigkeiten: Die Pfarrkirche Maria Santissima del Soccorso aus dem 17. und 18. Jahrhundert, das Kastell aus dem 14. Jahrhundert, heute Sitz des Polo musealeLa Memoria del Mediterraneo” mit den Abteilungen Museo dell’Acqua e dei Mulini (Museum für Wasser und Mühlen), Museo delle Attività Produttive (Gewerbemuseum), Museo Archeologico und Museo delle Attività Marinare (vor allem der Thunfischerei gewidmet).

Der Hafen von Castellammare (Foto von Daniele Pugliesi / Lizenz)

Die Strände von Castellammare del Golfo sind die eigentliche Attraktion des Ortes. Im Allgemeinen hat die ganze Küste von Capo Rama im Westen bis San Vito lo Capo im Osten einen ganz besonderen Reiz.
Der breiteste Strand von Castellammare del Golfo ist der lange Sand­strand La Plaja, ein lan­ger Sandstrand, der nur 1,5 km vom Zentrum entfernt ist. Er kann durch ei­nen angenehmen Spaziergang erreicht werden, oder mit öffentlichen Ver­kehrs­mitteln. Auf diesem Strand gibt es sowohl mit allem Komfort aus­ge­stat­tete Badeanstalten als auch freie Strandabschnitte.
Strand „La Plaja” (Foto von Daniele Pugliesi / Lizenz)
Zwei der berühmtesten Strände von Castellammare del Golfo sind Scopello und Guidaloca, beide leicht zugänglich vom Zentrum mit öffentlichen Ver­kehrs­mit­teln oder in 5 Minuten mit dem Auto. Der Strand von Scopello befindet sich nahe dem Naturschutzgebiet Zingaro. Die reiche Unter­was­ser­welt macht aus dem Strand ein großes Ziel für Liebhaber des Tauchens.
Cala Tonnarella dell'Uzzo
In kurzer Entfernung zu Scopello liegt die kleine Bucht von Guidaloca, die einen langen Kiesstrand bietet. Das Wasser an diesem Teil der Küste ist tiefblau und von einer einzigartigen Transparenz. Zahlreiche Höhlen entlang der felsigen Küste geben der Küste die Aura des Faszinierenden und Geheim­nis­vollen.

Torre Bennistra bei Scopello (Foto von Daniele Pugliesi / Lizenz)
Der interessanteste Ort in der Umgebung von Castellammare ist ohne Zweifel Scopello. Das Schönste an Scopello ist eine kleine pittoreske Bucht, in der eine Reihe von Felsen, die sogenannten Faraglioni, aus dem Meer ragen. Außerdem beeindruckt in Scopello die Torre Bennistra, ein altertümlicher Turm, der zusammen mit anderen Türmen (wie z. B. die Torre di Capo Rama, die Torre di Guidaloca und die Torre di Terrasini) Teil eines Verteidigungssystems gegen die Einfälle der Sarazenen war.

Die „tonnara“ von Scopello (eine ehemalige Verarbeitungsstelle für Thun­fisch mit einem klei­nen Hafen) ist eine der bedeutendsten und äl­tes­ten in Sizilien. Sie wurde nicht vor dem 13. Jahrhundert gebaut und von der Familie San­cle­mente im 15. und 16. Jahrhundert erweitert.

Faraglioni bei Scopello

Die Costa dello Zingaro (Zingaro-Küste) ist eine der wenigen Küsten­stre­cken Siziliens, die nicht durch die Anwesenheit einer Küsten­straße verschandelt wurde.
Als man Ende der 1970er Jahren entlang dieser land­schaft­lich wun­der­schö­nen Küstenstrecke von Castellammare del Golfo bis San Vito lo Capo den Bau einer Autostraße plan­te, gab es massiven Bür­gerprotest, der am 18. Mai 1980 in einem Protestmarsch gipfelte, dem sich Tausende anschlossen. Daraufhin setzte sich die „Azienda Regionale Foreste Demaniali della Regione Siciliana“ („Staatliche Forstbehörde der Region Si­zi­lien“) dafür ein, das Gebiet von großem ökologischen Interesse zu enteignen. Schließlich lenkte die Regierung ein und errichtete die Riserva naturale orien­ta­ta dello Zingaro als erstes Naturreservat Siziliens.

Naturreservat Zingaro
Das „Na­tur­reservat Zingaro“ umfasst 1600 ha und einen etwa sieben km lan­gen Küs­ten­strei­fen mit kleinen sandigen Buchten und rauen Kalkfelsen. Die höchste Erhebung ist der Monte Speziale mit 913 m. Das Karstgebiet wird durchzogen von schroffen Kalkfelsen und von vom Wasser ausgewaschenen Rinnen. Die mediterrane Flora wird geprägt von Oliven- und Johannisbäumen sowie Zwergpalme und bietet etwa 40 verschiedene Vogelarten Lebensraum. Falken, Geier und Adler finden hier ideale Lebensbedingungen.

Strand im Naturreservat Zingaro
Aus der Ferne sieht die Landschaft des Naturparks mit seinen spärlichen Bäu­men ziemlich karg aus. Bei näherer Betrachtung macht sich allerdings die große Pflanzenvielfalt sichtbar. Zwergpalmen und andere Sträucher säu­men viele Wege, und im Frühling leuchtet das Gras an den Hängen durch die Far­ben Tausender Wildblumen. Unter anderem kann man über 25 Arten von wil­den Orchideen auffinden.

Naturreservat Zingaro

Das Naturreservat ist ein Anziehungspunkt für Ornithologen. Adler, Wander- und Turmfalken, Rebhühner, viele Seevögel und verschiedene Eulen- und Kauzarten bevölkern das Gebiet. Was die restliche Fauna betrifft, gibt es Wild­kaninchen, Füchse, Mauswieseln, Braunbrustigeln, Stachelschweine und Gar­tenschläfer. Auch Fledermäuse haben hier ihr Habitat, beispielsweise das Braune Langohr. In der Vergangenheit lebten hier auch Mittelmeer-Mönchs­rob­ben, die letzte Mönchsrobbe wurde in den Meeresgrotten des Zingaro 1972 erblickt. Unter den Reptilien gibt die Viper, die Gelbgrüne Zornnatter, Geckos und die Westliche Smaragdeidechse.


Castellammare hieß in der Antike Emporium Segestanorum (Hafen der Stadt Segesta). Knappe 20 Autominuten von der Stadt lie­gen auf den Hü­geln vor dem Monte Barbaro die Ruinen dieser von den Elymern ge­grün­de­ten Stadt. Segesta wurde im 5. Jahrhundert von den Vandalen zer­stört und wurde nie wieder besiedelt. Die wichtigste Sehens­wür­dig­keit von Segesta ist der nahezu vollständig erhaltene dorische Tempel. Westlich finden sich die Ruinen der Akropolis der antiken Stadt mit Festungs-, Pa­last­an­la­gen und einem grie­chischen Theater mit einer grandiosen Aussicht nach Norden zum Meer.

Tempel in Segesta

Auf dem Weg nach (oder zurück von) Segesta kann sich der Tourist durch ein Thermalbad erquicken. Das Thermalwasser kann man im Naturbecken im Fluss (allerdings bei 44 - 46 Grad Celsius) oder im nebenan gelegenen Ther­malbad genießen (Temperatur 37 - 39 Grad).
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