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La Lanterna

Die Altstadt von Genua gilt als die größ­te zusammenhängende Altstadt Eu­ro­pas. Zu den wich­tig­sten Se­hens­wür­dig­kei­ten an ihrem Rand gehört der 117 Me­ter hohe Leuchtturm im Westen des al­ten Ha­fens, die Lanterna (Italie­nisch für "Leuchtturm"), dessen Licht­strahl seit Jahr­hun­derten Orientie­rungs­punkt für Seefahrer ist und das Wahr­zeichen Genuas ist.
Der erste Turm wurde 1128 erbaut, im Jahre 1326 wurde dann eine Laterne in­stalliert, die mit Olivenöl funktionierte, wodurch der Turm zum Leuchtturm wur­de. Im Mittelalter wurden noch große Feuer an­ge­zün­det, als Warnung für die Schiffe an der Ha­fen­ein­fahrt. Während des italienisch-französischen Kon­flikts wurde der Leuchtturm stark beschädigt. Im Jahr 1543 wurde er in seiner heu­ti­gen Form wieder aufgebaut. 1840 wurde eine sich drehende Leucht­feu­er­optik mit Fresnel-Linsen eingebaut. Die Lan­ter­na ist ein 117 Meter hohes Denkmal aus Stein, das seit Jahr­hun­derten das Wahr­zeichen von Genua, La Superba (der Stolzen), ist. Die Lanterna ist einer der ältesten Leuchttürme überhaupt, der heute noch in Betrieb ist. Bis zu einer Entfernung von 36 Seemeilen (50 km) soll sein Licht an klaren Tagen sichtbar sein.

Der Leuchtturm auf einer Ansichtskarte von 1902
Dieses Wahrzeichnen der Stadt mit seiner schmalen und eindrucksvollen Silhouette hebt sich auch heute noch ab von der Stadtsilhouette, auch von den neuen Wolkenkratzern des Direktionszentrums von San Benigno. Jedem, der sich vom Western her und vom Meer der Stadt nähert, kündigt die Lan­ter­na die Stadt an, in der Chris­tophorus Kolumbus geboren wurde.

Die "Lanterna"auf einer Ansichtskarte der 1950er Jahre
Das Äußere des Leuchtturms ist von zwei aufeinandergestellten Tür­men ge­prägt, in deren Innerem 365 Stufen, vom Erd­geschoss bis zum Leuchtfeuer führen. Den höchsten Punkt beherrscht die Kuppel, von der aus ein Licht mit einer Leuchtstärke von 745.000 IK ausgestrahlt wird. Nach Beschädigungen während des Zweiten Weltkriegs wurde der Turm 1956 wiederhergestellt. Völlig restau­riert ist der Leuchtturm bis zur Terrasse des ersten Turms dem Publikum über 172 Stufen zugänglich. Von dort aus kann man den atem­be­rau­ben­den Blick auf den Hafen, die Altstadt und die Küste genießen, bis hin zum Berg von Portofi­no.
Das ganze Gebiet wurde zwischen 1995 und 2004 von der Provinzverwaltung völlig saniert und als Touristen-Attraktionen hergerichtet. Ein Spa­zierweg führt direkt zum Fuß des Denk­mals. Der Weg beginnt beim Colum­bus Sea Hotel, unweit vom großen Park­platz des Fähren-Terminals.
Aussicht von der Lanterna (im Hintergrund rechts der Berg Portofino)
So wie die Lanterna das "sichtbare" Wahrzeichen Genuas ist, so gilt das Lied der Genueser Auswanderer: "Ma se ghe pensu" ("Aber wenn ich daran denke") als das musikalische Wahrzeichen der Stadt.
Ma se ghe pensu
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Das Lied in Genueser Mundart erzählt vom großen Heimweh eines Genueser Aus­wan­derers, der vor seinem geistigen Auge den Righi (Genuas Stadthügel) sieht, die Bergkulisse der Stadt, die Piazza dell'Annunziata (einen historischen Platz in Genua) und - eben die Lanterna. Wobei ihm bei dem Gedanken "das Herz enger wird".                       Zum Text auf Genuesisch und Italienisch [].
Man kann sich heute kaum noch vorstellen, was noch vor kaum mehr als ei­nem Jahrhundert eine Schiffsreise bedeutete. Es war immer eine Reise ins Un­ge­wis­se, die eine Trennung von Familie und Freunden bedeutete, wobei der Rei­sen­de nie wissen konnte, ob er jemals zurück in die Heimat kehren würde.
Ein paar Ausschnitte aus dem Lied:
"Viel Zeit war vergangen, vielleicht zu viel,
der Sohn bestand darauf: "Hier geht's uns gut,
wo willst du hinfahren Vater? Lass uns später daran denken;
die Reise, das Meer, du bist alt, es ist nicht angebracht!"
Oh nein, oh nein, ich fühl mich noch bei Kräften,
ich möcht nicht immer hören "señor, caramba",
ich will zurück, du bist hier geboren und sprichst Spanisch,
ich bin als Genueser geboren und - gib's nicht auf.
"Aber wenn ich daran denke, dann sehe ich das Meer,
dann sehe ich meine Berge und die Piazza della Nunziata
dann sehe ich wieder den Righi und mir wird das Herz enger,
ich sehe die Lanterna, den Steinbruch und die Kaimauer ..
Dann sehe ich wieder das am Abend beleuchtete Genua
dann sehe ich die Flussmündung und die sich brechende Wellen,
und dann denke ich wieder daran, zurückzukehren
und meine müden Knochen dort hinlegen, wo meine Vorfahren sind."
 

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