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Mercati storici / mercati tipici

Tauchen Sie ein in das bunte Treiben und ...„. Millionenfach ist dieser Satz auf den Reiseprospekten zu lesen, die zu einem Bummel auf ei­nen süd­län­dischen Markt einladen, mit seinen Farben, seinen intensiven Gerü­chen und einer Geräuschkulisse, die bekanntlich im „Süden" besonders laut ist. Nirgendwo erfährt man mehr über die Eigen­schaf­ten eines Landes und seiner Menschen in kürzester Zeit als beim Besuch eines Marktes. Zu­min­dest kann man einen ersten Eindruck von Land und Leuten gewinnen und sei­nen Sinnen freien Lauf lassen. Auf dieser Seite finden Sie eine kleine Zusammen­stel­lung von historischen (bzw. tradi­tio­nel­len) Märk­ten in Italien, deren Be­such nicht nur lohnend ist, sondern mit großem Nachdruck empfohlen wird.

Sant'Ambrogio-Markt (Florenz)
Dieser nicht ganz so große Markt, der bei den Einwohnern sehr beliebt ist, verzaubert mit seiner ganz besonderen Atmosphäre: Geboten werden unter anderem Produkte vom Land, Wurstwaren, Wein und Olivenöl. In Sant’Am­brogio findet man aber auch Blumen, Elektrogeräte, Bekleidung und stilvolle Accessoires für Zuhause. Sind Sie hungrig? Dann sollten Sie in der Trattoria da Rocco im Inneren des Marktes essen (gute, preiswerte Küche). Außer Sonntag täglich geöffnet.
Mercato Sant'Ambrogio (Florenz)
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Campo de' fiori (Rom)
Der Campo de’ Fiori (Blumenfeld) ist ein Platz im Zentrum von Rom. Ent­gegen weitverbreiteter Meinung verdankt er seinen Namen nicht der Tat­sache, dass er seit 1869 einen Blumen-Markt beherbergt, der damals von der Piazza Navona auf den Campo verlegt wurde, sondern darauf, dass sich hier, bevor die Römer einen Pferdemarkt anlegten, ein Feld mit vielen Blumen be­fand. Auf dem Campo findet täglich (außer am Sonntag) einer der belieb­tes­ten Märkte Roms statt. Neben Blumen werden heute vor allem frische Le­bens­mittel von Bauern angeboten. In der Mitte des Platzes steht eine Statue des Philosophen Giordano Bruno, der an dieser Stelle am 17.Februar 1600 als Ketzer verbrannt wurde.
Campo de' fiori (Rom)
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Ballarò-Markt (Palermo)
Palermo verfügt über einige große Märkte, die sich über die Straßen und Gas­sen der Altstadt erstrecken. Der bekannteste und größte Lebens­mittel­markt ist der Mercato della Vucciria. Er war ursprünglich der Markt der Metzger, spä­ter kamen die Stände der Fischer, dann die der Bauern hinzu. Auf dem Mer­ca­to del Capo wird neben frischen Lebensmitteln auch Kleidung an­ge­bo­ten. Darüber hinaus gibt es den Nachtmarkt Il Borgo, der aber eher als Stra­ßen­fest denn als Markt zu sehen ist und der für seine Lebendigkeit berühmt ist.
Historischer Ballarò-Markt (Palermo)
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Der Mercato Ballarò ist hingegen vorwiegend ein Obst- und Gemüsemarkt. Sein Name leitet sich von Bahlara ab, einem Dorf in der Nähe von Monreale, von wo die arabischen Händler kamen. Dieser Markt ist der älteste der Stadt und ist berühmt für den Verkauf von Frühobst und -gemüse. Freilich findet man auf dem Ballarò-Markt auch Fleisch, Fisch, Haushaltswaren und vor al­lem typische Erzeugnisse der palermitanischen Küche, wie "panelle" (Schmalz­ge­ba­cke­ne aus Kichererbsenmehl), "cazzilli" (Kartoffelkroketten), gekochtes Gemüse, Oktopus und "quarume" (Kalbsinnereien).

Ein Streifzug durch Palermos Märkte
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Mercato Orientale (Genua)
Etwa hundert Meter östlich des „Ponte Monumentale“, direkt an der Via XX Settembre, Genuas Flanierstraße schlechthin, und neben der Kirche „Nostra Signora della Consolazione" (Madonna des Trostes) befindet sich der Mer­ca­to Orientale, der beeindruckende überdachte Lebensmittelmarkt, der zu den wichtigsten, wenn auch nicht zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Genua zählt. Man darf nicht vom Namen auf einen „orientalischen“ Markt schließen, in dem exotische Gewürze und Stoffe aus dem Orient feilgeboten werden. Denn die Namensgebung beruhte allein auf die Nähe des Marktes zur „Porta Orientale“, dem östlichen historischen Stadttor Genuas.
Beim Bau des 1899 fertiggestellten Mercato Orientale wurde der Kreuzgang eines nicht zu Ende gebauten Klosters aus dem 18. Jahrhundert mit ein­be­zo­gen. Der Markt ist bei den Einheimischen sehr beliebt, und diesen „Bauch von Genua" zu besuchen ist nicht nur ein ästhetischer Genuss. Von Gemüse, Obst und Fisch bis hin zu Gewürzen, Pesto und Focaccia bekommt man nahezu alles, was dem kulinarischen Genuss dient.
Der „Mercato orientale“ (Genua) aus japanischer Sicht
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Auf der Webseite von liguria.net findet man eine Reihe von Fotos, die auch einen guten, vor allem kulinarischen Einblick in den Mercato Orientale ermö­glichen [].

Via San Gregorio Armeno - Markt der Krippenbauer (Neapel)
"Il presepe" (die Weihnachtskrippe) [] hat in Neapel eine sehr lange Tra­dition. In Neapel und in ganz Süditalien ist die Weihnachtskrippe weit wich­tiger als der Weihnachtsbaum, der erst in den 1950ern populär wur­de. Bei der neapolitanischen Krippe stehen aber nicht nur die bekannten reli­giö­sen Krippenfiguren im Mittelpunkt, sondern vor allen die Figuren des täglichen Lebens. Die Via San Gregorio Armeno, eine Straße in der Alt­stadt von Neapel, ist weltweit als die Straße der Krippenbauer be­kannt. Das gan­ze Jahr über werden hier die schönsten Weihnachtsfiguren hergestellt und ver­kauft. Man kann wunderschöne Krippenfiguren in allen Variationen be­wun­dern. Kurz vor Weihnachten kommen in die Via San Gregorio Armeno bis zu eine halbe Million Besucher. Man sollte also lieber zu einem anderen Zeitpunkt die künstlerischen Kostbarkeiten auf sich wirken lassen.
Berühmte Persönlichkeiten als Krippenfiguren
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Der Fischmarkt von San Benedetto (Cagliari)
Dieser Markt ist nicht sehr alt. Er wurde erst in den 1950er Jahren gebaut und ist dennoch zu einer unverzichtbaren Etappe der Besichtigung Cagliaris ge­wor­den. Der Markt ist mit einer Fläche von 8.000 qm auf zwei Etagen der größ­te städtische Markt Italiens und einer der bedeutendsten Europas. Wer den Mercato di San Benedetto nicht gesehen hat, kann nicht be­haup­ten, Cagliari zu kennen.
Gibt einen guten Eindruck des Marktes []
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Der Markt erstreckt sich auf zwei Etagen. Auf der zweiten werden Fleisch und Käse sowie eine große Auswahl an Obst und Gemüse angeboten, auf der ersten befindet sich hingegen der Mercato del pesce (Fischmarkt). Hier gibt es alles zu kaufen, was an der sardischen Küste im Wasser lebt und ge­ges­sen werden kann. Zahlreiche Fische der unterschiedlichsten Arten, Lan­gus­ten, Garnelen, Krabben und Muscheln liegen schön geordnet und eis­ge­kühlt in der Auslage. Das unausbleibliche lautstarke Anpreisen der Waren durch die Händler, das sogenannte "abbanniate", verleiht dem Markt fast den Charakter eines Theaterspektakels.

Der Kerzenmarkt in Candelara (Marken)
Einer Legende nach wollte sich ein Landesherr aus Pesaro ein Schloss auf dem Lande bauen lassen. So ließ er drei Kerzen, jeweils an unterschiedlichen Stellen, anzünden. An der Stelle, wo die Kerze nicht erlosch, sollte das Kastell erbaut werden. Der Name Candelara („candela" ist das italienische Wort für Kerze) würde sich demnach von „candela" ableiten. Seit einigen Jahr­hun­der­ten zieren auch drei Kerzen den Wappen des Ortes. Das Schloss von Can­de­lara wurde im IX. - X. Jahrhundert erbaut. Es beherbergte im Jahr 1176 sogar Kaiser Barbarossa
Candele a Candelara []
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In diesem wunderschönen „borgo“ (kleinen Ort), ein Ortsteil von Pesaro (Marken), findet seit einigen Jahren Anfang Dezember der stimmungsvollste Weihnachtsmarkt Italiens statt. Er trägt den Namen „Candele a Candelara“ (Kerzen in Candelara) und war das erste Kerzenfest, das je in Italien ver­an­stal­tet wurde. Mehrmals am Abend wird der Strom ausgeschaltet und der Markt ist dann nur mit Kerzen beleuchtet.

Der Weihnachtsmarkt in Brixen (Südtirol)
Der „Weihnachtsmarkt “ in Brixen ist zwar nicht sehr „italienisch“, er bildet aber, umrahmt wie er ist vom Dom, der St. Michael Pfarrkirche und dem Rat­haus, mit seiner besonderen Kulisse den Rahmen für einen der schönsten Weihnachtsmärkte der Region.
 

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