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San-Giovanni-Battista-Fest in Genua

In der Zeit um den 24. Juni, dem Fest vom Hl. Johannes der Täufer, Schutz­patron von Genua, finden in der Altstadt und in anderen Vierteln von Genua Konzerte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt, die ihren Höhe­punkt am Abend des 23. erreichen mit dem Treiben der „Notte di San Gio­vanni“ (Nacht des Heiligen Johannes) und am Nachmittag des 24. Juni mit der feierlichen und beein­druck­en­den Prozession vom Dom durch die Altstadt bis zum „Porto Antico“, dem alten Hafen.
Am Abend des 23. Juni wird das Zentrum der Stadt von einer außerordentlich festlichen Stimmung ergriffen. Die Stadt feiert ihren Patron mit einem großen Feuer (il falò di San Giovanni), mit Musik und populärer Unterhaltung. Auf der zentralen Piazza Matteotti wird seit einigen Jahren auf einer Bühne auch eine musikalische Show veranstaltet.
Die Prozession beginnt am späten Nachmittag des 24. Juni in der Kathedrale von San Lorenzo, in welcher sich die im Jahr 1099 von genuesischen Kreuz­rittern gebrachten Reliquien (Aschen) des Heiligen aus Mira (im Nahen Osten) befinden. Die Prozession geht die „Via San Lorenzo" hinab zum Alten Hafen. Dort ange­kommen, segnet der Erzbischof das Meer, die Stadt und die Teil­nehmer der Prozession.

Die Feiern und Festlichkeiten zu Ehren des Heiligen Johannes bieten den Ge­nu­esern die Mög­lichkeit, die engen Beziehung zu stärken, die seit über 900 Jahren die Stadt mit ihrem Heiligen verbindet. Bei diesen Feierlichkeiten kann man leicht er­kennen, wie sehr sich traditionelle christliche und heidnische Mo­tive vermen­gen: beispielsweise durch das Zusammentreffen der Feier der Geburt Jo­han­nes mit den vorchristlichen Ritualen der Sommersonnenwende.

Die auffälligsten „Sehenswürdigkeiten" der Prozession, in der auch der Gonfalone (Banner) der Stadt durch die Straßen getragen wird, sind die riesengroßen, bis zu 180 Kilo schweren, typisch ligurischen, kunstvoll mit Silber verzierte Prozessionskruzifixe, die jeweils von einem einzelnen Mann getragen werden.

Die Kruzifixe werden von den sogenannten „casacce“ (Bruderschaften) ge­stellt und von deren Mitgliedern in Prozession getragen. Die Kreuze werden dabei mit dem Gesicht des Heilands nach hinten getragen. Dieser Brauch soll darauf zurückzuführen sein, dass die Genueser die Kruzifixe mit in den Krieg tru­gen: mit dem Gesicht nach hinten, damit die „Heiden" es nicht sehen konn­ten, die christlichen Kämpfer aber schon, und somit vom Antlitz Jesu Christi angespornt wurden.

Die großen Vortragekruzifixe gleichen opulenten barocken Kunstwerken. Die drei Kreuz­arme sind an den Enden mit goldschimmernden und versilberten florealen Ornasmenten geschmückt.
 

Johannes der Täufer

Johannes der Täufer (Ital.: Gio­van­ni Battista) ist eine der zentralen Figu­ren des Christentums. Von vielen Kirchen wird er als Heiliger verehrt.
Der Einfluss von Johannes erstreckte sich über das frühe Christentum hi­naus. Er hatte jüdische Anhänger, in Israel sowie in der jüdischen Dias­po­ra. Auch im Koran wird er erwähnt, und der Historiker Flavius Josephus berichtet von ihm.

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