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Saturnia

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Die Maremma ist ein Gebiet zwischen der Toskana und dem Latium, das an das Tyrrhenische und das Ligurische Meer grenzt. Am Bekanntesten ist zwar die Maremma di Grosseto, aber zur Maremma gehören auch die Ge­bie­te zwischen Piombino und Cecina bis hin zu Civitavecchia im Lazio.

Saturnia ist ein Thermalort und Ortsteil der Gemeinde Manciano in der tos­kanischen Maremma. Seit 3.000 Jahren sprudelt in der Nähe von Saturnia türkisblaues, warmes Thermalwasser aus dem Gestein hervor. Die Etrusker sahen in den dampfenden Quellen einen magischen Ort, die Römer schrieben dem Wasser Heilkräfte zu.
In der Maremma, liegt das kleine Dorf Saturnia. Dr Ort ist beschaulich und hätte keine besondere Anziehungskraft, wären da nicht ganz in der Nähe spektakulären „Terme di Saturnia„. Dort, bei einer alten Mühle mitten in der Landschaft, schießt 37 Grad warmes Schwefelwasser aus dem Felsen und ergießt sich in ein stufenartiges Gebilde aus Wasserfällen und Becken, die so­genannten Cascate del Mulino (Wasserfälle der Mühle) auch bekannt als „Cascate del Gorello“, vom gleichnamigen Wasserlauf.
Der Wasserfall bei Saturnia ist in Italien (fast) jedem bekannt, er ist eines der Symbole der Maremma. Zig-mal wurde er fotografiert und er erscheint auf entsprechend vielen Plakaten und Publikationen der Provinz Grosseto.
Die Thermalquellen haben dem Ort einen wirtschaftlichen Aufschwung ge­bracht. Aus ihnen strömen pro Sekunde 800 Liter 37 Grad warmes, schwe­felhaltiges Wasser, das von den Hängen des Monte Amiata stammt. Dort sammelt sich in etwa 200 m Tiefe das Regenwasser, das sich mit Schwefel anreichert. Das Wasser gelangt nach 30 Kilometern in Saturnia an die Ober­flä­che und ergießt sich über die „Wasserfälle der Mühle„. In den na­tür­lich geschaffenen Sinterbecken darf man kostenlos baden.
Ganz in der Nähe gibt es auch ein luxuriöses Kurzentrum mit allerlei Ein­rich­tungen (u .a. das Schwimmbad des Hotels Terme di Saturnia) für diverse Ku­ren, The­rapien und Bäder. Aber, wie gesagt, die Besucher können kostenlos im heilsamen Schwefelwasser der Wasserfälle baden. Das Badevergnügen kann ganzjährig und zu jeder beliebigen Tages- oder Nachtzeit in Anspruch genommen werden. Hier finden sich Sommer wie Winter sowohl Einheimische als auch Touristen zum Baden ein.    
Ohnehin ist es vor allem der Anblick der „Cascate" – sie sind in zahlreichen Werbeprospekten zu sehen –, der die Badegäste aus aller Welt anlockt. Dich­te Dampfschwaden umgeben die bizarren Felsformationen und das spru­deln­de, türkisfarbene heiße Wasser.
Die Thermalquellen von Saturnia sind weithin bekannt und ein beliebtes Aus­flugs­ziel, nicht nur für Touristen. Auch die Anwohner der Region nutzen gerne die Heil bringende Wirkung der heißen Schwefelquellen bei einem entspan­nen­den Bad mitten in einer herrlichen Landschaft.
Dem Wasser entsteigt der für Schwefel typische faulige Geruch. Man braucht sich deshalb nicht zu wundern, dass man im Mittelalter hier die Stelle ver­mu­te­te, an der der Teufel aus der Unterwelt hervorsteigt. Bereits der italienische Nationaldichter Dante Alighieri erwähnte dieses Naturereignis in seiner Gött­li­chen Komödie [].
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Der römischen Mythologie zufolge schleuderte hier Jupiter einen Blitz nach Saturn, der diesen aber verfehlte und die Erde an der Stelle traf, wo heute die Thermen von Saturnia entspringen.
Dem dampfenden türkisblauen Wasser schrieben bereits die Etrusker ma­gi­sche Kräfte zu. Im dritten Jahrhundert vor Christus begannen dann die Rö­mer die Quelle zu nutzen und errichteten an dem Wasserlauf eine Ba­de­an­stalt. Laboranalysen haben inzwischen ergeben, dass das Wasser tat­säch­lich eine heilsame Wirkung bei Rheuma und Arthrose hat und allgemein Haut und Gelenken wohl tut.

In der Regel sind die Sinterbecken voll mit Menschen, die im Wasser liegen, die Wärme des schwefelhaltigen Thermalwassers genießen und dabei nicht gerade leise sind. Es ist also nicht einfach dieses Naturphänomen in aller Ein­samkeit zu genießen, so wie es in alten Zeiten war. Mann muss schon im Mor­gengrauen hier sein, um dieses Erlebnis zu haben.
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