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Fumetti

Fumetti ist die italienische Bezeich­nung für Comics, bzw. Comichefte. Fumetti ist die Mehrzahl von fumetto, was Sprechblase (wörtlich „kleiner Rauch“) bedeutet, und gleichzeitig auch Comic-Heft.

Diabolik

Italien ist bekanntlich keine große Lesenation. Um so mehr werden Comics bis ins Erwachsenenalter hinein gelesen. Bei allen italienischen Zeitungs­kios­ken (giornalai) oder Verkaufsständen (bancarelle) findet man eine bunte Pa­lette von Comics: spannend, einfallsreich, mit erotischem Inhalt und nicht selten von schwarzem Humor durch­setzt. Die fumetti der Serie „Diabolik“ ge­hören zum Genre der „fumetti neri“ (zu deutsch „schwarze Comics“). Da­run­ter versteht man eine in Italien sehr populäre Art von fumetti. Sie bewegen sich meistens auf einem eher trivialem Niveau und befassen sich mit der dunklen Seite des Menschen. Das Genre der „fumetti per adulti“ (Comics für Erwachsene) be­steht aus einer Mischung aus Erotik, Verbrechen und Horror. Viele Millionen Exem­plare wer­den jährlich davon verkauft.
Diabolik ist seit mehr als 50 Jahren eine der erfolgreichsten Comicserien in Italien. Mit Diabolik wurde eine Figur er­schaf­fen, die die Kioske im Sturm eroberte. 1962 erschien die erste Ge­schich­te um diesen Urvater der fumetti neri, geschrie­ben von den Schwestern Luciana und Angela Giussani, gezeichnet von Luigi (Gino) Marchesi. Es gibt in Italien auch eine Persiflage von Diabolik in den Walt-Disney-Heften. Er nennt sich „Paperinik“ (Paperino ist der italienische Name von Donald Duck, papero = Enterich).
Diabolik, ein dem französischen Fantômas ähnlicher, maskierter „Held" ist ohne Zweifel ein Charakter, der nicht auf der Seite des Guten steht: ein ele­gan­ter, aristokratisch wirkender, aber zynischer Dieb. Diese Serie unter­schei­det sich also von den bis dato bekannten Comic-Superhelden dadurch, dass der Held ein Verbrecher ist.

Schlau und schnell begeht er zusammen mit seiner Geliebten Eva Kant seine Verbre­chen, und ebenso geschickt setzt er sich gegen seine Feinde zur Wehr und setzt immer und immer wieder seinen Gegenspieler, den glücklosen Inspektor Ginko Schachmatt.

Danger: Diabolik
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Die im Schwarz-Weiß gehaltene Reihe ist von einen kla­ren Zeichenstil ge­kenn­zeichnet. Kaum andere Comics konnten bisher den Erfolg von Diabolik (Italienisch „diavolo“ = Teufel) erreichen.
Diabolik ist also ein Krimineller, der vor Diebstahl, Entführung und sogar vor Mord nicht zurückschreckt; verraten oder erpressen tut er nur andere Krimi­nelle. Dennoch betrifft dieses Verhalten nur Diabolik als Krimineller. Als Mensch hält er sich dennoch an einen Ehrenkodex. Niemals bricht er sein Wort und für Eva würde er jedes Opfer auf sich nehmen (sogar den Verzicht auf seine Diebesbeute).
Diabolik verfügt (wie James Bond) über phantastische Apparate (wie etwa eine wurf­ge­schoss­artige Betäubungsspritze) und einen Jaguar E als Flucht­fahrzeug. Wie moderne Robin Hoods berauben Diabolik und Eva grundsätzlich nur Reiche aus, nicht selten auch kriminelle Menschen der High Society. Im Gegensatz aber zu Robin Hood behalten Diabolik und Eva die Diebesbeute ausschließlich für sich selbst.
Seit den 1960er Jahren hat Diabolik in der italienischen Comik-Kultur einen festen Platz; die Figur kann sich in punkto Bekanntheitsgrad durchaus mit Micky Maus messen. Auch heute noch werden die Diabolik-Hefte in hohen Auflagen ausgegeben.

1968 verfilmte der italienische Regisseur Mario Bava den „fumetto“ mit John Phillip Law in der Hauptrolle, Marisa Mell als seine Komplizin Eva Kant und Michel Piccoli in der Rolle des ewig erfolglosen Inspektor Ginko. Die Film­musik wurde von niemandem geringeren als Ennio Morricone komponiert. Alles in allem kann der teils witzige, aber meistens nur mittel­mä­ßi­ge Film nur als Dokument seiner Zeit gelten.
Es ist kein Zufall, dass der Film „Diabolik“ einige Ähnlichkeiten zu den James-Bond-Filmen der Zeit zeigt, denn diese hatten ein wahrhaftiges Erfolgsrezept! In Bavas Film ist es aber der Böse mit seinem tech­nisch perfekt aus­ge­rüs­te­ten Geheimquartier, der im Mittelpunkt steht.


 
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