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I romanzi gialli
Zu einem Kriminalroman sagt man in Italien üblicherweise "il romanzo giallo", bzw. "il giallo", der "Gelbe". Das kommt daher, dass der be­kann­te Verlag Monda­do­ri seit 1929 die erfolgreichste Kri­minal­ro­man­rei­he Italiens heraus­gibt. Die Reihe heißt - nach der Farbe der Deck­blät­ter - "I libri gialli" (die gelben Bü­cher). [Siehe auch ].
Loriano Macchiavelli

Loriano Macchiavelli (Vergato, Provinz Bologna, 12. März 1934) ist ein ita­lie­nischer Schriftsteller, Autor von Kurzgeschichten, Theaterstücken und Krimi­nalromanen.

Die bekanntesten Krimis erzählen von den Fällen des Detektivenpaars Anto­nio Sarti und Rosas. Ein glaubhafter Polizist der Eine, ehrlich und ausdauernd aber nicht besonders begabt in der Kunst des Ermitteln; Außerparlamentarier und ewiger Student der Andere, ein analytisches Gehirn, das sich mit den Klas­sikern unter den Detektiven messen kann. Die fast erzwungene Zusam­men­ar­beit der beiden Männer, voller Reibungsflächen wegen ihrer sehr un­ter­schied­lichen sozialen Herkunft, bringt oft Licht in die Schicksale von leidenden und geschlagenen Menschen.
Wie es auch für die Figur von Sherlock Holmes geschehen war, versuchte ir­gendwann auch Macchiavelli seinen "Detektiv" loszuwerden. Aber sehr bald muss­te, auf ausdrückliches Verlangen der Leser, Antonio Sarti wieder ein­gesetzt werden.

Unter dem Pseudonym Jules Quicher schrieb Macchiavelli zwei eminent po­li­tische Bücher: 1989 "Funerale dopo Ustica" und 1990 "Strage" (Blutbad). Letzteres, das zum zehnten Jahrestag des Anschlags von Bologna he­raus­kam (bei dem am 2. August 1980 85 Menschen gestorben und mehr als 200 ver­letzt worden waren), wurde per Gerichtsbeschluss aus dem Verkehr gezogen. Das Buch fand "seltsamerweise" nie mehr den Weg in die Buchhandlungen, obwohl der Autor von jeder Anklage freigesprochen wurde.
Dazu muss man wissen, dass für das Attentat von der italienischen Regierung zunächst die militanten linksradikalen Rote Brigaden verantwortlich gemacht wurden, später aber die rechtsradikale terroristische Organisation Ordine Nuovo beschuldigt wurde. Zwei Agenten des italienischen Geheimdienstes SISMI und der Vorsitzende der P2 (Propaganda Due), der italienischen Frei­mau­rer­lo­ge, der zahlreiche Politiker und hohe Offiziere der italienischen Streit­kräfte angehörten, wurden wegen Behinderung der Ermittlungsarbeiten verurteilt.

Loriano Macchiavelli ist in Italien seit längerer Zeit ein Star. Schließlich wurde sein eigenwilliger Kommissar Antonio Sarti bereits in den 1970er Jahren ge­schaffen. Heute ist Sarti der mit über 30 gelösten Fällen Italiens erfolgreich­ster Ermittler. Macchiavellis Krimis sind auch eine Hommage an seine Stadt Bologna. "Bologna ist verdächtig schön", so der Autor, "Überall verbergen sich Geheimnisse.".
Die Romane waren in Italien lange vergriffen und sind vor kurzem mit so viel Erfolg wieder aufgelegt worden, dass sie endlich auch ins Deutsche übersetzt worden sind.

Loriano Macchiavelli erhielt 2007 für den gemeinsam mit Francesco Guc­cini verfassten Roman "Tango e gli altri" den Premio Giorgio Scerba­nen­co für den besten italienischen Krimi­nalroman des Jahres zugesprochen.
 
 
Loriano Macchiavelli
Die Mörder von Sanleonardo
von Loriano Macchiavelli

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Unter den Mauern von Bologna
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Tödliches Gedenken
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