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Tanto pe' cantà (Römische Lieder)
Weniger bekannt als ihre neapolitanische Verwandte die "Canzone napo­le­ta­na" [] ist die römische canzone eine Volkslied-Gattung, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fester Bestandteil des römischen Lebens war. Sie be­schrieb, meist in Versen und durchdrungen von liebevollem Spott und tiefer Volksweisheit, den pittoresken Alltag der Menschen in der "Ewigen Stadt".
Fior de frumento,
Getreideblume,
La robba va e vviè ccome
fa ’r vento,
die Dinge kommen und gehen
wie der Wind
La donna bella fa
ll’omo contento.
die schöne Frau macht den
Mann glücklich
Fior de cicuta Schierlingblume
La rapa, la cucuzza e la carota Die Rübe, der Kürbis und die Möhre
Fanno i colori dell’Itaja unita.
ergeben die Farben der
italienischen Fahne
Fior de cipolle Zwiebelblume
E l'occhi mii nun fanno antro
che piagne
Und meine Augen müssen
ständig weinen
Penso a lo bello mio che pija moje.
Ich denk an meinen liebsten, der eine andere heiratet
Fior de pisello Erbsenblume
Er Papa quando va a Monte Cavallo Wenn der Papst nach Monte Cavallo geht
Dà la benedizzione e spara Castello Erteilt er den Segen und lässt Salven schießen
Die Unverfälschtheit dieser Lieder blieb bis zum Anfang des 20. Jahrhundert intakt. Aber es ist im Italien der Nachkriegszeit, in den 1950er Jahre, im Italien der Musikfestivals, in dem ihr Geist wiederbelebt wird.
Ein wunderbares Beispiel dafür ist das folgende, in römischer Mundart ge­schrie­bene Lied des bekannten Schauspielers Nino Manfredi.
Tanto pe' canta'
È una canzone senza titolo Es ist ein Lied ohne Titel, (das isch singe)
pe’ fa quarche cosa... nur so, um etwas zu tun ...
non è gnente de straordinario Es ist nichts Besonderes,
è robba der paese nostro es ist etwas aus unserem Land,
che se pò cantà pure senza voce... das man auch ohne Stimme singen kann ..
basta ’a salute... Hauptsache, man ist gesund ...
quanno c’è ’a salute c’è tutto... Wenn man gesund ist, hat man alles.
basta ’a salute e un par de scarpe nove Es reichen die Gesundheit und ein Paar neue Schuhe,
poi girà tutto er monno... dann dreht sich die Welt.
e m’ accompagno da me... Und ich begleite mich selbst ...
Pe’ fa la vita meno amara Um das Leben weniger bitter zu machen,
me so’ comprato ’sta chitara hab ich mir diese Gitarre gekauft,
e quanno er sole scenne e more und wenn die Sonne untergeht,
me sento ’n core cantatore. bekomme ich das Herz eines Sängers.
La voce è poca ma intonata, Ich hab kaum Stimme aber ich singe richtig,
nun serve a fa ’na serenata es reicht kaum für eine Serenade,
ma solamente a fa ’n maniera nur gerade damit ich
de famme ’n sogno a prima sera.. am frühen Abend etwas träumen kann.
Tanto pe’ cantà Nur so, um zu singen
perché me sento un friccico ner core weil ich ein Zwicken am Herz spüre.
tanto pe’ sognà Nur so, um zu träumen,
perché ner petto me ce nasca un fiore damit in meiner Brust eine Blume wachsen kann.
fiore de lillà Fliederblüte,
che m’ariporti verso er primo amore die mich an meine erste Liebe erinnerst,
che sospirava le canzone mie die bei meinen Liedern seufzte
e m’aritontoniva de bugie. und mich mit Lügen überhäufte.
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Canzone belle e appassionate

Schöne und leidenschaftliche Lieder,

che Roma mia m’aricordate, die mein Rom mir in Erinnerung gebracht hat,
cantate solo pe’ dispetto nur aus Bosheit gesungen
ma co’ ’na smania dentro ar petto, aber mit Begierde in der Brust.
io nun ve canto a voce piena Ich will nicht mit voller Stimme singen,
ma tutta l’anima è serena aber meine Seele ist ruhig.
e quanno er cielo se scolora Und wenn der Himmel dunkler wird,
de me nessuna se ’nnamora... verliebt sich niemand in mich.
Tanto pe’ cantà Nur so, um zu singen
perché me sento un friccico ner core weil ich ein Zwicken am Herz spüre.
tanto pe’ sognà Nur so, um zu träumen,
perché ner petto me ce nasca un fiore damit in meiner Brust eine Blume wachsen kann.
fiore de lillà Fliederblüte,
che m’ariporti verso er primo amore die mich an meine erste Liebe erinnerst,
che sospirava le canzone mie die bei meinen Liedern seufzte
e m’aritontoniva de bugie. und mich mit Lügen überhäufte.
Ein weiteres, wunderbares Beispiel dafür ist das folgende, in römischer Mundart ge­schrie­bene Lied, das an die erste Liebe erinnert und an laue Frühlingsabende.
Serenata romana
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Roma nun fa la stupida stasera
MÄNNLICHE STIMME
Roma nun fa' la stupida stasera, Rom, sei nicht gemein heute Abend,
damme ’na mano a faje di de si. hilf mir dabei, dass sie mir "ja" sagt.
Sceji tutte le stelle Such all die Sterne aus,
più brillarelle che poi die am schönsten glänzen,
e un friccico de luna tutta pe’ noi. und ein bisserl Mond nur für uns.
Faje sentì ch’è quasi primavera, Lass sie spüren, dass es fast schon Frühling ist,
manna li mejo grilli pe’ fa cri cri. schick die besten Grillen zum Zirpen.
Prestame er ponentino Leih mir den Westwind,
più malandrino che ciai, der am spitzbübischen ist,
Roma nun fa la stupida stasera. Rom, sei nicht gemein heute Abend,
Roma nun fa la stupida stasera, Rom, sei nicht gemein heute Abend,
damme ’na mano a faje di de si. hilf mir dabei, dass sie mir "ja" sagt.
Sceji tutte le stelle Such all die Sterne aus,
più brillarelle che poi die am schönsten glänzen,
e un friccico de luna tutta pe’ noi. und ein bisserl Mond nur für uns.
Faje sentì ch’è quasi primavera, Lass sie spüren, dass es fast schon Frühling ist,
manna li mejo grilli pe’ fa cri cri, schick die besten Grillen zum Zirpen.
prestame er ponentino Leih mir den Westwind,
più malandrino che ciai, der am spitzbübischen ist,
Roma reggeme er moccolo stasera. Rom, halt mir die Stange heute Abend!
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WEIBLICHE STIMME  
Roma nun fa' la stupida stasera, Rom, sei nicht gemein heute Abend,
damme 'na mano a famme di' de no. hilf mir dabei, dass ich ihm "nein" sage.
Spegni tutte le stelle Lösch all die Sterne aus,
piu' brillarelle che c'hai, die so schön glänzen,
nasconneme la luna se no so' guai. versteck den Mond, sonst bin ich in der Patsche.
Famme scorda' ch'è quasi primavera, Lass mich vergessen, dass es fast schon Frühling ist,
tiemme 'na mano in testa pe' di' de no, Halt deine Hand auf mich, damit ich "nein" sage
smorza quer venticello lass den Wind abflauen,
stuzzicarello che c'hai, der so verführerisch ist,
Roma nun fa' la stupida stasera. Rom, sei nicht gemein heute Abend,
Famme scorda' ch'e' quasi primavera, Lass mich vergessen, dess es fast schon Frühling ist,
tiemme 'na mano in testa pe' di' de no, Halt deine Hand auf mich, damit ich "nein" sage
smorza quer venticello lass den Wind abflauen,
stuzzicarello che c'hai, der so verführerisch ist,
Roma nun fa' la stupida stasera Rom, sei nicht gemein heute Abend,
Arrivederci Roma
Der Welt-Hit Arrivederci Roma ist zwar nicht in der Römer Mundart ge­schrie­ben, dafür ist er die berühmteste all dieser Lieder und eine einzige Lobes­hymne an die "Ewige Stadt".
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Text von Arrivederci Roma (italienisch)
      
 
 

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