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Berühmte Opernarien: „Vesti la giubba“

Vesti la giubba, besser bekannt als „Ridi, pagliaccio“ („Lache, Bajazzo“) ist eine Arie aus der Oper „Pagliacci“ von Ruggero (eigentlich Ruggiero) Leon­cavallo, der auch das Libretto schrieb.
Die Oper Pagliacci ist die einzige Oper des neapolitanischen Komponisten Ruggero Leoncavallo, die es zu Weltruhm brachte. Sie wurde am 21. Mai 1892 in Mailand am Teatro dal Verme und unter der Leitung von Arturo Tos­canini uraufgeführt. Als Hintergrund für die Oper diente ein Verbrechen, das in Montalto Uffugo (Kalabrien) tatsächlich geschehen war, als der Komponist noch ein Kind war. Sein Vater war dort Richter und Magistrat und hatte in die­sem Mord­fall zu urteilen. Später stellte sich heraus, dass die Opern­hand­lung doch nicht allzu sehr mit dem Fall übereinstimmte. In Montalto Uffugo ging es um eine familiäre Fehde von Einwohnern der Stadt.
Die Oper gilt als veristische Oper. Solche Opern sind gekennzeichnet durch eine malerische Schilderung der Schauplätze, einem gesteigerten Realismus, die Leidenschaft im Handeln der (meist aus niederem sozialen Milieu kom­men­den) Personen und einen gewaltsamen Höhepunkt. Stilistisch gibt es eine Tendenz zur knappen, lakonischen Form. Die beiden Parade-Opern des Veris­mus, die Cavalleria rusticana (1890) von Pietro Mascagni und eben die Oper Pagliacci werden auch heute noch meist gemeinsam im Repertoire aufge­führt.
Mit aller Sicherheit ist der große Erfolg der Oper auch auf die Tatsache zu­rück­zuführen, dass bei der ersten Schallplatte, die davon aufgenommen wur­de, der be­rühm­te Enrico Caruso die Rolle des Canio sang. Die Platte gilt als ein Meilen­stein in der entstehenden Schallplattendustrie, weil davon mehr als eine Million Exemplare verkauft wurden.
Die Oper erzählt die Geschichte von einem Komödiantenpaar eines Wan­der­zirkus, Nedda und Canio. Während Canio seine Abendvorstellung ausruft, macht sich Tonio an Canios Ehefrau Nedda heran. Diese weist ihn zurück und schlägt ihn mit einer Peitsche in die Flucht. Nedda ist in den jungen Silvio ver­liebt, der sie zur gemeinsamen Flucht überreden will. Nedda warnt den Ge­lieb­ten vor Canios Rache. Der rachsüchtige Tonio hat die beiden beobachtet und alarmiert Canio. Silvio kann in letzter Sekunde unerkannt fliehen. Canio bedrängt seine Frau, den Namen des Geliebten preiszugeben und ersticht sie auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung. Silvio, der ihr zu Hilfe eilen will, fällt dem rasenden Eifersüchtigen auch zum Opfer.

Die Arie „Vesti la giubba“ wird von Canio gesungen, als er sich für die Auf­führ­ung auf seine Rolle als Clown vorbereitet, obwohl er erfahren hat, dass Edda ihn betrügt.


Was für eine Entdeckung: Der mir bis dato völlig unbekannte Opernsänger Alessandro Valente (1890-1958) überraschte mich mit einer atem­be­rau­benden Version der berühmten Arie.
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Enrico Caruso [] (1873-1921) war ein italienischer Opernsänger (aus Nea­pel). Er war der berühmteste Tenor der ersten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts und gilt als bedeutendste Figur der Opernwelt.
Historische Aufnahme: Enrico Caruso „Vesti la giubba“
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José Plácido Domingo Embil (geboren am 21. Januar 1941 in Madrid) ist ein weltbekannter spanischer Opernsänger (Tenor). Er gehörte neben José Carreras und Luciano Pavarotti zu den Drei Tenören.
Placido Domingo singt „Vesti la giubba“
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Mario Lanza, eigentlich Alfred Arnold Cocozza (1921 - 1959) war ein ita­lo­amerikanischer Opernsänger (Tenor) und Schauspieler. Lanza galt dank seiner Hollywood-Filme in den 1950er-Jahren als der bekannteste Opernsänger der Welt.
Mario Lanza singt „Vesti la giubba“
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In diesem Ausschnitt aus dem Film „Der große Caruso“ (1951), der den Lebensweg des Tenors Enrico Caruso beschreibt, der von Mario Lanza, dargestellt wird, singt Lanza die berühmte Arie aus „I pagliacci“ .
 
Ruggero Leoncavallo
Der italienische Komponist Ruggero Leoncavallo (1857 - 1919) war ein italienischer Komponist und Librettist. Er wurde weltbekannt durch seine veristische Oper „Pagliacci“ (Der Bajazzo).

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