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Marcello Mastroianni

Marcello Mastroianni wurde 1924 in Fontana Liri, einem kleinen Dorf in den Apenninen in der Provinz Frosinone (Latium), geboren und wuchs in Turin und Rom auf. Er war der Sohn von Ida und Ottone Mastroianni, der eine Zim­merei betrieb. Er war der Neffe des bekannten Bildhauers Umberto Mastro­ian­ni. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Marcello von der Wehrmacht interniert, konnte aber fliehen. Ab 1945 arbeitete er für ein Filmunternehmen und nahm Schauspielunterricht. 1948 debütierte er in dem Film "I mise­ra­bi­li" ("Die Elenden“) nach dem gleichnamigen Roman von Victor Hugo.

Im selben Zeitraum spielte er in kleinen Rollen im Theater, bis er schließlich vom berühmten Regisseur Luchino Visconti entdeckt wurde, der ihm sei­ne erste professionelle Rolle in "Wie es euch gefällt" von William Shakes­peare (1948 im Teatro Eliseo in Rom) gab und dann in "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams (1949, auch im Teatro Eliseo), in dem er die Rolle von Mitch spielte.
Mastroianni 1960
Nachdem er unter der Leitung von Luciano Emmer einige Rollen in neo­rea­lis­tischen Komödien spielte, wie "Domenica d'agos­to" (Ein Sonntag im August), "Parigi è sempre Parigi", "Le ragazze di Piazza di Spagna" (Die Drei vom spanischen Platz), bekam er auch die ersten dramatischen Rollen in "Febbre di vita", "Cronache di poveri amanti" von Carlo Lizzani (nach dem Buch von Vasco Pratolini) und "Le notti bianche" von Luchino Visconti. Im Film "Peccato che sia una canaglia" (Schade, daß du eine Kanaille bist) trat er zum ersten Mal auf der Seite von Sofia Loren [] auf.

"La dolce vita" [] (Das süße Leben /1960) ist der bekannteste Film von Federico Fellini. In den Hauptrollen sind neben Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Yvonne Furneaux, Anita Ekberg und Alain Cuny zu sehen. Welt­be­rühmt wurde die Szene mit Anita Ekberg im Trevi-Brunnen. Im Film geht es um das Leben der "Hautevolee" im Rom der 1950er Jahre. Der Film brachte Mastroianni den internationalen Durchbruch und markierte auch den Anfang einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit und Freundschaft mit Fellini. Für diesen Film bekam Mastroianni einen Preis von der italienischen Vereinigung der Film­journalisten (Sindacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Italiani).

Die berühmte Szene der Fontana di Trevi
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Zu seinen weiteren prominenten Filmen gehören "Giorni d'amore" (Tage der Liebe / 1954) mit Marina Vlady; "La Notte" (Die Nacht / 1961) von Mi­che­lan­gelo Antonioni mit Jeanne Moreau und vor allem "Divorzio all’italiana" (Scheidung auf italienisch / 1961), das Meis­ter­werk von Pietro Germi, eine amüsante Komödie mit viel schwarzem Humor, der die italienische Ehe- und Strafgesetzgebung der damaligen Zeit kritisiert.

Der Spielfilm "Matrimonio all'italiana" (Hochzeit auf Italienisch/ 1964) von Vit­torio de Sica ist eine melodramatische Komödie und der dritte von vier Fil­men, in denen Regisseur Vittorio De Sica das populäre Gespann Sophia Loren und Marcello Mastroianni vereinte. Der Film beruht auf der Theaterkomödie Filumena Marturano von Eduardo De Filippo [] aus dem Jahr 1947. Mastroiannis Partnerschaft mit Sophia Loren war eine der ge­lungensten künstlerischen Verbindungen in der Geschichte des italienischen Kinos.

Weitere erfolgreiche Filme (nur eine kleine Auswahl): "Ieri, oggi e do­ma­ni" (Gestern, heute und morgen / 1963) ist ein Episodenfilm von Vittorio de Sica. In Mario Monicellis Filmkomödie "Casanova 70" (1965) hat Mastro­ian­ni als mo­derner Casanova bei vielen Frauen eine Blockade. "La moglie del prete" (Die Frau des Priesters / 1971) ist eine tragikomische Commedia all’italiana von Dino Risi mit Sophia Loren. Der Film entstand in dem Jahr, in dem in Ita­lien die Ehescheidung erlaubt wurde, und nimmt den Zölibat der Priester in der katholischen Kirche aufs Korn.

(Kult)-Striptease-Szene aus "Gestern, heute und morgen"
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"La donna della domenica" (Die Sonn­tags­frau / 1975) mit Jacqueline Bisset ist ein Krimi, in dem Marcello Mas­troianni in Turin einen Mord in besseren Krei­sen aufklären soll. "Oci ciornie" (Dunkle Au­gen / 1987) von Nikita Mikhalkovs beruht auf verschiedenen Kurz­ge­schich­ten von Anton Tschechow, darunter vor allem "Die Dame mit dem Hündchen". "Used people" (Die Herbstzeitlosen / 1992) mit Shirley MacLaine ist ein Spiel­film der britischen Regisseurin Beeban Kidron. Die Tragikomödie basiert auf einem Theaterstück von Todd Graff. Robert Altmans "Prêt-à-Porter" (1994) mit Sophia Loren, Julia Roberts, Kim Basinger und Lauren Bacall ist eine Film­komödie aus der Welt der Mode.
Marcello Mastroianni wurde dreimal für den Oscar für den "Besten Schau­spie­ler" nominiert: für "Scheidung auf Italienischer", "Una giornata particolare" (Ein besonderer Tag) und "Oci ciornie" (Dunkle Augen). Mastroianni, Dean Stockwell und Jack Lemmon sind die einzigen Schauspieler, die zweimal mit dem "Besten Schauspieler" beim Filmfestival von Cannes ausgezeichnet wurden.
Hommage
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Mit Sophia Loren war er in zwölf Filmen zu sehen. Marcello und Sophia waren das ideale Filmpaar. Unvergesslich die Strip­tease-Szene in "Gestern, heute und morgen". Die Beiden haben sich immer sehr gut verstanden. Wenn Mar­cellos Mutter einmal ins Kino ging und ihren Sohn auf der Leinwand mit einer anderen Partnerin sah, rief sie ihn immer besogt an und fragte: "Marcé, was ist los? Habt ihr euch zerstritten?"
Marcello Mastroiannis Ehefrau war Flora Carabella, die er 1950 heiratete und von der er sich 1970 trennte, ohne sich aber je von ihr scheiden zu lassen. Zahlreich waren seine Beziehungen: zu Marthe Keller, Jacqueline Bisset, Faye Dunaway und vor allem zu Catherine Deneuve, die bis zum Schluss seine bes­te Freundin blieb.
Mastroianni spielte mit seiner Tochter Chiara Mastroianni (die auch die Toch­ter von Catherine Deneuve ist) in Raúl Ruizs Film "Trois vies et une seule mort" (Drei Leben und nur ein Tod / 1996). Für diese Darstellung gewann er den Silver Wave Award an den Inter­na­tio­na­len Film­festspielen von Ft. Lau­der­dale. Sein letzter Film, "Viagem ao princípio do mun­do" (Reise zum Anfang der Welt / 1997), wurde posthum veröffentlicht.
Marcello Mastroianni erlag im Alter von 72 Jahren in Paris einer Krebs­er­kran­kung. Er wurde auf dem Cimitero Campo Verano, dem größten Friedhof von Rom, beigesetzt.
 
Sophia Loren
Schade, dass Du
eine Kanaille bist

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Divorzio all'italiana
Divorzio all'italiana()
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Sophia Loren
Hochzeit auf
Italienisch
(/)
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Gestern, heute und
morgen
(/)
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La dolce vita (/)
von Federico Fellini
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Wie herrlich, eine Frau zu sein
Wie herrlich, eine Frau
zu sein
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Das 10. Opfer
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Casanova 70
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Ginger und Fred (/)
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8 1/2 (/)
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Die Sonntagsfrau (/)
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