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Divino Otelma

Die Tradition der "magia popolare" (volks­tümlichen Magie) ist in Italien un­ge­brochen. Besessene, Zauberer, Wahrsager, Astrologen, Kar­tenleger, Gesund­beter, Handleser, Handauf­le­ger, Scharlatane aller Couleurs finden in Italien problemlos ihre Opfer. Der Aberglaube ist - besonders im Süden - noch tief verwurzelt [].
Der 1949 in Genua geborene Marco Amleto Belelli, Graf von Quistello, ist besser als Divino Otelma (Gött­li­cher Otelma) bekannt und ist eine in Ita­lien bekannte Fernseh-Persönlichkeit, ein Esoteriker und Politiker.
Belelli definiert sich selbst als Erster Teurg der Kirche der Lebenden, "Groß­meister des Teurgischen Orden von Helios", Europäischer Präsident des "Ordre des Occultistes d'Europe" und italienischer Präsident des "Ordine degli Occultisti d'Italia", des Italienischen "Zentrum für Astrologische Studien" und der "Astrologisch-Okkultischen Union Italiens", sowie "Quelle des Lebens und Seelenheils", "Licht der Lebenden" und "Verteiler der Archtypischen Wahrheit".
Divino Otelma
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Immerhin schloss Belelli 1975 ein Hochschulstudium der Politikwissenschaft und 2003 eines der Geschichte an der Universität Genua ab. Dazwischen war er im "Partito Radicale" politisch aktiv und begann, 1977, seine Karriere als Magier. Unter dem Künstlername Mago Otelma (Magier Otelma, wobei der Name die Umkehrung seines Vornamens Amleto ist), den er später in Divino Otelma (Göttlicher Otelma) abänderte, wurde Belelli dank der Teilnahme an verschiedenen Fernsehsendungen italienweit bekannt. Später schloss er zwei Weitere Hochschulstudien an der "Università della Sapienza" in Rom ab.

Belelli behauptet, dass er an die Wiedergeburt glaubt, und dass er selbst die Reinkarnation von Gott sei, und in der Vergangenheit ein Priester von Atlantis und ein weiblicher Pharao Egyptens gewesen zu sein. Er griff immer wieder die katholische Kirche an und definierte einmal Johannes Paul II. "einen polnischen Hexer".

Belelli veröffentlichte zahlreiche Bücher ("Das Buch der Geheimnisse", "Das Buch von Orion oder einer perfekten Zukuft", "Magie im dritten Jahrtausend") und komponierte verschiedene Songs, die sogar einen gewissen Markterfolg errungen.
Eine der Zauberkünste, die der "Mago" perfekt beherrschte war jene, vor dem Fiskus seine Einnahmen verschwinden zu lassen, was ihm 1986 eine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung einbrachte. Allerdings wurde das Urteil - Abrakadabra - am 15. Oktober 2005 vom Zivilgericht von Triest wegen gesetzlichen Änderungen auf diesem Gebiet widerrufen.
1987 wurde Belelli vom Appelationsgericht von Triest zu zwei Jahren Haft we­gen Täuschung eines Unzurechnungsfähigen verurteilt.
 

Marco Amleto Belelli

Er ist nur einer von vielen. Eine be­son­ders schrille Persönlichkeit, sicher, aber nur ein Spiegel der italienische Wirklichkeit, die vor Zauberer, Kar­ten­le­ser und Hexenmeister nur so wimmelt.
Foto von Giovanni Dall'Orto / Creative Commons Lizenz

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