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Giro d'Italia
 
Vor mehr als hundert Jahren, am 13. Mai 1909, startete der Giro d'Italia, die berühmte Italien-Rundfahrt, zum ersten Mal. Der Giro führte in acht Etap­pen von Mailand bis Neapel und auf anderer Route zurück nach Mailand, wo am 30. Mai Zieleinlauf war. Gesamtsieger wurde der Ita­lie­ner Luigi Gan­na. Der erste Träger des rosafarbenen Trikot war Learco Guerra.
Der Giro d’Italia gilt als das nach der Tour de France zweitwichtigste Etappen-Radrennen der Welt. Er wird sowohl für Männer als auch (seit 1988) für Frau­en („Giro d’Italia femminile") ausgetragen. Seit 1909 wird der Giro – mit Aus­nahme der Zeit beiden Weltkriegeall - jährlich wäh­rend drei Wochen im Mai ausgetragen und führt dabei in wechselnder Stre­ck­en­führ­ung quer durch Italien und das nahe Ausland.

Anfangs begann und endete der Giro immer in Mailand, die Stadt der Zeitung „La Gazzetta dello Sport„. Seit 1960 starteten die Fahrer jedes Jahr in einem anderen Ort. Ihr Ziel war jedoch weiterhin meist Mailand. 2009 wurde die Ziellinie in Rom überquert. Seit einigen Jahren ist es zudem üblich, dass der Giro auch in benachbarte Länder führt.

Denn es waren der Herausgeber der „Gazzetta dello SportEugenio Camillo Costamagna und die Redakteure Armando Cougnet und Tullo Morgagni, die, angeregt durch die Tour de France, den ersten Giro d'Italia ins Leben riefen. Die Finanzierung erfolgte mit Hilfe des italienischen Radsportverbands, des Corriere della Sera und verschiedener Firmensponsoren. Diese Zeitung war es, die all die ersten Radrennen Italiens, darunter die Lombardei-Rundfahrt (1905), Mailand–Sanremo (1907) und eben den Giro (1909) organisierte. Seit 1931 trägt der Gesamterste des Giro die Maglia Rosa, das rosafar­be­ne Tri­kot, und dient somit als Werbeträger der Zeitung, die sich auch op­tisch mit ihren rosafarbenen Seiten von der Konkurrenz abhebt.

Giro d'Italia 1953
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Der Führende der Gesamteinzelwertung trägt jeden Tag die Maglia rosa, das italienische Gegenstück zum Gelben Trikot der Tour de France, der Führende in der Bergwertung ein grünes Trikot (Maglia verde), während der Führende in der Punktewertung ein malvenfarbiges Trikot (Maglia ciclamino) trägt. und der Führende in der Intergiro-Wertung das blaue Trikot (Maglia azzurra). Zeitweise gab es ein schwarzes Trikot für den Letzten im Klassement. und ein weißes Trikot für den besten Jungen.

2006 wurde die Intergiro-Wertung durch eine Kombinationswertung ersetzt. In diese Wertung fließen die Platzierungen der Gesamt-, Punkt- und Berg­wer­tung ein. 2007 wurde das blaue Trikot abgeschafft und durch das weiße Trikot (Maglia bianca) ersetzt. Träger des Trikots wird der beste Jungprofi in der Gesamtwertung.

Den Rekord von jeweils fünf Gesamtsiegen halten drei Fahrer: Die Italiener Alfredo Binda (Sieger zwischen 1925 und 1933), Fausto Coppi (zwischen 1940 und 1953) und der Belgier Eddy Merckx, der seine Siege zwischen 1968 und 1974 errang.
Giro d'Italia Official 2017
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Sechs weitere Fahrer standen je drei mal ganz oben auf dem Siegerpodest: Carlo Garletti, Giovanni Brunero, Gino Bartali, Fiorenzo Magni, Felice Gimondi und Bernard Hinault.
Die meisten Etappensiege hat Mario Cipollini aufzuweisen, der im Jahre 2003 seinen 42. Erfolg seit 1989 feiern konnte und damit den Uralt-Rekord von Alfredo Binda (41 Etappensiege) übertraf. Mit neun Siegen bei einem einzigen Giro erreichte Alessandro Petacchi 2004 einen Nachkriegsrekord.
Ältester Girosieger war Fiorenzo Magni bei seinem dritten Triumph 1955 mit 34 Jahren. Giovanni Rossignoli holte 1920 mit 37 Jahren noch einen Etappen­sieg. Jüngster Triumphator war Fausto Coppi, der bei seinem ersten Gesamt­sieg 20 Jahre zählte. Sein italienischer Landsmann Olimpio Bizzi war 1936 mit 19 Jahren der jüngste Giro-Etappensieger aller Zeiten.
Auch wenn immer wieder ausländische Fahrer siegten, so wurde die Ge­schich­te des Giro doch am Häufigsten von Italienern bestimmt – sie siegten in 65 von 91 Rennen.
Jahr
Sieger
1909
Luigi Ganna
1910
Carlo Galetti
1911
Carlo Galetti
1912
Atala
1913
Carlo Oriani
1914
Alfonso Calzolari
1919
Costante Girardengo
1920
Gaetano Belloni
1921
Giovanni Brunero
1922
Giovanni Brunero
1923
Costante Girardengo
1924
Giuseppe Enrici
1925
Alfredo Binda
1926
Giovanni Brunero
1927
Alfredo Binda
1928
Alfredo Binda
1929
Alfredo Binda
1930
Luigi Marchisio
1931
Francesco Camusso
1932
Antonio Pesenti
1933
Alfredo Binda
1934
Learco Guerra
1935
Vasco Bergamaschi
1936
Gino Bartali []
1937
Gino Bartali
1938
Giovanni Valetti
1939
Giovanni Valetti
1940
Fausto Coppi []
1946
Gino Bartali
1947
Fausto Coppi
1948
Fiorenzo Magni
1949
Fausto Coppi
1950
Hugo Koblet
1951
Fiorenzo Magni
1952
Fausto Coppi
1953
Fausto Coppi
1954
Carlo Clerici
1955
Fiorenzo Magni
1956
Charly Gaul
1957
Gastone Nencini
1958
Ercole Baldini
1959
Charly Gaul
1960
Jacques Anquetil
1961
Arnaldo Pambianco
1962
Franco Balmamion
1963
Franco Balmamion
1964
Jacques Anquetil
1965
Vittorio Adorni
1966
Gianni Motta
1967
Felice Gimondi
Jahr   Sieger
1968
Eddy Merckx
1969
Felice Gimondi
1970
Eddy Merckx
1971
Gösta Pettersson
1972
Eddy Merckx
1973
Eddy Merckx
1974
Eddy Merckx
1975
Fausto Bertoglio
1976
Felice Gimondi
1977
Michel Pollentier
1978
Johan De Muynck
1979
Giuseppe Saronni
1980
Bernard Hinault
1981
Giovanni Battaglin
1982
Bernard Hinault
1983
Giuseppe Saronni
1984
Francesco Moser
1985
Bernard Hinault
1986
Roberto Visentini
1987
Stephen Roche
1988
Andrew Hampsten
1989
Laurent Fignon
1990
Gianni Bugno
1991
Franco Chioccioli
1992
Miguel Indurain
1993
Miguel Indurain
1994
Evgenij Berzin
1995
Tony Rominger
1996
Pavel Tonkov
1997
Ivan Gotti
1998
Marco Pantani
1999
Ivan Gotti
2000
Stefano Garzelli
2001
Gilberto Simoni
2002
Paolo Savoldelli
2003
Gilberto Simoni
2004
Damiano Cunego
2005
Paolo Savoldelli
2006
Ivan Basso
2007
Danilo Di Luca
2008
Alberto Contador
2009
Denis Menchov
2010
Ivan Basso
2011
A. Contador (aberkannt)
2012
Ryder Hesjedal
2013
Vincenzo Nibali
2014
Rigoberto Urán
2015

Alberto Contador

2016

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Gino Bartali, Fausto Coppi, Fiorenzo Magni, Hugo Koblet, Jacques Anquetil, Eddy Merckx. Wer weiß, weshalb sich mir diese Namen so eingeprägt ha­ben. Denn ein wirklicher Radsport-Fan war ich nie. Aber wenn alle Welt sich für ein paar Wochen im Jahr für etwas be­geistert, wenn manche Namen immer und immer wieder in der Presse ste­hen und vom Fernsehen genannt werden, dann muss wohl etwas an ihnen dran sein. Und heute ist der „GIRO" nur noch ein Objekt meiner Nostalgie.

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