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Nachrichten aus Italien

Auf dieser Seite werden von Zeit zu Zeit interessante, überraschende, ku­rio­se bis skurrile Kurznachrichten aufgeführt, die unser südliches Nach­bar­land betreffen.

6. März 2017
Rekordtief an Geburten in Italien: Immer weniger bambini in unserem Nachbarland! Laut dem ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica / deutsch: Na­tio­nales Institut für Statistik) ka­men 2016 in Italien 474.000 Kinder auf die Welt, 12.000 weniger als 2015, was einem Rückgang von 2,4 Pro­zent bedeutet. Einzige Ausnahme ist Südtirol mit einem Geburtenwachstum von 1,34 Pro­zent. Dadurch sinkt die italienische Bevölkerung auf 60,579 Millionen Ein­woh­ner, das sind 86.000 weniger als im Vorjahr. 216.000 Italiener wanderten im vergangenen Jahr ins Ausland aus. 205.000 Ausländer erhielten die ita­lie­ni­sche Staatsbürgerschaft. Jetzt sucht die italienische Regierung nach Maß­nah­men einer gezielten Familienpolitik, um diesem Trend ent­ge­gen­zuwirken.

23. Februar 2017
Klinikpersonal machte jahrelang unentdeckt blau: Die italienische Polizei deckte ein dreistes System von Blaumacherei auf. 94 Mitarbeiter der Klinik "Loreto Mare" in Neapel hatten ihre Stechkarten von einer kleinen Gruppe von Kollegen, die tatsächlich zur Arbeit gingen, durchziehen lassen, während sie selbst blaumachten. Während der bezahlten Freizeit spielte bei­spielsweise ein Arzt Tennis, ein anderer arbeitete in einer Privatklinik, ein anderer Mitarbeiter verdiente sich als Koch in einer nahe gelegenen Gast­wirt­schaft etwas dazu. Die Ermittlungen hatten zwei Jahre gedauert. Aus Stunden und Stunden von Videoaufnahmen und Abhöraktionen und mehr als 500 Be­obachtungs- und Beschattungsaktionen konnten Tausende Fälle von Abwe­sen­heit vom Arbeitsplatz nachgewiesen werden. Dann schlug die Polizei zu. Gegen die Mitarbeiter wird ermittelt. 55 Klinikmitarbeiter, darunter ein Neu­ro­loge, ein Gynäkologe, neun Röntgentechniker und 18 Pfleger wurden bereits unter Hausarrest gestellt.

5. Februar 2017
Berühmter Schauspieler rügt Smartphone-Chatter: Während einer Theatervorstellung in Neapel im Teatro Bellini unterbrach der berühmte Schauspieler Toni Servillo ("Die große Schönheit") die Aufführung, näherte sich einem Zuschauer in der ersten Reihe und rügte ihn: "Wollen Sie nicht aufhören mit Ihrem Smartphone?" – sagte er – "Hier sind echte Menschen, nicht das Fernsehen!" Danach stieg er wieder auf die Bühne, als ob nichts gewesen wäre. Der Zuschauer in der ersten Reihe hatte ununterbrochen gechattet und Anrufe angenommen. Die Reaktion von Servillo war durchaus höflich und nach seiner Rüge erhielt der Schauspieler einen Mega-Applaus seitens der weiteren Zuschauer. "Man bräuchte einen Toni Servillo in jedem Kino und in jedem Theater", war einer der zahlreichen positiven Kommentare in den sozialen Medien.

27. Januar 2017
Wegen Stillens des Postamts verwiesen: Francesca Castelli, eine junge Mutter aus Biella (Piemont) hatte ihrem drei Monate alten Kind in einem Post­amt der Stadt die Brust gegeben. Worauf sie des Gebäudes verwiesen wurde. Stillen sei nicht erlaubt, sagte man ihr. Nur das Fläschchen geben sei erlaubt. Die junge Frau hatte davor nach einem Badezimmer gefragt, um den Kleinen zu stillen und ihm die Windeln zu wechseln. Man sagte ihr, dass man dafür nicht ausgerüstet sei, schließlich sei ein Postamt keine Bar. Fran­cesca Castelli erwähnte den Vorfall bei Facebook, was für viel Auf­re­gung sorgte. Schließlich schaltete sich die zuständige Ministerin ein. In einem Tweet kündigte sie eine entsprechende Verhaltensregel für die gesamte öffentliche Verwaltung an.

2. Januar 2017
Facebook löscht Bild von nackter Neptunstatue: Die Zensurrichtlinie von Facebook bei Nacktdarstellungen löst immer wieder Kopfschütteln und Kritik aus. Ein Bild von der Neptunstatue, dem Wahrzeichen der Stadt Bolo­gna, war von der italienischen Schriftstellerin Elisa Barbari als Werbung für ihre Webseite über Sehenswürdigkeiten der Stadt Bologna gewählt worden. Die 3,35 Meter hohe Bronzestatue Neptuns umgeben von Sirenen und Del­fi­nen steht nackt in der Mitte des Neptunbrunnens im Zentrum der Stadt. Das soziale Netzwerk löschte das Bild, weil es "sexuell explizit" sei. Ganz Italien ist empört. Ich denke, so der Kunstkritiker Philippe Daverio, dass wir einer Art ethischen Er­pres­sung weltweit nachgeben. Das Netzwerk wird zum Ort der zukünftigen Re­pression.“

29. November 2016
Die Frau, die in drei Jahrhunderten lebte: Die Italienerin Emma Morano, der einzige Mensch der Welt, der noch im 19. Jahrhundert geboren wurde, feierte ihren 117. Geburtstag. Die am 29. November 1899 im piemon­te­si­schen Ver­cel­li geborene Frau lebt in Pallanza am Lago Maggio­re, wo sie die Glück­wün­sche von Italiens Präsident Sergio Mattarella empfing. Morano schreibt ihre Langlebigkeit der Angewohnheit zu, seit ihrem 20. Lebensjahr jeden Tag zwei rohe Eier zu essen, was ihr von einem Arzt als Mittel gegen ihre Anämie emp­foh­len wurde. Seit dem Tod der US-Amerikanerin Susannah Mushatt Jones am 12. Mai 2016 gilt Emma Morano offiziell als der älteste lebende Mensch.

20. Oktober 2016
Restaurantkette darf sich nicht "Mafia" nennen: Auf Druck von Italien verbietet die EU einer spanischen Restaurantkette, die im ganzen Land 38 Lokale mit dem Namen "La Mafia" betreibt, dies zu tun. In den Restaurants der Kette hängen Bilder von Mafia-Bossen wie Vito Corleone und Al Capone an den Wänden und werden Menüs angeboten, deren Namen durch die si­zi­lianische Mafia inspiriert sind. Die Brüsseler Experten begründeten ihren Be­schluss damit, dass "Die Verbindung mit der Mafia das positive Ansehen der italienischen Gastronomie beeinträchtige". Rosy Bindi, Präsidentin der Anti- Ma­fia-Kommission im italienischen Parlament, sagte, dass man die Mafia nicht verharmlosen dürfe.

25. September 2016
62,5 % der unter 35-Jährigen wohnen bei den Eltern: 62,5 % der jun­gen Italiener wohnen noch im Hause der Eltern. Laut einer Statistik des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) gibt es in Italien fast sieben Millionen junge Men­schen zwischen 18 und 35, die noch bei ihren Eltern wohnen. In 35,5 % der Fälle handelt es sich um Studenten, 29,7 % sind arbeitslos und immerhin 31,8 % möchten lieber bei den Eltern wohnen. Trotz der Probleme mit der Ar­beitslosigkeit kann man nicht abstreiten, dass es eine typisch italienische Nei­gung der jungen Generation gibt, so lange wie möglich im Hause der Eltern bleiben zu wollen. Auch vor zwanzig Jahren, als die Wirt­schafts­kri­se noch weit weg war, wohnten 62,8 % der italienischen Männer unter 35 bei der Mutter.

28. August 2016
Faulenzerverordnung für Staatsdiener: In Italien beträgt der Anteil der Bediensteten in der öffentlichen Verwaltung 14,5 % der arbeitenden Be­völ­kerung. Das macht die schwerfällige öffentliche Verwaltung zum Brems­klotz für die Wirtschaft. Nach einer Verordnung der ita­lie­ni­schen Regierung soll sich das jetzt ändern. Mit dem Dekret wird erstmals die Kündigung von Staats­be­am­ten möglich sein. Einer der Kündigungsgründe ist nachgewiesenes Fau­len­zen. Auslöser der Reform war eine Reihe von Skandalen. Beispielsweise je­ner der Beamten des Stadtrates von San Remo, die morgens ihre Zeitkarten stempelten, nur um dann gleich wieder nach Hause zu gehen. Solche Fau­len­zer ("fannulloni") werden den Kürzeren ziehen. Die Verordnung sieht u. a. vor, dass die Bediensteten höchstens vier Jahre (mit einer möglichen ein­ma­ligen Verlängerung von zwei Jahren) ein und dasselbe Amt ausüben können. Auch soll die Orientierung an Leistung eingeführt werden.

26. August 2016
Unerhörte Worte zum Erdbeben in Mittelitalien: Seine Talkshow "Porta a porta" (von Tür zu Tür) machte aus Bruno Vespa einen der be­kann­testen Talkmaster Italiens. Vespa stellt wie kein anderer den Typ des rück­grat­losen Lakaien der Mächtigen dar. Ist die Linke an der Macht, ist Vespa ein Linker, re­giert die Rechte, ist er ein Rechter. Zu welcher Aussage er sich aber ange­sichts der Erdbebenkatastrophe in Mittelitalien hinreißen ließ, ist ungeheu­er­lich: „Das könnte ein starker Impuls für einen Auf­schwung sein. Man denke an die Mög­lich­keiten des Baugewerbes! An die Arbeitsplätze, die geschaffen werden könnten!“ Graziano Del Rio, Minister für Infrastruktur und Verkehr, übertraf noch diese hanebüchene Aussage: „Jetzt ist L'Aquila (die 2009 von einem Erdbeben zerstörte Hauptstadt der Abruzzen) die größte Baustelle Eu­ropas. Das wird das Bruttoinlandsprodukt steigern.“ Kleine Bemerkung ne­ben­bei: Erst fünf Jahre nach dem Erdbeben in L’Aquila kam der Wiederaufbau allmählich in Gang.

12. August 2016
Attentat auf Turm von Pisa vereitelt: DDer Schiefe Turm von Pisa ist das wohl be­kann­teste geneigte Gebäude der Welt und Wahrzeichen der ita­lie­ni­schen Stadt Pisa. Ein 26-jähriger Tunesier, der laut Polizei mit dem Isla­mi­scher Staat (IS) sympathisierte, wurde von den italienischen Be­hör­den wegen mutmaßlicher Anschlagspläne auf den berühmten Turm fest­ge­nom­men und des Landes ver­wie­sen. Berichten zufolge hatte der Mann in sozialen Netz­wer­ken die jüngsten islamistischen Anschläge in Europa gutgeheißen und an­ge­kün­digt, selbst ein Attentat auf die weltbekannte Tou­ris­ten­at­trak­tion der tos­ka­ni­schen Stadt zu verüben.

1. August 2016
Algenplage in Apulien: Eine Algenpest breitet sich an der Küste Apuliens rund um Bari aus. Die Alge Ostreopsis ovata löst bei Menschen zum Teil hef­tige Reaktionen aus: von Reizungen der Atemwege bis hin zu grip­pe­ähn­lichen Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit, Schüttelfrost und Haut­aus­schlä­gen. Meist bilden sich die Symptome innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag zurück und ein Gang ins Krankenhaus ist nicht erforderlich. Erkennbar ist die Alge an einem bräunlichen Schaum auf der Wasseroberfläche. Die Symptome können durch direkten Kontakt mit dem Meerwasser auftreten, aber in den meisten Fällen durch das Einatmen eines Aerosols, das sich bei starkem Wind und stürmischem Meer bildet. Nicht betroffen sind die Küsten des Gargano und rund um Taranto.

8. Juli 2016
Italien hat die niedrigste Geburtenrate der EU: Da glaube einer der Statistik! Laut "Der Spiegel" hatte 2015 bei der Zahl der Geburten pro 1000 Ein­woh­ner Deutschland die niedrigste Geburtenrate der EU. Laut den aktu­el­len Zah­len des Eurostat war aber Italien mit 8 ‰ das Land mit der ge­ring­sten Ge­bur­tenzahl. Die Statistik gilt nur für Bürger mit italienischer Staats­bürger­schaft. An der Spitze in der EU steht Irland mit 14,2 ‰, ge­folgt von Frank­reich (12 ‰) und Großbritannien 11,9 ‰). Insgesamt hat die Ein­woh­ner­zahl Italiens (wie auch die der EU) zugenommen, jedoch nur dank der hö­he­ren Geburtenrate der Einwanderer.

11. Juni 2016
Kein kaltes Bier mehr in Rimini: Italien ist für originelle Einfälle bekannt. In Rimini ist jetzt eine Verordnung in Kraft getreten, nach der in den Super­märkten und den sogenannten "minimarkets", den kleinen Ver­kaufs­stän­den, die es in Italien an jeder Straßenecke gibt, keine ge­kühl­ten alkoholischen Ge­trän­ke mehr verkauft werden dürfen. Das soll die Exzesse der sogenannten "movida" eindämmen, des lebhaften Treibens der jungen Leute in Feierlaune im öffentlichen Raum, das nicht selten in lauten Gelagen und Raufereien en­det. Denn kaum jemand möchte an warmen Sommerabenden seinen Durst mit lau­warm­em Gesöff löschen.

3. Juni 2016
Costa-Concordia-Kapitän zu 16 Jahre verurteilt: Francesco Schettino war Kapitän des italienischen Kreuzfahrschiffs Costa Concordia, als das Schiff am 13. Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio mit einem Riff kolli­dier­te, leckschlug und auf Grund ging. Bei dem Unglück verloren 32 Menschen ihr Leben. Viereinhalb Jahre nach dem Unglück bestätigte ein Berufungsgericht die 16-jährige Haftstrafe für Francesco Schettino. Das Gericht wies damit die Forderung der Anklage nach einer Erhöhung der Strafe auf 27 Jahre sowie die Forderung der Verteidigung nach einem Freispruch zurück.

28. Mai 2016
Giorgio Albertazzi gestorben: Der italienische Schauspieler und Re­gis­seur Giorgio Albertazzi
ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Al­ber­tazzi galt als ei­ne der wich­tig­sten Persönlichkeiten des ita­lie­nischen Theaters. Man nannte ihn "imperatore del teatro" (Kai­ser des Theaters). Italiens Pre­mier Matteo Renzi bezeichnete ihn in seiner Beileidsrede als "gleichzeitig klassisch und un­konventionell". Italiens Staats­präsident Sergio Mattarella ehrte ihn als einen der größten Interpreten des zeitgenössischen italienischen Kinos und Thea­ters. Im Ausland wurde er vor allem durch seine Rolle im Avantgardefilm "Letztes Jahr in Marienbad" (1961) von Alain Resnais bekannt.

14. Mai 2016
Wird eine "Mussolini" Roms Bürgermeisterin?: Zwei Enkelinnen des ita­lienischen Diktators Benito Mussolini sind im Rennen um das Bür­ger­meis­ter­amt der Stadt Rom. Die Eine, die 53-jährige Alessandra Mussolini, ist ein be­reits bekanntes Gesicht auf der politischen Bühne Italiens. Die "andere Mus­so­lini" ist Rachele Mussolini, 41 Jahre, ebenso Enkelin des italienischen Dik­ta­tors. Beide kandidieren um einen Platz im römischen Gemeinderat bei den Wahlen am 5. Juni. Alessandra saß bereits im italienischen und im EU-Par­la­ment. Die Schwestern kämpfen nicht mit-, sondern gegeneinander: Rachele unterstützt die rechte Partei "Fratelli d'Italia – Alleanza Nazionale", Ales­san­dra "Forza Italia", die ebenfalls rechtsgerichtete Partei des Expremiers Silvio Berlusconi.

1. Mai 2016
Berufungsprozess gegen Kapitän Schettino: Am Donnerstag be­ginnt in Florenz der Berufungsprozess gegen Francesco Schettino, den frühe­ren Ka­pi­tän des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia". Schettino, der noch auf freiem Fuß ist, war im Februar 2015 in erster Instanz wegen fahrlässiger Tö­tung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Gegen das Urteil hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung Berufung eingelegt. Das Kreuzfahrschiff war im Januar 2012 vor der Mittelmeer-Insel Giglio ge­gen einen Felsen gestoßen und war gekentert, wobei 32 der mehr als 4200 Menschen an Bord dabei ums Leben kamen.

2. April 2016
Mehrwertsteuerkrieg Basilikum gegen Oregano: Vor zehn Jahren hatte das italienische Finanzamt, um den Bauern und den Soßenherstellern zu hel­fen, eine geringere Mehrwertsteuer von nur 4 % für Kräuter eingeführt. Unter anderem für Basilikum, Salbei und Rosmarin. Den Oregano hatte man of­fen­sichtlich vergessen. Für diesen blieb es bei den allgemeinen 22 %. Die Sena­torin Venera Padua (Sizilien) brachte den Fall jetzt wieder auf. Sie sah die sizilianischen Bauern im Nachteil. So wurde von der italienischen Regierung eine Gesetzesvorlage eingebracht, nach der die Mehrwertsteuer angeglichen werden sollte, auf 10 %, denn diesen Prozentsatz fordert – unter Androhung von Disziplinarstrafen – die Europäische Union. In Ligurien ist man besonders darüber verärgert, dass der Streit die EU erst wieder auf die niedrige Mehr­wert­steuer für Kräuter aufmerksam gemacht hat. Man fürchtet um das gute Geschäft mit dem Pesto.

17. März 2016
Referendum gegen Ölbohrungen im Mittelmer: Am 17. April wird in Italien ein Referendum über die Erdöl- und Erdgasförderung in Italien ab­ge­stimmt. Neun Regionen, die das Referendum gemeinsam mit der Fünf-Sterne-Bewegung, Legambiente, Greenpeace und anderen Umwelt­schutz­grup­pen so­wie Teilen des PD (Renzis Partito Democratico) vorantreiben, haben der Er­schlie­ßung neuer Öl- und Gasfelder vor Italiens Küsten den Kampf angesagt. Die Initiatoren rufen zur Aufhebung zweier Gesetze auf, die auch innerhalb von 12 Seemeilen von der Küste Ölbohrungen erlauben. Die Regierung Renzi will den Regionen die Verantwortung für die Energie- und Infrastrukturpolitik ganz entziehen. Betroffen wäre u. a. auch eine Plattform nahe den Tre­mi­ti-Inseln (Apulien), die den Umweltschützern ein besonderer Dorn im Auge ist.

4. März 2016
Tausende Journalisten wurden von Mafia bedroht: Aus einem Bericht der parlamentarischen Anti-Mafia-Kommission geht hervor, dass seit 2006 mehr als 2000 italienische Journalisten wegen ihrer Berichterstattung von der Mafia bedroht wurden. Bedroht wurden nicht nur Journalisten in dem von der Mafia kontrollierten Süden. Auch im Norden, wo das organisierte Verbrechen bereits tiefe Wurzeln im Wirtschaftssystem hat, sind Reporter oft im Visier der Mafia. Zu den bekanntesten Fällen zählt der von Michele Albanese. Weil er aufdeckte, dass eine kirchliche Prozession mit Marienstatue einem Mafia­boss eine Ehrenbezeugung erwies, muss er um sein Leben fürchten. Alba­ne­se, Mitarbeiter der Tageszeitung "Quotidiano del Sud", wurde deshalb – wie die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" berichtete – unter Polizei­schutz gestellt und bekam ein gepanzertes Fahrzeug.

19. Februar 2016
Umberto Eco gestorben: Umberto Eco war ein italienischer Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler und wohl der bekannteste zeit­genössische Semiotiker (Semiotik ist die allgemeine Theorie vom Wesen, von der Entstehung und vom Gebrauch von Zeichen). Weltberühmt wurde er ins­besondere durch seine Romane, allen voran "Der Name der Rose" (1980), der auch erfolgreich verfilmt wurde. Nun ist Umberto Eco im Alter von 84 Jahren gestorben. Weitere Werke wie "Das Foucaultsche Pendel" (1988), "Die Insel des vorigen Tages" (1994) und "Baudolino" (2000) wurden ebenso in­ter­nationale Bestseller. Matteo Renzi, Italiens Ministerpräsident, würdigte Eco als ein außergewöhnliches Beispiel eines europäischen Intellektuellen. Sein Tod sei, so Renzi, ein "enormer Verlust" für die Kulturwelt.

28. Januar 2016
Rom verhüllt nackte Statuen wegen Rohani: Der iranische Präsident Hassan Rohani wurde vom italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella und vom Ministerpräsidenten Matteo Renzi in Rom empfangen und nahm an einem Wirtschaftsforum mit zahlreichen Gästen teil. Aus vermeintlichem Res­pekt für die iranische Kultur und den iranischen Glauben haben die Be­hör­den in Roms Kapitolinischen Museen vorsorglich mehrere nackte Statuen verhüllt. Außerdem soll nach Angaben der Medien beim Abendessen mit Rohani auch kein Wein serviert worden sein. Zahlreiche italienische Politiker zeigten sich empört und bezeichneten dieses Vorgehen als Schwachsinn und als eine "lä­cherliche Unterwerfung" gegenüber dem Islam. Die Perspektive von milliar­den­schwe­ren Wirtschaftsverträgen wird wohl der Auslöser gewesen.

15. Januar 2016
Italien vermietet Leuchttürme: Die meisten Leuchttürme in Italien sind italienisches Nationaleigentum. Jetzt hat die "Agenzia del Demanio", die Be­hörde, die Italiens Staatsimmobilien verwaltet, beschlossen, elf Leucht­türme an Investoren für 50 Jahre zu vermieten, wenn diese den alten Gemäuern neues Leben einhauchen. Die Investoren sollen die Immobilien restaurieren und zu Hotels mit komfortabler Ausstattung umbauen. Bisher hat die Agentur 39 Vorschläge erhalten. Auch Umweltverbände befinden sich darunter. Damit will der italienische Staat den "Valore Paese" (Wert des Lan­des) erhöhen und damit auch kräftig Geld verdienen.

6. Januar 2016
Silvana Pampanini gestorben: Die Schauspielerin starb im Alter von 90 Jahren. Mit ihren üppigen Kurven galt sie vor allem in den 1940er und 1950er Jah­ren - noch vor Gina Lollobrigida [] und Sophia Loren [] als das ita­lie­nische Sex­symbol schlechthin. Sie galt als die erste "maggiorata" [] des ita­lie­ni­schen Films. Die gebürtige Römerin drehte mit fast allen großen Lein­wand­stars ihrer Zeit, wie Alberto Sordi, Vittorio De Sica, Marcello Mastroianni, Nino Manfredi, Vittorio Gassman, Walter Chiari, Amedeo Nazzari, Raf Vallone, Mas­simo Girotti, Ugo Tognazzi [] und Totò [].

5. Januar 2016
Demografie-Alarm in Italien: Italien schrumpft weiter. Laut dem ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica / deutsch: Nationales Institut für Statistik) ka­men in Italien im Jahr 2015 weniger als 500.000 Kinder auf die Welt, was ein neuer Negativrekord ist. Im Jahr zuvor waren es noch 509.000. Diese Tat­sa­che wird die Sozialsysteme massiv unter Druck setzen. Die fort­schrei­ten­de Über­alterung der Bevölkerung wird langfristig auch zu einem dramatischen Rückgang des Wirtschaftswachstums führen. In Italien ist der Anteil der Se­nioren mit mehr als 20 Prozent sehr hoch.

19. Dezember 2015
Christbaumdiebstahl weckt Hilfsbereitschaft: In Cuorgné (Piemont) hat­ten zwei finanziell bedürftige Elternpaare einen voll­ge­schmückten Christ­baum, der vor einem Geschäft stand, für ihrer Kinder gestohlen. Sie hatten den Baum aufs Autodach geladen und sich entfernt. Passanten hatten die Straftat beobachtet und die Polizei benachrichtigt. So wurden die Täter kurz darauf von einer Carabinieri-Staffel festgenommen und wegen schweren Diebstahls angeklagt. Es kam dennoch zu einem Happy End: Als die Cara­bi­nieri nämlich von der offensichtlichen Bedürftigkeit der beiden Familien erfuhren, bekamen sie Mitleid und starteten eine spontane Geldsammlung. Mit deren Er­lös kauften sie den Kindern einen Christbaum und eine Reihe Weihnachts­geschenke.

27. November 2015
Zenturionen in Rom verboten: "Centurioni" ("Zenturionen"), so werden die Männer genannt, die als römische Soldaten verkleidet in der Ewigen Stadt – haupt­sächlich vor dem Kolosseum, aber auch in der Nähe von anderen Se­hens­wür­dig­kei­ten – für Fotos mit Touristen posieren. Jetzt, vor dem Start des "Jahres der Barmherzigkeit", hat Roms Interimsbürgermeister Tronca die zahl­rei­chen "falschen Zenturionen" vor den Denkmälern der Stadt verboten. Die Maßnahme sei aus Sicherheitsgründen notwendig, denn die "Zenturionen" würden sich oft aufdringlich oder gar aggressiv verhalten.

14. November 2015

Spitzenrestaurant im Knast: InGalera (ImKnast) ist ein ganz besonderes Restaurant. Hier bekommen Gäste die einmalige Chance, ein Gourmetessen hinter Gittern zu genießen. Köche und Kellner sind allesamt Inhaftierte des Mailänder Gefängnisses Bollate, einer Haftanstalt, die schon seit Längerem für seine vorbildlichen Methoden bekannt ist. Zugelassen sind nur die po­ten­ziell weniger gefährlichen Straftäter, die nur kleine Delikte begangen haben, sagte Silvia Polleri, die Präsidentin der sozialen Organisation ABC Catering, die das Restaurant betreibt. Nur der Chefkoch und sein Oberkellner leben außerhalb der Anstalt. Dieses Pilotprojekt hat das Ziel, den Häftlingen eine einmalige Chance der Rehabilitation durch Arbeit zu bieten. Bis zu 50 Gäste können im Restaurant mittags und abends von Montag bis Samstag essen.

27. Oktober 2015

Schädigt Pesto die Umwelt?: Die weltberühmte Basilikum-Sauce [] aus Ligurien soll laut Jonathan C. Slaght, Mitglied der Wildlife Conservation So­ciety, die Wälder im Osten Russlands gefährden. Denn neben Basilikum und Knoblauch sind Pinienkerne ein wichtiger Bestandteil des Pesto. Und weil die Kerne der europäischen Pinie wegen der extrem großen Nachfrage sehr teuer sind, importiert man immer mehr Pinienkerne der Korea-Kiefer, welche gro­ßenteils im Osten Russlands an der Grenze zu China wächst. Am Höhepunkt der Erntesaison sind die dortigen Wälder von Abertausenden von Sammlern bevölkert. Weil aber die Pinienkerne als Nahrung für die dortigen Vögel, Eich­hörnchen, Rothirsche, Wildschweine und Schwarzbären dienen, helfen sie die­sen Tieren, in den strengen Wintern zu überleben. Das gesamte Öko­system dieser Wälder riskiert, so Slaght, zu kollabieren.

22. Oktober 2015

Drückebergerei in der Gemeinde San Remo: Die Spatzen pfiffen es von den Dächern. Jeder zweite Gemeindeangestellte in der ligurischen Stadt San Remo bleibt öfters unentschuldigt dem Arbeitsplatz fern. Das war längst kein Geheimnis mehr. Jeder wusste, dass zahlreiche Angestellte der Gemeinde während der Bürozeit zum Einkaufen ging, zum Kaffeetrinken in eine Bar oder zum Flanieren über den eleganten Corso Garibaldi. Mancher widmete sich sogar dem Rudersport. Am 22. Oktober rückte dann die "Guardia di Fi­nan­za" (Finanzpolizei) mit 60 Polizeifahrzeugen zu einer Razzia aus. Alle Ge­mein­de­ge­bäude wurden blockiert, nicht einmal Hochzeitspaare durften die Tore des Rathauses passieren. Ergebnis: 35 Festnahmen und 195 Anzeigen. "Die Flucht von den Schreibtischen ist ein Massenvergehen", so ein Sprecher der Polizei.

17. Oktober 2015
Starbucks will Italien erobern: Howard Schulz, Geschäftsführer von Star­bucks, hatte die Idee zu seinen Coffeshops 1983 in Mailand. Und von dieser Stadt aus will der Coffeeshop-Riese aus Seattle nun Italien erobern. Laut ei­nem Bericht der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" könnte bald die erste Filiale in Mailand eröffnet werden. Die Formel, die dazu führen soll, dass das Unternehmen im Land des "Caffé" Fuß fasst, soll das digitale An­ge­bot sein. Es sollen zunächst Standorte im Geschäftsviertel der Stadt aus­ge­sucht werden, die als Treff für Bänker, Rechtsanwälte und Unternehmer be­son­ders geeignet sind. Letzteren soll vor allem ein guter Internetzugang an­geboten werden. Ein Angebot, das bis heute in Mailand nicht leicht zu fin­den ist. Seit einem Jahr laufen Gespräche zwischen dem Unternehmen und dem italienischen Geschäftsmann Antonio Percassi. Eine erste Vereinbarung könn­te noch vor Weihnachten unterzeichnet werden.

8. Oktober 2015
Italien wieder größter Weinproduzent der Welt: 2015 war ein gutes Jahr für Italiens Weinproduzenten! Erst im September hatte die Kellerei "Can­tine Ferrari" in Trient den Titel von "Sparkling Wine Producer of the Year" ge­wonnen. Jetzt kam die Ankündigung, dass Italien wieder der größte Wein­pro­du­zent der Welt ist. Nach der schlechten Ernte von 2014 hatte Italien den Ti­tel als größter Weinproduzent der Welt an Frankreich abgeben müssen. Die­ses Jahr ist der Titel wieder in Italien zurück. Demnach liegt Italien mit einer Produktionsmenge von 48,8 Mio. hl in der Rangliste der weltgrößten Wein­pro­du­zenten vor Frankreich (mit 46,45 Mio. hl) und Spanien (mit 36,6 Mio. hl).

12. September 2015
Flavia Pennetta triumphiert bei den US Open: Die Nachrichten über­schlagen sich. Nach der Sensation des Sieges der Außenseiterin Roberta Vinci gegen Serena Williams fand am Samstag das Duell der Über­ra­schungs­fi­na­lis­tinnen bei den Tennis-US-Open in New York statt. Der Sieg ging relativ klar an Flavia Pennetta. Die 33-Jährige besiegte im ersten rein italienischen Finale der Grand-Slam-Geschichte die 32-jährige Roberta Vinci 7:6(4), 6:2. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt gab die erste Italienerin, die das ame­ri­ka­nische Grand-Slam-Turnier gewann, bei der Siegerehrung ihren Rücktritt zum Jahresende bekannt. "Ich habe vor einem Monat die Entscheidung ge­troffen, meine Karriere zu beenden".

11. September 2015
Italienerin besiegte Serena Williams bei den US Open: Die US-Ame­ri­ka­nerin Serena Williams, Titelverteidigerin und Nummer 1 der Tennis-Welt­rang­liste wurde im Halb­finale der US Open in New York beim Versuch, auch das vierte der größten Tennisturniere in diesem Jahr zu gewinnen, von der Ita­lie­nerin Roberta Vinci mit 2:6,6:4,6:4 besiegt. Damit kommt es zu einem his­to­ri­schen rein italienischen Endspiel gegen Flavia Pennetta, die zuvor, eben­falls überraschend, Simona Halep deutlich mit 6:1, 6:3 geschlagen hatte. Beide Tennisspielerinnen stammen aus Apulien. In Apulien ist eine Welle der Begeisterung ausgebrochen, denn eines ist sicher: Der US-Open-Pokal 2015 kommt nach Apulien!

3. September 2015
Antimafia-Tag in Rom: In Piazza Don Bosco in Rom, wo am 20. August das Edelbegräbnis für den Mafiaboss Vittorio Casamonica stattgefunden hatte, fand ein großer Fackelumzug gegen die Mafia statt. Bei der genannten Trau­er­feier hatten sechs schwarze irische Rösser eine pompöse Kutsche mit dem Sarg von Vittorio Casamonica zur Kirche San Giovanni Bosco gezogen. Ihm war ein Rolls-Royce gefolgt, während drei Pickups die Kränze gebracht hat­ten. Ein Hubschrauber hatte rote Rosen auf den Sarg regnen lassen. In der Kirche hatte der Priester geäußert, dass "Jesus unseren Bruder mit offenen Armen empfangen werde." Bürgermeister Ignazio Marino machte es deutlich: "Wir haben die Nazis und die Faschisten verjagt, wir werden auch die Mafiosi aus der Stadt vertreiben." Dennoch wurde Marino auch mit einem Pfeif­kon­zert empfangen: "Schande!" und "Wo warst du am 20. August? Thun­fi­sche fi­schen?" wurde ihm u. a. zugerufen.

15. August 2015
Parmesanhersteller wollen Pornoseite verklagen: Der Dachverband der italienischen Parmesanhersteller "Consorzio del Formaggio Parmigiano-Reggiano" denkt darüber nach, die kanadische Pornowebsite Pornhub zu ver­klagen. Die Porno-Seite bewirbt seit einiger Zeit ihr kostenpflichtiges "Pre­mium"-An­gebot mit Werbeclips. In einem dieser Clips ist ein Paar beim Ein­kaufen zu sehen, das sich über die Wahl des richtigen Produkts beratschlagt. "Warum nehmen wir nicht diesen alten Parmigiano Reggiano? Der ist schließ­lich das Pornhub-Premium-Abo unter den Käsesorten". Die Anwälte des "Con­sorzio" forderten das Sexportal dazu auf, die Verbreitung des Clips un­ver­züg­lich einzustellen, weil der Begriff Parmigiano Reggiano [] eine geschützte Ur­sprungsbezeichnung ist. Der Werbespot sei auch als "Beleidigung für die Produzenten und ihre Arbeit" zu sehen.

4. August 2015
Viele sizilianische Priester unterstützen die Mafia: Der sizilianische Kirchenrechtler und Bischof von Mazara del Vallo (Sizilien) Domenico Moga­vero, der sich für die Seligsprechung des im Jahr 2000 von der Mafia er­mor­deten Priesters Padre Pino Puglisi ein­setzte, hat die Nähe mancher Priester zur Mafia in einem Interview mit der Tageszeitung "La Stampa" scharf kri­ti­siert. Es gebe noch zu viele Priester, die so tun, als sähen und wüssten sie nichts, besonders in den Dörfern. Mit diesem Verhalten beschmutzten diese Kirchenmänner das Opfer jener Priester, die von der Mafia wegen ihres Wi­derstands ermordet wurden.

23. Juli 2015
Berlusconi Wirtschaftsminister in Russland?: Der von zahl­reichen Jus­tiz­problemen belastete frühere italienische Premier Silvio Berlus­co­ni möchte gerne russischer Staatsbürger werden. Die Turiner Tageszeitung La Stampa berichtete von einem Abendessen im Restaurant Consolini in Rom, wo der 78-jährige Berlusconi in Anwesenheit aller Abgeordneten seiner Partei Forza Italia behauptete, dass sein Freund Putin bereit sei, ihm die russische Staats­bürgerschaft zu verleihen und ihm den Posten des Wirt­schafts­ministers an­zuvertrauen.

20. Juli 2015
Modeschöpfer Elio Fiorucci gestorben: Der berühmte italienische Mode­de­signer Elio Fiorucci ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das gleich­na­mige Modehaus wurde vor allem für seine eng anliegenden Jeans bekannt und ge­hörte zu den Kultmarken der 1970er-Jahre. Die Idee für seine innovativen Stretch-Jeans kam ihm bei einer Reise nach Ibiza, wo ihm aufgefallen war, dass nasse Jeans den Frauenkörpern sehr schmeichelten.

14. Juli 2015
Dantes Grab wird unter Schutz gestellt: Das berühmteste Werk des ita­lienischen Nationaldichters Dante Alighieri (1265 - 1321) [] ist "Die Gött­liche Ko­mö­die". Die "Commedia" schildert eine Reise durch die drei Reiche des Jen­seits, die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies. Im neunten Kreis der Hölle begegnet Dante den Glaubensspaltern und Zwietrachtstiftern, zu denen er auch den Stifter des Islam, Mohammed, und seinen Schwiegersohn Ali zählt. Nach dem Anschlag auf das italienische Konsulat in Kairo wurde nun aus Angst vor fundamentalistischen Attentaten eine strenge Überwachung von Dantes Grab in Ravenna angeordnet.

29. Juni 2015
Polnischer Schinken als italienische Markenware verkauft: In Villa­ricca (Neapel) ist ein geheimes Labor aufgeflogen, in dem Schinken aus Polen entbeint und mit Markenzeichen von italienischen Unternehmen ge­kenn­zeich­net wurde, wodurch die tatsächliche Herkunft der Ware verschleiert wur­de. Eines der gefälschten Markenzeichen war "Prosciutto di Parma sta­gio­nato italiano", das nur nach strengen Regeln der Produktionsbestimmungen ver­ge­ben werden darf. Unter anderem müssen die Schweine aus Zucht­be­trieben in Nord- und Mittelitalien stammen. Zwei Personen wurden wegen betrü­ge­ri­scher Handlung bei einer Handelstätigkeit, umbefugtem Großhandel von Le­bens­mitteln und Verstoß gegen Gesundheitsnormen angezeigt.

2. Juni 2015
Drei Jahre Haft für Diebstahl einer Zigarette: Ein dreißigjähriger Mann aus Forlì (Emilia-Romagna) wurde in erster Instanz von einem Einzelrichter in Strafsachen zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er einem anderem Mann, der ihm davor eine Zigarette verweigert hatte, die Zigarette aus dem Mund ge­ris­sen hatte. Der Richter stufte die Tat als Raubüberfall ein. Das Pikante an der Geschichte ist, dass es sich bei dem Angeklagten um einen Rom handelte, weshalb das Ver­halten des Richters in den Verdacht des Rassismus gerät.

23. Mai 2015
Südtirol hisst nicht die italienische Fahne: Zum 100. Jahrestag der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn gab es eine Anordnung des Ministerratspräsidiums in Rom, an allen öffentlichen Gebäuden die Trikolore aufzuhängen. Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher will aber bei den am Sonntag geplanten Gedenkfeiern an Gebäuden, die in seine Zu­stän­digkeit fallen, keine italienischen Fahnen hissen. "Der Beginn eines Krieges ist kein Anlass, um zu feiern", erklärte er. Bozens Bürgermeister Luigi Spagnolli teilte mit, dass er die italienische Fahne am Sonntag zwar hissen werde, aber nur auf halbmast. Aber auch in Venetien gibt es Wider­stand. Die Vereinigung Veneto Lion hat dazu aufgerufen, am 24. Mai keine ita­lie­nische Trikolore aus­zuhängen, sondern die Fahne Venetiens mit Trauer­flor.

17. Mai 2015
Moschee-Gegner betreibt eigene Moschee: Doppelte Über­ra­schung für die Polizeibeamten in Bergamo (Lombardei), als sie eine Wohnung im Zen­trum der Stadt überprüften. Sie entdeckten einerseits, dass die Wohnung als Moschee zweckentfremdet worden war, andrerseits, dass der Eigentümer Rey Brembilla war, Wahlkandidat bei den Gemeinderatswahlen in Bergamo, und zwar bei der Partei "Fratelli d’Italia - Alleanza Nazionale" (Brüder Italiens - Nationale Allianz), einer nationalkonservativen rechtsgerichteten Partei, die sich vehement gegen den Bau einer Moschee in Bergamo enga­giert. Die Wohnung diente offiziell als Sitz des Kulturvereins Al Madinah.

9. Mai 2015
Belgier verklagt Venedig wegen Preisdiskriminierung: Wegen der un­ter­schiedlichen Preise für Touristen und Einheimische reichte ein bel­gi­scher Staatsbürger bei der EU-Kommission eine Klage gegen die Gemeinde Ve­ne­dig ein. Die Preisdiskriminierung sei eine Verletzung der Artikel 12 und 49 der EU-Verträge, die Preisdiskriminierungen unter EU-Bürgern verbieten. Um ein Bei­spiel zu nennen: Ein Tourist muss für eine Fahrt mit dem Va­po­ret­to 7 Euro zahlen, ein Venezianer nur 1,4 Euro. Die Venezianer verteidigen ihre Preis­po­litik mit den hohen Kosten, die die Touristen der Lagunenstadt verursachten.

8. Mai 2015
Keine Pension mehr für Berlusconi: Gemeint ist die Parlamentarier-Pen­sion. Die vom italienischen Parlament beschlossene Maßnahme betrifft Volks­vertreter, die zu Haftstrafen von über zwei Jahren in letzter Instanz ver­ur­teilt wurden. Der Beschluss wurde von der Demokratischen Partei (PD) von Re­gie­rungs­chef Matteo Renzi begrüßt. Silvio Berlusconi ist dabei in bester Ge­sell­schaft. Nur um einige zu nennen: Marcello Dell’Utri (Abgeordneter, Se­na­tor und Mitglied des Europäischen Parlaments, verurteilt wegen Mafia-Kon­tak­te), Toni Negri (verurteilt wegen Unterstützung der Roten Brigaden) und Ar­naldo Forlani (wegen Schmiergeldaffäre).

17. April 2015
Gericht gibt Uber-Fahrerin recht: Am 6. Dezember 2014 war in Turin ei­ner Uber-Fahrerin (UberPop ist ein Online-Vermittlungsdienst von Fahr­gäs­ten an private Fahrer zur Personenbeförderung) das Auto beschlagnahmt worden und der Frau der Führerschein entzogen, weil sie kei­ne konzes­sio­nier­te Ta­xi­fahrerin war. Jetzt gab ein Richter der Frau, die Einspruch erhoben hatte, recht mit der Be­grün­dung, dass die Dienstleistung von UberPop eine völ­lig andere sei als jene eines Taxis, und somit Artikel 86 der Straßen­ver­kehrs­ord­nung (betr. Genehmigung des Taxidienstes) nicht anwendbar sei.
Als Pro­test traten die Turiner Taxifahrer in den Streik und drohten mit der Blo­ckade der Ausstellung des Grabtuchs Christi, die vom 19. April bis zum 24. Juni 2015 vorgesehen ist.

2. April 2015
Bilanzfälschung wird in Italien wieder strafbar: Die Regierung von Sil­vio Ber­lusconi – der 2002 wegen Bilanzfälschung unter Anklage stand – hatte im selben Jahr ein Gesetz verabschiedet, dem zufolge Bilanzfälschung nicht mehr als Delikt, sondern als Ordnungswidrigkeit eingestuft werden soll­te. Die Bilanzfälschung wurde damit praktisch straffrei gestellt. Jetzt hat der italie­ni­sche Senat einen Gesetzentwurf verabschiedet, mit dem das Vergehen der Bilanzfälschung wieder eingeführt wird. Das von der Regierung des Pre­miers Matteo Renzi entworfene Gesetz wurde mit 165 Stimmen gegen 74 und 13 Stimmenenthaltungen verabschiedet. Es muss noch von der Abgeord­ne­ten­kammer abgesegnet werden. Bilanzfälschung wird in Zukunft mit Strafen bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden.

8. März 2015
Vater in Haft, weil er Töchter zu gesundem Essen zwang: Weil er sei­ne beiden Töchter zum Abnehmen gezwungen hatte, wurde ein Vater zu neun Monaten Haft verurteilt. Der Mann aus Turin (Piemont) muss deshalb ins Ge­fäng­nis, weil er seine Töchter zu übertriebenem Sport und gesundem Essen ge­zwun­gen hatte. Er hatte sie jahrelang dazu genötigt, Ski auf Wett­kampf­ni­veau zu fahren und makrobiotische Kost zu essen. Ständig warf er ihnen vor, "zu fett" zu sein. Seine Frau, von der er getrennt lebte, hatte ihn angezeigt. Ein Gericht in Turin hat ihn schließlich wegen Misshandlung verurteilt.

26. Februar 2015
Giacomo Rondinella gestorben: Der im Ausland weniger bekannte Sän­ger und Schauspieler war der Erste, der das berühmte Lied "Ma­la­fem­mena" von Antonio de Curtis (Totò) auf­nahm, dem er größtenteils seine Bekanntheit ver­dankt. Rondinella ist es hingegen zu verdanken, dass zwei später sehr be­kannt gewordene Schauspielerinnen entdeckt wurden: Virna Lisi [] und Ma­risa Allasio. Seine Filmkarriere war auch sehr er­folg­reich, wenn auch meis­tens mit nicht oscarverdächtigen Herz-Schmerz-Fil­men. Dennoch spielte er mehrmals auch in anspruchsvollen Filmen wie Ro­ber­to Rossellinis "Dov'è la libertà" oder Leo­nardo Corteses "Violenza sul Lago".

13. Februar 2015
Italien stürzt im Ranking der Pressefreiheit ab: Der Jahresbericht von "Reporter ohne Grenzen" verzeigt eine weltweite Zunahme von Verstößen ge­gen die Pressefreiheit. Während die skandinavischen Länder besonders gut abschneiden (Finnland, Norwegen und Dänemark befinden sich auf den ers­ten drei Plätzen), ist Italien auf Platz 73 abgestürzt, weil dort Journalisten we­gen Mafia-Drohungen, Anschlägen und unbegründeten Ver­leum­dungs­kla­gen massiv unter Druck gesetzt werden. Aber auch die Struktur der italienischen Medienlandschaft spielt eine große Rolle. Der italienische Zeitungsmarkt ist unter nur vier Gruppen aufgeteilt, darunter das Medienimperium von Ber­lus­coni. Ebenso herrscht auf dem italienischen Radio- und Fernsehmarkt eine im eu­ro­päischen Vergleich enorme Konzentration von Medienanbieten.

7. Februar 2015
Politiker nach Orang-Utan-Beleidigung nicht angeklagt?: 2013 hatte Roberto Calderoli, Politiker der rechtspopulistischen Partei Lega Nord, auf ei­ner Parteiveranstaltung erklärt, Integrationsministerin Cécile Kyenge, die ers­te italienische Ministerin afrikanischer Abstammung, habe "Ähnlichkeit mit ei­nem Orang-Utan“. Obwohl sein Rücktritt als Vizepräsident des Senats ge­for­dert wurde und die Staatsanwaltschaft Bergamo Anklage wegen ras­sis­ti­scher Diskriminierung gegen Calderoli erhob, blieb seine rassistische Äu­ße­rung ohne Konsequenzen. Vor einigen Tagen hat der Immunitäts­auss­chuss des italienischen Senats auch mit den Stimmen des Partito Democratico von Mi­nis­ter­präsident Renzi die Ermächtigung zur Strafverfolgung mit der Be­grün­dung abgelehnt, die Äußerung Calderolis sei beleidigend, aber nicht ras­sistisch gewesen. Nun scheint sich aber bei einigen Abgeordneten des PD Widerstand zu melden.

24. Januar 2015
Unterricht auf Englisch an der TU-Mailand untersagt: Der Hoch­schul­rat des Polytechnikum Mailand, einer der größten technischen Univer­si­tä­ten Ita­liens, hatte im Mai dieses Jahres beschlossen, dass im weiter­füh­ren­den Stu­dium künftig ausschließlich auf Englisch unterrichtet werden sollte. Die Pro­fes­soren wehrten sich: Sie sprachen von einer "Sprach-Diktatur" und legten Beschwerde beim Regionalen Verwaltungsgericht ein. Dieser entschied nun gegen das Projekt. Es sei eine Lösung, welche die italienische Sprache aus­gren­ze. Professoren und Studenten zu zwingen, die Sprache zu wechseln, sei eine nicht zulässige Beschneidung ihrer Freiheit, die gegen die italienische Verfassung verstoße. Die Werte der italienischen Kultur würden dadurch zu­gunsten der Internationalisierung geopfert.

12. Januar 2015
Rauchverbot auf Italiens Stränden?: Rauchen ist in Italien seit zehn Jah­ren in allen der Öffentlichkeit zugänglichen Räumlichkeiten, wie Res­tau­rants, Bars, Diskotheken und Büros verboten. Das Gesetz war sehr er­folg­reich: Die Zahl der Raucher ist in diesem Zeitraum von 23,8 Prozent auf 19,5 Prozent gesun­ken. Nun will Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin eine Ver­schär­fung des gel­tenden Rauchgesetzes durchsetzen. So soll in Zukunft Rauchen auch in Parks, auf Stränden und in Autos mit Kindern an Bord verboten werden.

10. Januar 2015
Meisterregisseur Francesco Rosi gestorben: Der italienische Regisseur Francesco Rosi ist im Alter von 92 Jahren in Rom gestorben. Rosi verfolgte über Jahre hinweg das für ihn wichtigste Thema: die Korruption und die Ver­flech­tung der italienischen Politik und Wirtschaft mit der Mafia. Sein berühm­tes­ter Film war zweifelsohne "Hände über der Stadt", der 1963 in Venedig den Goldenen Löwen erhielt. Rosis künstlerisches Vermögen war äußerst viel­sei­tig. So gilt seine 1984 realisierte Version der Oper "Carmen" von Bizet als Meilenstein in der Geschichte des Musikfilms.

31. Dezember 2014
83,5 % der römischen "Vigili" zu Silvester krankgemeldet: Für die Silvesternacht meldeten sich 83,5 % der eingeteilten "vigili urbani" (Stadt­po­lizisten) krank, bzw. wegen Blutspenden oder anderen Gründen ab! Das lag aber nicht daran, dass sich die Ordnungshüter in Ruhe auf die Silvesterfeier einstimmen wollten, sondern an einem Streit zwischen der Stadt und den Ge­werkschaften über die zukünftigen Gehälter der Ordnungskräfte und eine ge­plante Rotation, nach der Polizisten öfter versetzt werden dürften. Bürger­meis­ter Ignazio Marino kündigte harte Konsequenzen an. "Er schließe keine Entlassungen aus", sagte er. Auch Italiens Regierung um Ministerpräsident Matteo Renzi reagierte mit Empörung.

18. Dezember 2014
Virna Lisi gestorben: Die italienische Filmschauspielerin Virna Lisi ist tot. Sie starb am Donnerstag nach schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren. Lisi erlangte in den 1960er Jahren auch in Hollywood Ruhm, unter anderem an der Seite von Tony Curtis in "Finger weg von meiner Frau“ und mit Jack Lemmon in "Wie bringt man seine Frau um". Sie war eine perfekte Schönheit, aristokratisch und kühl. Sie galt als die "Marilyn des italienischen Kinos.

5. Dezember 2014

Schulleiter verbietet die Aufstellung einer Weihnachtskrippe: Der Direktor der Volksschule De Amicis im norditalienischen Bergamo hat einem Lehrer verboten, eine Weihnachtskrippe in seiner Klasse aufzustellen. Man dürfe Kinder anderer Religionen nicht diskriminieren, betonte laut der Ta­ges­zeitung "Corriere di Bergamo“ der Direktor, zumal es in den Schul­klas­sen zwi­schen 30 und 50 Prozent Ausländer gebe. Das Verbot löste empörte Reak­tio­nen in ganz Italien aus. "Dieses Verbot ist absurd. Warum sollen Kinder un­ab­hän­gig von ihrer Religion nicht die Freude erleben, die mit Weihnachten ver­bunden ist?", fragte der Chef der (populistischen) Lega Nord, Matteo Sal­vini. Der Schuldirektor ließ sich von den Protesten nicht beeindrucken. "Die öf­fent­liche Schule darf in keiner Weise diskriminierend sein", betonte er.


1. Dezember 2014

Illegal errichtetes Hotel bei Sorrento abgerissen: Italiens Küsten sind seit dem Bauboom der frühen Nachkriegsjahre längst stark verbaut. Ohne Baugenehmigung errichtete Hotels, Touristensiedlungen oder private Villen verschandeln überall die Küste []. Die Bauten verstoßen in der Regel ge­gen zahlreiche Naturschutzbestimmungen und Gesetze. In den seltensten Fällen werden diese Bauten aber abgerissen. Korruption, Ineffizienz der Behörden und ein im­mer wieder ge­währter "condono", eine Art Amnestie für alle Bau­sün­der, konnten es bisher verhindern. Ob die Behörden jetzt ernst machen? Am Wochenende wurde immerhin in Vico Equense (Sorrento) ein vor 50 Jah­ren errichteter Rohbau eines riesigen Hotels abgerissen. Das sogenannte "ecomostro" (Öko-Monster) von Alimuri ver­schan­delte seit Jahrzehnten die Küste.


27. November 2014
90 % des Falschgeldes kommt aus Neapel: 80 bis 90 Prozent der in Eu­ropa, Nordafrika und in anderen Ländern in Umlauf gebrachten gefälschten Bank­noten wer­den in Neapel oder der Region Kampanien hergestellt. Haupt­sächlich Euro, aber auch US-Dollar. Experten bezeichnen die 20-Euro-Scheine aus neapolitanischer Fertigung als kleine Meisterwerke. Seit 2002 wurden in Europa etwa fünf Millionen Blüten sichergestellt. Es wird geschätzt, dass fünf­mal mehr noch im Umlauf sind. Der sogenannten "Napoli Group" soll es sogar gelungen sein, in Deutschland 300-Euro-Scheine zu platzieren. Dass die Stadt Neapel eine lange Fälschertradition hat, ist seit Langem bekannt. Auch das Kino hatte sich bereits in den 1950er-Jahren des Themas angenommen. Im Film "La Banda degli onesti" (1956) unternimmt Neapels Kultfigur Totò [] mit zwei Freunden den Versuch, Lira-Geldscheine zu drucken.

16. November 2014
Schwere Unwetter in Nord- und Mittelitalien: Starke Regenfälle setzten halb Italien unter Wasser. Zwei Personen kamen in Cerro di Laveno (Lombar­dei) unter den Trümmern ihres Hauses ums Leben, das von einem Erdrusch erfasst wurde. Besonders dramatisch ist die Lage in Ligurien, wo ein Ver­miss­ter gemeldet wurde. Der Mann wurde in der Nähe von Genua in sei­nem Auto von den Wassermassen mitgerissen. Genua wurde, wie bereits vor einigen Wochen geschehen, von den starken Regenfällen besonders betrof­fen. Ge­nuas Bürgermeister Marco Doria rief die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. Straßen wurden gesperrt werden und auch auf zahlreichen Bahn­strecken war der Verkehr beeinträchtigt, wenn nicht sogar stillgelegt. Seit den schweren Unwettern Mitte Oktober sind in Italien mindestens sieben Men­schen ums Leben gekommen.

30. Oktober 2014
64 Angeklagte wegen Veruntreuung in der Lombardei: Der stell­ver­tre­tende Staatsanwalt der Region Lombardei, Alfredo Robledo, hat zu­sam­men mit den Staatsanwälten Paolo Filippini und Antonio D'Alessio die Einleitung ei­nes Verfahrens gegen 64 ehemalige Landräte der Region Lombardei verlangt. Unter ihnen sind Renzo Bossi, Sohn des ehemaligen Chefs der populistischen Partei "Lega Nord", und die in der Ruby-Affäre verwickelte Nicole Minetti []. Sie werden im Rahmen des Skandals um die sogenannten "spese pazze" (Wahnsinnsausgaben) wegen Veruntreuung im Amt angeklagt. Dabei geht es um Ausgaben in der Größenordnung von drei Millionen Euro. Es geht – nur um einige zu nennen – um mit öffentlichen Geldern finanzierte Zeitschriften, Pralinen, Imbisse, private Abendessen, iPads und Patronen für Jagdgewehre.

23. Oktober 2014
Vespa-Verbot in Rom? Wer erinnert sich nicht an die Filmromanze "Ein Herz und eine Krone" (1953), in der Gregory Peck und Audrey Hepburn auf einer Vespa durch Rom brausen? Solche Szenen sol­len bald der Ver­gan­gen­heit angehören. Wenn es nach Roms Bürgermeister Ignazio Marino geht, sollen in großen Teilen der Innenstadt von Rom bald keine Mopeds mehr fahren. Der lei­den­schaft­liche Radfahrer Marino will Roms Zentrum ganz vom Autoverkehr be­freien und die Fußgängerzonen mehr und mehr erweitern. So können seit dieser Woche Mopeds und Motorroller nicht mehr in den Stadtteil fahren, der sich von der Piazza del Popolo bis zum Parlament erstreckt. Ab Dezember sollen weitere 15 Straßen nur noch Fußgängern zugänglich sein. Nur für Fahrzeuge, deren Eigentümer in der Innenstadt wohnen, soll es Aus­nah­men geben.

17. Oktober 2014
Richter tritt wegen Berlusconi-Freispruch zurück: Dem früheren ita­lie­nischen Pre­mier­minister Silvio Berlusconi war wegen des Vorwurfs des Amts­missbrauchs und Sex mit der minderjährigen Nachtklubtänzerin Karima El Marough ("Ruby") der Prozess gemacht worden. In erster Instanz wurde er zu sieben Jahren Haft verurteilt. Das Berufungsgericht in Mailand sprach Ber­lusconi aber überraschenderweise in zweiter Instanz frei. Die Richter argu­men­tier­ten, dass Berlusconi "Ruby" zwar für Geschlechts­ver­kehr bezahlt habe, das wahre Alter der damals 17-jährigen Marokkanerin jedoch nicht ge­kannt habe. Aus Protest gegen den Freispruch trat jetzt der 70-jährige Vor­sitz­en­de des Mailänder Berufungsgerichts, Enrico Tranfa, zurück. Er war von den Richterkollegen überstimmt worden.

6. Oktober 2014
Die Rückkehr der Kofferträger: Während in Deutschland eine Aktion, Asy­lanten (für beschämende 1,05 Euro pro Stunde!) als Kofferträger in Bahn­hö­fen einzusetzen, gestoppt wurde, erlebt das Koffertragen als Beruf in Italien eine Renaissance. Am Bahnhof Termini in Rom, am Centrale in Mailand und am Santa Maria Novella in Florenz gibt es sie wieder, die "facchini", wie sie auf Italienisch heißen. Sie tragen nicht mehr die schwarzen Dienstmützen wie ihre Vorgänger in den 1960er Jahren und – während sie auf die neuen dun­kelb­lauen Uniformen warten, die sie ab dem 15. Oktober schmücken werden – nur gelbe Sicherheitswesten mit der Aufschrift "portabagagli autorizzato" (autorisierte Kofferträger). Man wird sie auch per Handy-App bestellen kön­nen.

11. September 2014
"Problembärin" Daniza tot: Die Bärin, die im vergangenen August einen Pilz­su­cher im Trentino mit einem Prankenhieb verletzt hatte, um ihre Jung­tiere zu schützen, ist bei einem Versuch, sie mittels Betäu­bungs­pfei­len ein­zufangen, gestorben. Die Bärenmutter überlebte die Narkosemittel nicht, die offensichtlich überdosiert waren. Tierschützer hatten bereits protestiert, als bekannt worden war, dass das Tier eingefangen werden sollte. Der Tod der Bärenmutter löste einen überparteilichen Sturm der Entrüstung aus. Der na­tio­nale Tierschutzverband und der Parlamentarier Riccardo Fraccaro von der Fünf-Sterne-Bewegung verlangen den Rücktritt des Umweltministers. Die Um­weltschutzorganisation Legambiente wirft den Trienter Behörden di­let­tan­ti­sches Verhalten vor. In Rom veranstalteten die Grünen einen Sit-in.

26. August 2014
Vier Esel in der Valtellina von einem Bären gerissen: Braunbären sor­gen in der norditalienischen Region Lombardei für Probleme. Ein zweijähriger Bär aus dem Trentino hat im Valtellina-Tal vier Esel gerissen. Der Bär wan­dert zwi­schen der Lombardei und der Schweiz hin und her und hat nicht zum ersten Mal Vieh­züchtern Schaden zugefügt. Ärger mit einem Bären hatte es bereits am 15. August gegeben, als eine Braunbärin einen Schwammerl­su­cher im Trentino angegriffen und verletzt hatte. Italienische Medien berichten, dass die Angst vor den Bären vor allen seitens der Viehhüter in den Alpen­tälern wachse.

14. August 2014
Ehemann erzwingt Entfernung von Hochzeitsfotos aus Facebook: Eine Frau aus Neapel hatte ohne die Zustimmung ihres Mannes die Fotos ihrer vor zehn Jahren erfolgten Hochzeitsreise auf Facebook gepostet. Ihr Gatte appellierte daraufhin an einen Richter, der die Entfernung der Bilder an­ord­ne­te und sogar eine Verurteilung zu Schadenersatz wegen Verletzung von Per­sönlichkeitsrechten in Aussicht stellte. Der Rechtsanwalt des Mannes ist zu­frie­den: "Es handele sich um eine Entscheidung, die neue Maßstäbe für die Facebook-Benutzer setzen wird". Die Frau hatte sich auf den Standpunkt ge­stellt, dass "die Benutzung der Social Networks heute bereits derart ent­wi­ckelt ist, dass man Facebook wie ein privates Fotoalbum benutzen kann".

13. August 2014
Der Heilige verneigte sich vor Mafiaboss: Nach dem gleichen Muster wie bei der Prozession in Oppido Mamertina (siehe weiter unten) hatte sich bei einer Prozession in San Procopio (Kalabrien) die Statue des Ortsheiligen vor dem Haus des Mafiabosses (der dort aus Gesundheitsgründen im Haus­arrest sitzt) verneigt. Das Neue an diesem Ereignis ist aber, dass Eduardo Lamberti Castronuovo, der Bürgermeister von San Procopio, den Journalisten Michele Inserra, der den Vorfall publik gemacht hatte, wegen Verleumdung der Ge­meinde verklagt hatte. Der Schuss ging aber nach hinten los, denn nachdem festgestellt wurde, dass die Schilderung von Inserra durchaus den Tatsachen ent­sprach, wurde postwendend Anklage gegen den Bürgermeister erhoben, wegen "Verleumdung und Begünstigung der Mafia".

3. August 2014

Bronzestatuen von Riace in Tanga: Nach der "Inszenierung" der be­rühm­ten David-Skulptur von Mi­chelangelo mit einem Scharf­schüt­zen­gewehr [], wurden jetzt die berühmten Bronzestatuen von Riace zu einer auf­se­hen­er­re­gen­den "Aktion" missbraucht. Die Statuen, die sich im Museo Nazionale della Magna Grecia in Reggio Calabria (Kalabrien) befinden, wurden in einer über­raschenden und schlagartig durchgeführten Aktion des Fotografen Gerald Bruneau, eines Schülers von Andy Warhol, im Leopardenmuster-Tanga be­klei­det und mit einem Brautschleier drapiert, fotografiert []. Die nicht ge­nehmigte Aktion wurde unter anderem vom Denkmalpflegeamt der Re­gion Kalabrien stark kritisiert.


12. Juli 2014
Geldwäsche hilft der wirtschaftlichen Erholung: Die in Ita­lien weitver­breiteten Geldwäsche-Geschäfte haben 2013 laut einer Schätzung der Banca d'Italia einen Rekordwert von 84 Mrd. Euro erreicht, etwa 5 % des BIP (Brut­to­in­lands­produkt). Ab Oktober 2014 wird deshalb in Italien auch diese nicht unbeträchtliche Summe zur Berechnung des BIP miteinbezogen. So könnte aus­ge­rech­net das organisierte Verbrechen der italienischen Regierung eine Atempause verschaffen. Denn Italiens Schuldenberg von rund 133 % des BIP würde dadurch auf weniger als 130 % reduziert.

6. Juli 2014
Die Muttergottes verneigte sich vor Mafiaboss: Der Pfarrer von Oppido Mamertina (Kalabrien) sorgte für einen Eklat, als er während der Prozession der Madonna delle Grazie den Umzug samt Geistlichkeit, Bürgermeister und Gemeinderat für einige Minuten vor dem Haus des 'Ndrangheta-Bosses [] Giuseppe Mazzagatti anhalten ließ, der dort seine lebenslange Haftstrafe aus Gesundheitsgründen im Hausarrest absitzt. Bevor es mit der Prozession wei­ter­ging, verbeugten sich die Träger der Madonnenstaute in Richtung des be­sag­ten Hauses. Empört über diese Geste der Ehrerbietung be­fahl der Kom­man­dant der Carabinieri, Maresciallo Andrea Marino, seinen Leuten, sich von der Prozession zu entfernen. Eine mutige Handlung, die aber weder von den kirchlichen noch von den kommunalen Würdenträgern nachgeahmt wurde. Noch vor eine Woche hatte Papst Franziskus bei einem Besuch in Kalabrien alle Mafiosi exkommuniziert. Der Bischof von Oppido Mamertina-Palmi, Mon­signor Francesco Milito, legte ein Veto für alle Prozessionen der Diözese ein.

22. Juni 2014

Weinberge im Piemont UNESCO-Weltkulturerbe: Die UNESCO hat die Weinregion Langhe-Monferrato im norditalienischen Piemont, in der welt­be­rühm­te Weine wie Barolo, Barbera, Barbaresco und Nebbiolo hergestellt wer­den, zum Weltkulturerbe ernannt. Die Gegend ist die 50. UNESCO-Welter­be­stät­te Italiens. In der UNESCO-Begründung heißt es: "Das Weingebiet Lan­ghe-Monferrato ist ein außerordentliches Beispiel der Arbeit des Menschen in einem natürlichen Umfeld. Dank der ständigen Entwicklung der Technik und der Weinkultur haben sich die Weinberge bestens den Eigenschaften des Bodens und dem Klima angepasst“.


8. Juni 2014

Korruptionsskandal in Venedig: Nach dem Bestechungsskandal um die Expo 2015 ist in Italien jetzt auch im Zusammenhang mit einem zweiten rie­sigen Bauwerk, dem 5,5 Milliarden Euro teuren Mose-Projekt, einem System von be­weglichen Deichen, das die Stadt Venedig vor Überschwemmungen schützen soll, ein neuer aufsehenerregender Korruptionsskandal aufgeflo­gen. Die Staatsanwaltschaft ließ in der Lagunenstadt und in der übri­gen Region Veneto 35 Politiker, unter ihnen auch Giorgio Orsoni, den Bür­ger­meister von Vene­dig, sowie zahlreiche Unternehmer wegen mutmaßlicher Korruption und Geld­wä­scherei festnehmen und in Untersuchungshaft stecken.


28. Mai 2014
Die von Berlusconi betreuten Senioren wählten ihn nicht: Es ist be­kannt, dass Italiens Ex-Premier wegen Steuerhinterziehung ein Jahr lang So­zial­dienst in einem Pflegeheim leisten muss. Vor den Kommunalwahlen be­haup­tete Berlusconi noch, dass er im Heim sehr beliebt sei, dass ihn "seine Omis vergötterten". Seltsam nur, dass bei den Kommunalwahlen niemand aus dem Heim für Berlusconis Partei Forza Italia gestimmt hat. In dem Wahl­kreis, der die Klinik umfasst, gingen von den abgegebenen 39 Stimmen 19 an den Kan­didaten der Mitte-Links-Partei PD (Partito Democratico).

23. Mai 2014
Lamborghini für italienische Polizei: Raser sollen in Italien kei­ne Chance mehr bekommen. Der Automobilhersteller Lamborghini [] hat einen Lam­bor­ghi­ni Huracán LP 610-4 an die italienische Staatspolizei über­ge­ben. Das Auto wird von einem 5,2-Liter-V10 mit 610 PS angetrieben und er­reicht über 325 km/h. Von den Autos erhofft sich die Polizei vor allem eine ab­schre­ck­ende Wirkung. Zur Beweissicherung wird ein Videosystem mit einer Kamera neben dem Innenspiegel und einer Computer- und Aufzeichnungs­an­la­ge hinter den Sitzen eingebaut sein.

8. Mai 2014
Drohnen über Jesolo: Die Überwachung der Bürger schreitet auch auf Ita­liens Stränden voran. Valerio Zoggia, Bürgermeister der Adria-Gemeinde Jesolo, will ab dem kommenden Sommer im Kampf gegen illegale Händler und Drogendealer Drohnen einsetzen. Die ferngesteuerten Klein­hub­schrau­ber mit eingebauten Kameras sollen dann aus einer Höhe von bis zu 80 Metern die Strände überwachen. Das Vorhaben wurde von vielen Seiten kritisiert, u.A., weil die Miete der Drohnen nicht unerhebliche Kosten von 10.000 Euro pro Woche verursachen würde, und auch wegen der Verletzung des Rechts auf Privatsphäre.

14. April 2014
Italienerin mit fremden Zwillingen schwanger: Einer Frau wurden in einer Fruchtbarkeitsklinik in Rom bei einer künstlichen Befruchtung aus Ver­sehen Embryonen eines anderen Paares eingepflanzt! Bei einem Gentest im dritten Schwangerschaftsmonat, dem sich die Frau unterzogen hatte, musste sie erfahren, dass sie mit Zwillingen schwanger war, die nicht von ihr stamm­ten. Beatrice Lorenzin, Italiens Gesundheits­mi­nis­terin, kün­digte daraufhin eine Inspektion in der Fruchtbar­keits­kli­nik an, um zu klären, ob auch alle Vor­schriften zur künstlichen Be­fruch­tung eingehalten worden seien.

9. März 2014
Italien empört über Michelangelos David mit Waffe: Der US-ame­ri­ka­nische Waffenhersteller ArmaLite hatte die berühmte David-Skulptur von Mi­chelangelo mit dem Scharfschützengewehr AR 50A1 in der Hand als "Kunst­werk" inszeniert []. In Italien löste dieser Werbe-Gag Entsetzen aus. Der ita­lie­ni­sche Kultusminister Dario Franceschini kündigte rechtliche Schritte gegen den Schusswaffenhändler an. Das Urheberrecht an der berühmten Marmorstatue, die seit 1873 in der Galleria dell'Accademia in Florenz steht, liegt beim ita­lie­ni­schen Staat. ArmaLite hatte weder eine Genehmigung für eine kom­mer­ziel­le Nutzung bekommen noch eine Lizenzgebühr bezahlt.

17. Februar 2014
Italien erhebt 20%-Steuer auf Banküberweisungen: Rückwirkend zum 1. Februar will die italienische Regierung alle aus dem Ausland ein­ge­henden Überweisungen mit 20 % besteuern. Die Abzüge geschehen auto­ma­tisch und gelten als Steuervorauszahlung. Will der Betroffene das Geld zurück be­kom­men, muss er nachweisen, dass es sich bei dem eingehenden Geld nicht um zu versteuernde Einkünfte handelt. Offensichtlich ist dies eine erster Schritt zur direkten Besteuerung von Einkünften mittels Banküberweisung. Der Staat will letztlich den vollständigen Zugriff auf die Guthaben der Bürger erreichen. Dazu dient auch das bereits in die Wege geleitete Zurückdrängen der Bar­geldnutzung.

3. Februar 2014
30% Rabatt auf Strafzettel: Seit fünf Monaten gibt es in Italien Rabatt für Straf­zet­tel im Straßenverkehr - aber nur für Schnellzahler. Wer sein Knöll­chen innerhalb von fünf Ta­gen bezahlt, bekommt einen Rabatt von 30 Pro­zent. Auf diese Weise möchten die Gemeinden ihre Kassen auffüllen. Um das zu verstehen, muss allerdings gesagt werden, dass eine miserable Zah­lungs­mo­ral und eine ineffiziente Verwaltung bisher dafür gesorgt haben, dass die Städte nicht alle Beiträge kassieren, die ihr zustehen. Ein Beispiel: Die Stadt­ver­wal­tung von Neapel hat früher nur etwa 23% der Beiträge kas­siert, die ihr zustehen. Jetzt wurde zum ersten Mal Bilanz gezogen. In Sizilien hat es einen wahren Boom an Frühzahlern gegeben. Insgesamt wurden 35% mehr Straf­zettel bezahlt. Auch Neapel hat von der Maßnahme profitiert. In Norditalien fiel die Verbesserung hingegen geringer aus.

30. Januar 2014
FIAT kehr Italien den Rücken: Die "Fabbrica Italiana Automobili Torino" (Italienische Automobilfabrik Turin), also der traditionsreiche Autobauer FIAT, kehrt nicht nur Turin, sondern auch Italien den Rücken: Nach der Fusion des italienischen Autobauers mit seiner US-Tochter Chrysler, die Anfang des Mo­nats stattgefunden hat, will der neu strukturierte Auto­kon­zern Fiat Chrysler Automobiles seinen Firmensitz in die Niederlande ver­legen. Ein weiterer Sitz ist in Großbritannien vorgesehen.

20. Januar 2014
Dirigent Claudio Abbado gestorben: Der italienische Stardirigent Claudio Abbado ist im Alter von 80 Jahren in Bologna gestorben. Der gebürtige Mai­län­der, Sohn eines Violinisten und einer Klavierlehrerin, leitete in seiner lan­gen Karriere einige der berühmtesten Orchester der Welt, wie die Mai­län­der Scala, das London Symphony Orchestra und die Wiener Staatsoper. Im Ok­to­ber 1989 wurde Abbado von den Berliner Philharmonikern als künstlerischer Leiter des Orchesters zum Nachfolger von Herbert von Karajan gewählt.

11. Januar 2014
Italienische Adoptivfamilien im Kongo blockiert: 24 italienische Paare hatten in der Demokratischen Republik Kongo kongolesische Kinder adop­tiert. Aufgrund einer Ver­fü­gung der kongolesischen Regierung durften sie zwar das Land verlassen, aber nicht mit den adoptierten Kindern. Die Regierung recht­fertigte die Blockade mit einer genauen Überprüfung der Adoptionspapiere, um Korruption oder andere Unrechtmäßigkeiten auszuschließen. Alle Unter­lagen seien aber regulär, meinten die Eltern. Jetzt wurden ihre Visa nicht mehr verlängert, deshalb sehen sie sich gezwungen, ohne ihre adoptierten Kindern auszureisen. Die öffentliche Meinung in Italien ist empört.

6. Januar 2014
Befana stürzt ab in Caserta: Ein Feuerwehrmann, der sich am Drei­kö­nigs­tag als "Befana" verkleidet vom Glockenturm des Doms abgeseilt hatte, um wie im Flug auf den Domplatz hinunterzugleiten, erlitt schwere Verletzungen, als sich ein Ende des zwischen zwei Türmen gespannten Seiles loslöste und er mit Wucht gegen den Glockenturm prallte. In Caserta (Kampanien) wie in vielen anderen Orten Italiens ist der Brauch der "fliegenden" Befana in den letzten Jahren zur alljährlichen Tradition geworden.

29. Dezember 2013
Erdbeben löst Panik in Neapel aus: Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala hat Süditalien erschüttert und mancherorts Panik ausgelöst. Das Epizentrum des Bebens lag nordöstlich der Stadt Neapel in Castello del Ma­te­se, zwischen Caserta und Bene­ven­to, der Erdbebenherd war in einer Tiefe von 10,5 Kilometern. Die Erschütterung wur­de in den Regionen Kam­panien, Apu­lien, Molise, die Abruzzen und La­tium gespürt. In Neapel liefen Menschen in Panik auf die Straßen, viele von ihnen wollten aus Angst vor weiteren Erd­stö­ßen die Nacht im Freien ver­brin­gen. Laut Presse hat es keine Verletzte und keine nennenswerten Schäden gegeben.

26. Dezember 2013
Feuerbestattung immer beliebter: In Italien wird die Kremation immer be­liebter. In der Lombardei gab es seit 2011 (statistische Daten von 2012) einen Zuwachs von 25,7%, im Piemont von 13,7%, Im Veneto von 12,3%, in Sardinien sogar von 63,9%. Die wirklich interessantere Nachricht betrifft aber die "dispersione delle ceneri" in der Natur, die ist nämlich in Venedig – wo sowieso alles, vom "caffè" zum Hotelzimmer alles teuerer ist – kosten­pflich­tig. Zumindest für Nichtresidente. Der stolze Preis beträgt 363 Euro! Vorgesehen sind dafür nuch drei Areale, in der Nordlagune, in einem Bereich innerhalb des Waldes von Mestre und direkt im Adriatischen Meer. Mindestabstand von der Küste: 700 Meter.

21. Dezember 2013
Diamantenbestattung immer häufiger in Italien: Ein Bestattungsinstitut aus dem Veneto ermöglichte es einem 55-jährigen Mann, dass die Asche sei­nes bei einem Autounfall verstorbenen Sohnes zu einem synthetischen Dia­man­ten verarbeitet wurde. Ausgeführt wurde dies durch eine darauf spezia­li­sierte Firma in der Schweiz. Bis vor nicht allzu lan­ger Zeit war es in Italien noch nicht einmal leicht, Verstorbene per Feuerbestattung beizu­setzen. Zwar hatte die katholische Kirche das Verbot der Feuerbestattung aufgehoben, gern gesehen war diese aber noch lange nicht. Fast schlagartig ist jetzt die neue Sitte der Diamantbestattung entstanden, die immer mehr ihre "Kund­schaft" findet. Dabei wird der verbliebene amorphe Kohlenstoff der Kremie­rungs­asche zu einem synthetischen Diamanten "veredelt“. Die (restliche) anorganische Asche wird wie üblich beigesetzt.

13. Dezember 2013
Geküsster Polizist zeigt Aktivistin wegen sexueller Belästigung an: Die NO-TAV-Bewegung (TAV = "Treni Alta Velocità" = Hochgeschwin­dig­keits­zü­ge) protestiert gegen den Bau einer Hochge­schwin­dig­keits­trasse im Susa- Tal (Piemont). Bei ei­ner Demonstration im vergangenen November hatte eine NO-TAV-Akti­vis­tin einen Polizis­ten geküsst. Genauer gesagt hatte sie lediglich das Helmvisier des Polizisten geküsst. Sie selbst gab zu, dies als Provokation und nicht als Geste der Versöhnlichkeit getan zu haben. Jetzt wurde sie vom geküssten Polizisten wegen "sexueller Belästigung" angezeigt.

13. Dezember 2013
Geküsster Polizist zeigt Aktivistin wegen sexueller Belästigung an: Die NO-TAV-Bewegung (TAV = "Treni Alta Velocità" = Hochgeschwin­dig­keits­zü­ge) protestiert gegen den Bau einer Hochge­schwin­dig­keits­trasse im Susa- Tal (Piemont). Bei ei­ner Demonstration im vergangenen November hatte eine NO-TAV-Akti­vis­tin einen Polizis­ten geküsst. Genauer gesagt hatte sie lediglich das Helmvisier des Polizisten geküsst. Sie selbst gab zu, dies als Provokation und nicht als Geste der Versöhnlichkeit getan zu haben. Jetzt wurde sie vom geküssten Polizisten wegen "sexueller Belästigung" angezeigt.

3. Dezember 2013
7 Tote in chinesischer Fabrik in Prato: Bei einem Feuer in einer chi­ne­si­schen Textilfabrik im toskanischen Prato [] kamen mindestens sieben Men­schen ums Leben. Vier weitere Arbeiter wurden bei dem Brand verletzt, zwei von ihnen schwer. Das Dach der Fabrik im toskanischen Prato und eines da­ran angeschlossenen Schlafsaals, wo zahlreiche chinesische Fabrik­ar­bei­ter übernachteten, stürzte teilweise ein. In Prato produzieren viele chinesische Firmen für internationale Textilketten. Viele der Arbeiter sind illegal. Sie ar­bei­ten und wohnen unter der Sklaverei ähnlichen Verhältnissen. Oftmals schlafen, essen und leben sie in den Fabriken, in denen sie arbeiten.

2. Dezember 2013
Sammelbilder-Hersteller Umberto Panini gestorben: Umberto Panini, "il re delle figurine" (der König der Sammelbildchen) ist tot. Seit Jahrzehnten tau­schen Kinder eifrig ihre Fußballaufkleber. Das erste Panini-Sammelalbum wurde 1961 herausgegeben und hatte italienische Fußballmannschaften und -spieler der italienischen Fußballmeisterschaft 1961/1962 zum Inhalt. Inter­na­tional wurden anfangs hauptsächlich Sammelalben zu Fußball-Weltmeister­schaf­ten vertrieben, erstmals bei der Fußball-WM 1970 in Mexiko.

30. November 2013
Kein Weihnachtssegen in Italiens Schulen: Nachdem vor einigen Jah­ren eine Mutter ver­langt hatte, dass ihre Kinder in einer staatlichen Schule Un­ter­richt in Klas­sen­zim­mern ohne religiöse Symbole erhalten sollten und alle ita­lienischen Instanzen ihre Klage abgewiesen hatten, entschied 2009 der Euro­päische Gerichtshof für Menschenrechte, dass ein christliches Kreuz im Klas­sen­zimmer einer Staatsschule die Religionsfreiheit der Schüler verletze. Jetzt folgt der nächste Streit. Die Schüler einer Grundschule in Varese (Lombar­dei) werden dieses Jahr auf den traditionellen Weihnachtssegen in der Schule ver­zich­ten müs­sen. Das entschied der Schuldirektor, denn "nach dem Gesetz müssen alle religiösen Handlungen außerhalb der Unterrichtsstunden statt­fin­den." Das em­pörte aber zahlreiche Eltern, die daraufhin eine Unter­schrif­ten­samm­lung zugunsten dieser katholischen Weihnachtstradition initiierten.

23. November 2013
Silvio Berlusconi will nicht Toiletten putzen: Man kann sich angesichts des unwürdigen Spektakels, das Italiens ehemaliger Regie­rungs­chef derzeit ver­anstaltet, nur wun­dern. Der wegen Steuerbetrugs verurteilte Ex-Pre­mier bittet nicht um Begnadigung beim italienischen Prä­si­den­ten, nein - er fordert sie. Seine Verurteilung zu einem Jahr So­zial­dienst (alternativ zum Haus­ar­rest) sei eine Nieder­träch­tig­keit, meint er. Ihn zum "Reinigen von Toi­letten" zu zwingen, würde das gesamte Land der Lächerlichkeit preis­ge­ben. Er bezog sich auf eine Aussage von Don Mazzi, dem Leiter einer Stiftung für die Re­in­te­gration von Drogenabhängigen. Er würde gerne Berlusconi aufnehmen und "sehen, wie er einfache Arbeiten wie das Putzen der Toilette erledigt". Italiens Staats­prä­sident Giorgio Napolitano forderte Berlusconi auf, seinen Ton zu mäßigen.

19. November 2013
Heftige Unwetter auf Sardinien fordern Tote: Das Tiefdruckgebiet "Cleo­patra" brachte in der Nacht zum Dienstag Chaos und Verwüstung über die Mittelmeerinsel Sardinien. Heftige Regenfälle und Winde fegten über die Insel und ließen viele Flüsse über die Ufer treten. Weite Landstriche der Insel, die im Sommer nicht selten unter Dürre leidet, wurden überschwemmt. Stra­ßen und Häuser wurden überflutet und Brücken weggerissen. Man­che Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten. Manche Familien haben al­les ver­lo­ren. Ihre Häuser stehen bis zum ersten Stock unter Wasser. Min­des­tens 16 Menschen wurden in den Tod gerissen. Zahlreiche Personen werden noch vermisst.

5. November 2013
Kreuzfahrtschiffe raus aus Venedig: 1,6 Millionen Kreuzfahrtpassagiere besuchen jedes Jahr die "Serenissima". Seit Langem klagt das Komitee "No grandi navi" (siehe []) über die Wellen, die von den "Schwim­menden Rie­sen" ver­ur­sacht werden, und die antiken Palazzi der Stadt gefährden. Weil die Kreuzfahrtrei­sen­den nicht in Venedig übernachten und nur wenige Stun­den in der Stadt verbringen, bringt der Kreuzfahrttourismus der Stadt auch kaum Einnahmen. Jetzt beschloss die italienische Regierung, dass ab No­vem­ber 2014 Schiffe ab 96.000 Bruttoregistertonnen nicht mehr durch den Canale della Giudecca direkt am Markusplatz fahren dürfen. Bei den Kreuz­fahrt­schif­fen ab 40.000 Bruttoregistertonnen wird die Zahl der Durchfahrten um ein Fünftel reduziert. Täglich werden höchstens fünf dieser Schiffe in direkter Nähe des berühmten Markusplatzes erlaubt sein.

28. Oktober 2013
Fackelzug gegen Halloween in Certosa: Die Kurie von Bologna (Emilia Romagna) hat einen Fackelzug mit anschließendem öffentlichen Gebet gegen Halloween im Friedhof von Certosa organisiert. Die Kirche versucht damit, das Christliche an der Tradition von Allerheiligen hervorzuheben gegenüber der kommerziellen, karnevalsartigen Entgleisung von Halloween, die in den letzten Jahren besonders bei Jugendlichen starken Zuspruch gewonnen hat. Dem Brauch wird seitens der Kirche auch Missbrauch durch satanistische Vereinigungen vorgeworfen.

23. Oktober 2013
Italien in der Wirtschaftsleistung von Russland überholt: Italien ist im Ranking der wirtschaftsstärksten Nationen zurückgefallen. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) steht das Land jetzt hinter Brasilien und Russland nur an der neunten Stelle. 1975 konnte Italien der G6 beitreten, der Gruppe der sechst stärksten Industrienationen der Welt. Die heutige Rangliste wird von den USA geführt, gefolgt von China, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Brasilien und Russland. Es wird prognostiziert, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre Italien nicht mehr in der Liste" der "top ten" In­dus­trie­ländern sin wird. Lauf IWF wird das Land bald von Indien und Kanada überholt werden. Freilich sieht die Rangliste, gemessan am BIP pro Kopf, völlig anders aus [].

16. Oktober 2013
Gemeinderat wegen Mafiaverstrickung aufgelöst: Der italienische Mi­nis­terrat hat den Stadtrat von Sedriano (Lombardei) we­gen dessen Ver­strick­ung mit der 'Ndrangheta (der kalabrischen Mafia) auf­ge­löst. Es ist das erste Mal, dass so etwas in der norditalienischen Lombardei geschieht. Alfredo Ce­leste, der Bürgermeister von Sedriano, war bereits vor einem Jahr fest­ge­nom­men worden. Die Mafiaklans hatten de facto die Ver­wal­tung des Ge­mein­de­gebiets übernommen mit der Vergabe von Aufträgen und Posten und der Vergabe von Geldern. Peinlich ist, dass der Stadtrat der Pdl an­ge­hör­te, der Partei Silvio Berlusconis, die sich immer als Bollwerk ge­gen die Mafia ins­ze­niert hatte.

12. Oktober 2013

95.000 Italiener für die Abschaffung des Bossi-Fini-Gesetzes: Laut dem Gesetz, das nach Umberto Bossi, dem Chef der rechts-populistischen Lega Nord, und Gianfranco Fini, dem damaligen Führer der neofaschistischen Alleanza Nazionale, genannt wurde, riskiert jeder, der als Seemann Flücht­linge rettet, eine Anklage wegen Schlepperei und muss mit Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren rechnen. Dieses Gesetz ist inzwischen zum Synonym der harten italienischen Flüchtlingspolitik geworden. 95.000 Menschen haben jetzt eine Petition der Tageszeitung La Repubblica unterzeichnet für die Ab­schaffung dieses Gesetzes. Auch der italienische Ministerpräsident Letta äu­ßerte sich für eine Ab­schaffung.


1. Oktober 2013
Giuliano Gemma gestorben: Er gehörte zu den bekanntesten Gesichtern des Italowesterns, jenes in Italien erfundenen Genres, welches den klas­si­schen amerika­ni­schen Wes­ternfilm aufs Korn genommen und wei­ter­ent­wick­elt hat. Jetzt ist Giuliano Gemma [], Jahrgang 1938, tot. Wie die italienische Zeitung "Il Messagero" berichtete, war der Schauspieler in Cerveteri, einem Küstenort nordwestlich von Rom, unterwegs, als er mit seinem Auto frontal in ein anderes Fahrzeug krachte. Gemma starb noch auf dem Weg ins Kran­ken­haus. Gemma hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.

26. September 2013

Barilla lehnt Homosexuelle ab: In einem Interview im italienischen Ra­dio­sender Radio24 erklärte Guido Barilla, der Vorstands­vor­sitzende des gleich­na­migen ita­lie­nischen Nah­rungs­mit­tel­konzerns, dass sein Un­ter­neh­men kei­nen Wert auf homosexuelle Kun­den lege: "Wir werden keine Werbung mit Homo­se­xu­ellen schalten, weil wir die tradi­tio­nel­le Familie un­terstützen. Wenn Ho­mo­se­xu­el­len das nicht gefällt, können sie die Pasta eines anderen Her­stel­lers es­sen". Unnötig zu sagen, dass diese Äußerungen einen Sturm der Ent­rüs­tung und Boykott-Aufrufe gegen Barilla ausgelöst haben. Barilla betonte aber, dass er homosexuelle Paare – wenn er auch gegen deren Adop­tions­recht sei – respektiere.


21. September 2013

Demonstration gegen große Schiffe in Venedig: Mehr als 1.600 Mal im Jahr fahren große Schiffe, Öltanker wie Kreuzfahrtschiffe, vor dem Markus­platz vorbei. Die Riesenschiffe würden das Ökosystem der Lagune gefährden, und jedes Schiff verursache so viel Umweltverschmutzung wie 14.000 Autos, erklären die Naturschützer. Das Komitee "No grandi navi" klagt auch über die Wellen, die von den Schiffen verursacht werden und die antiken Palazzi Ve­ne­digs gefährden. Unvorstellbar auch, was passieren würde, sollte ein Öl­tan­ker verunglücken. Als Protest demonstrierten am Samstag zahlreiche Men­schen. Etwa vierzig von ihnen sprangen auch ins Wasser des "Canale della Giudecca" und blockierten damit für mehr als eine Stunde die Durchfahrt der Schiffe.


18. September 2013
Kein "Vater" und "Mutter" mehr auf Formblättern in Bologna: Die Be­griffe "padre" (Vater) und "madre"(Mutter) sollen von den Formblättern der Gemeinde Bologna (Emilia Romagna) verschwinden. In den Formblättern zur Anmeldung an Schulen z.B. werden sie durch die Begriffe "genitore"(El­tern­teil) und "altro genitore"(weiterer Elternteil) ersetzt. Empört reagierten darauf Politiker der UdC (Christdemokraten) und der Lega Nord. Die öffentliche Ver­waltung habe die Identität von Mutter und Vater im Namen einer ver­meint­li­chen politischen Korrektheit ausverkauft.

15. September 2013
Ein Sizilianer ist der älteste Mann der Welt: Nach dem Tod des US-Ame­rikaners Salustiano Sanchez-Blazquez, der mit 112 Jahren der älteste Mann der Welt war, wurde der 111 Jahre alte Arturo Licata aus Enna (Sizilien) zum ältesten Mann der Welt. Er ist ein ehemaliger Minenarbeiter, der das Ge­heim­nis seiner Langlebigkeit auf die einfache Formel "Singen und lächeln" zu­rück­führt. Tatsächlich ist gute Laune eine seiner auffälligsten Eigenschaften. Licata hatte nie eine schwere Krankheit. Und niemals, betont sein Sohn Saro, wirk­lich nie­mals spreche er über den Tod. Dieses Wort sei in seinem Leben nicht vor­ge­sehen.

3. September 2013
Italien besteuert den Hochfrequenzhandel: Mit einer Steuer auf com­pu­tergesteuerte Hochfrequenzgeschäfte an den Börsen prescht Italien als erstes Land der Welt vor. Händler werden 0,02 Prozent auf Geschäfte zahlen müs­sen, die in weniger als einer halben Sekunde ausgeführt werden. Beim Hoch­frequenzhandel [] werden Wertpapiere in Bruchteilen von Sekunden ge­kauft und verkauft. Menschen sind nicht mehr beteiligt. Experten gehen da­von aus, dass der Hoch­frequenzhandel für zum Teil massive Kursstürze an Bör­sen in den vergangenen Jahren verantwortlich ist. Im Mai 2010 zum Bei­spiel brach der US-Aktienindex Dow Jones binnen kürzester Zeit um mehr als tausend Punkte ein - ohne dass es einen realen wirtschaftlichen Anlass für den Kurs­sturz gab.

30. August 2013
Innovative Konzepte zur Rettung Pompejis: Wenn man in letzter Zeit Meldungen über die antike Stadt Pompeji gehört hat, dann waren es meistens Hiobsbotschaften über eingestürzte Mauern, bröck­eln­de Wand­fres­ken und versickernde Gelder. Nun starten Forscher der Technischen Universität Mün­chen und der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen mit der UNESCO ein Pro­jekt, das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT, mit dem man herausfinden will, wie Pompeji dauerhaft vor dem Zerfall bewahrt werden kann. Während bisher die zur Verfügung gestellten Gelder immer verwendet wurden, um akute Schäden in Pompeji zu reparieren, wollten die Forscher die Zerstörungen mit neuen Methoden von vorneherein verhindern.

25. August 2013
Volksentscheid zur Wiedereinführung der Bordelle?: Um das Über­hand­nehmen der Straßenprostitution in Italien zu bekämpfen, haben – von Venetien bis hin zu den Abruzzen – zahl­rei­che Bürgermeister Italiens eine Initiative gestartet, um ein Volksentscheid in die Wege zu bringen mit dem Ziel, wesentliche Regelungen der "Legge Merlin" (des Gesetzes, das 1958 zur Schließung der Bordelle führte, siehe []) abzuschaffen. Zahlreiche Ge­mein­den haben nur ein Ziel: Die Prostituierten von den Straßen zu entfernen. Das möchten sie nicht mittels (wenig Erfolg versprechenden) Bußgeldern er­rei­chen, sondern durch die Wieder­er­öff­nung der Bordelle - unbeschadet des Grund­sat­zes, dass die Zuhälterei weiter unter Strafe gestellt bleiben soll.
Das Ziel der Initiatoren: 500.000 Unterschriften bis Ende September.

17. August 2013
Badegäste retten Bootsflüchtlinge: DAS GROSSZÜGIGE ITALIEN: Eine Gruppe von Badegästen, die den Ferragosto [] am Strand von Monachella im Ba­de­ort Pachino bei Syrakus verbrachten, halfen der Küstenwache bei der Ber­gung von Bootsflüchtlingen, deren Barke mit 160 Personen an Bord, unter ihnen schwangere Frauen und zahlreiche Kinder, in Ufernähe gestrandet war. Sie sprangen ins Wasser und halfen den Flüchtlingen, an Land zu gehen. Die spontane Hilfe dieser Bade­gäste sorgte für Aufsehen und Ergriffenheit in ganz Italien. Staatspräsident Giorgio Napolitano würdigte den Einsatz seiner Lands­leute als Ehre für Italien. – DAS ENGHERZIGE ITALIEN: Matteo Salvini, Vize­sekretär der rechtspopulistischen Lega Nord kommentierte: "Wer soll für deren Unter­halt sorgen? Sie Herr Präsident?"

14. August 2013

Gesetzesverstöße bei 14% aller Tankstellen: Bei einer flächen­deck­en­den, An­fang August begonnenen Kontrolle konnten die Beamten der Guardia di Fi­nan­za (Finanzpolizei) [] bei 1216 Tankstellen Gesetzesverstöße ver­schie­de­ner Art feststellen. Bei 14% der kontrollierten Tankstellen gab es et­was zu beanstanden: von verwaltungstechnischen Unregelmäßigkeiten zu mani­pu­lier­ten Füllstutzen, die weniger Kraftstoff abgaben, als die Zapfsäule angab, bis hin zu verwässertem Diesel und getürkten Preis­an­ga­ben. Elf Tank­stel­len­päch­ter wurden angezeigt und 59 Zapfsäulen beschlag­nahmt. Die Ver­brau­cher­schutz­or­ga­ni­sationen verlangen, dass den be­trügerischen Pächtern die Lizenz ent­zogen werde.


8. August 2013
Seit 19 Jahren gesuchter Mafiaboss in London gefasst: Domenico Ran­cadore, einer der meistgesuchten sizilianischen Mafiabosse wurde nach fast zwei Jahrzehnten auf der Flucht in London gefasst. Der Mann, der in Mafia-Kreisen "U profissuri" (der Professor) genannt wurde, hatte sich in London kei­nesfalls versteckt. Der 64-Jährige lebte mit sei­ner britischen Frau und sei­nen zwei Kindern unter dem Namen Marc Skinner und führte ein erfolgreiches Reisebüro. Er bezog sogar eine vom italienischen Staat bezahlte Rente für seine frühere Arbeit als Sportlehrer in Sizilien. Jetzt wird er in Italien eine siebenjährige Gefängnisstrafe absitzen müssen.

3. August 2013
Das Kolosseum in Rom ist verkehrsberuhigt: Seit dem 3. August, punkt 5 Uhr 30, ist die Via dei Fori imperiali, die Straße die zum Kolosseum führt, einem der Wahrzeichen der "Ewigen Stadt", für den motorisierten Verkehr gesperrt. Vorbei die Zeit, in der im Film "Ein Herz und eine Krone" Audrey Hepburn und Gregory Peck auf der Vespa vor der Kulisse des Kolosseums vorbeiflitzen konnten. Diese Maßnahme des neuen Bürgermeisters Ignazio Marino soll ein erster Schritt in Richtung einer Sanierung des von den Ab­ga­sen verschmutzten Denkmals. Marino will das Forum Romanum, das von der Straße zerschnitten ist, wieder zusammenfügen und das gesamte Areal zur größten archäologischen Parklandschaft der Welt machen.

2. August 2013
Sozialwohnungen gegen Sex: Fünf Frauen, drei Nicht-Eu-Ausländerinnen und zwei Italienerinnen, alle Alleinerziehende und in ärmlichen Verhältnissen, haben sich wegen ihrer Behandlung sei­tens Ivo D'Ago­stino beschwert, eines Stadtratsmitglieds in Chieti (Abruzzen). Er habe ihnen Sozialwohnungen ge­gen Sex versprochen. Der Mann, verheiratet und Vater von fünf Kindern, wurde unter Hausarrest gestellt. Er leugnet die Beschuldigungen. D'Agostino, 51, wurde wegen Bestechung, versuchter Bestechung und sexueller Gewalt angeklagt.

26. Juli 2013
Ministerin Kyenge - Rassismus und kein Ende: Die rassistischen An­grif­fe gegen Italiens Integrationsministerin Frau Cécile Kyenge Kashetu, die erste schwarze Ministerin in einer italienischen Re­gie­rung, nehmen kein Ende. Bei einer Podiumsdiskussion während einer Veranstaltung des Partito Demo­cra­ti­co (PD) in Cervia (Emilia-Romagna) wurde Frau Kyenge von einem Militanten von Forza Nuova, einer rechtsextremen politischen Partei mit Bananen be­wor­fen. Er traf jedoch nur Zuschauer in den vorderen Reihen. Die aus Kongo stammende, solche Angriffe gewohnte Ministerin blieb gelassen und sagte lediglich, man solle Lebensmittel nicht verschwenden.

20. Juli 2013
Italiens Züge langsamer als vor 40 Jahren: 24 Minuten länger von Pes­cara (Marken) nach Rom, 36 von Lecco nach Brescia (beide Lombardei) und mehr als eineinhalb Stunden von Taranto (Apulien) nach Reggio Calabria (Ka­labrien). Lediglich bei einigen Hochge­schwin­dig­keits­strecken gab es (teils er­hebliche) Beschleunigungen. So kommt man heute in einer Stunde von Turin nach Mailand (gegenüber der früheren Stun­de und 44 Mi­nuten) und in 37 Mi­nuten über die Apenninen von Bologna nach Florenz, einer Strecke, für die man 1975 noch zwei Stunden und 55 Minuten brauchte.

18. Juli 2013
Abschiebung bringt italienische Regierung ins Wanken: Der ita­lie­ni­sche Innenminister Angelino Alfano (von Berlusconis Partei "Popolo della Li­bertà") und die Regierung Letta stehen gewaltig unter Druck. Ein schier un­glaublicher Ab­schie­bungs­skan­dal belastet sie. Die Mutter und die Tochter eines Dissidenten wurden kurzfristig und ohne weitere Erkundungen nach Ka­sach­stan ausgewiesen. Nach einer Aussage des kasachischen Botschafters bei der italienischen Polizei, dass der gesuchte Verbrecher Muktar Ablyazow sich in Rom aufhalte, drang eine Spezialeinheit in die Villa des Gesuchten ein und nahm dessen Frau Alma und die sechsjährige Tochter Alua fest. Inner­halb 75 Stunden befanden die italienischen Behörden, Alma und Alua seien nach Ka­sachstan auszufliegen. Es sind 75 Stunden, die jetzt die italienische Regierung ins Wanken bringen. Denn Muktar Ablyazow ist ein Dissident, der vor dem ka­sachischen Präsidenten Nasarbajew auf der Flucht ist. In­zwi­schen befindet er sich in London, wo er Asyl erhalten hat.

20. Juni 2013
Rassistische Hetze in Italien: Italiens Integrationsministerin Frau Cécile Kyenge Kashetu, die erste schwarze Ministerin in einer italienischen Re­gie­rung, wird immer wieder zum Ziel rassistischer Vorfälle. Dolores Valandro der ausländerfeindlichen Partei Lega Nord schrieb auf Facebook neben einem Fo­to von Kyenge: "Vergewaltigt sie denn niemand?" Dabei spielte sie auf den Ver­such einer Vergewaltigung zweier Frauen durch einen Schwarzen aus So­ma­lia an. Das löste immerhin eine Welle der Empörung aus, was dazu führte, dass die Poli­ti­ke­rin ihr Parteibuch abgeben musste. Auch Plakate mit der Auf­schrift "Kyenge, geh zurück in den Kongo" musste die Politikerin ertragen so­wie Äußerungen der linken TV-Moderatorin Lucia Annunziata, die es ganz selbstverständlich fand, die Ministerin vor allem zu Vielehe und Viel­göt­te­rei in Afrika zu befragen.

6. Juni 2013
Olivia Jones vom Forum Romanum verjagt: Olivia Jones (bürgerlicher Name Oliver Knöbel), Travestiekünstler und Ex-Dschungelcamperin, ist zur­zeit in Italien unterwegs für die Dreharbeiten für die RTL-Sendung "Der VIP- Bus – mit Promis auf Pauschalreise“. In Rom wollte sie das Forum Romanum, eine der Hauptsehenswürdigkeiten Roms besichtigen. Wegen ihres schrillen Auftretens wurde ihr aber der Zutritt zur archäologischen Stätte ver­wehrt. Die Polizei fand, dass ihr Outfit nicht zur Würde des Ortes passe.

22. Mai 2013
Don Andrea Gallo gestorben: Am 22. Mai starb in Genua im Alter von 85 Jahren Don Andrea Gallo, ein katholischer Priester und christlicher Sozial­re­former. Er war in Italien als der Priester der Straße bekannt. Er kämpfte im­mer ge­gen die Korruption und für die Allerärmsten in der Gesellschaft und legte sich auch nicht selten mit der kirchlichen Obrigkeit an. Bei seiner Beer­di­gung kamen Tausende. Als der Erzbischof von Genua, Kardinal Bagnasco, während der Messe den früheren Kardinal Siri erwähnte, der Don Gallo 1970 zwangversetzt hatte, wurde er von der Menschenmenge in und vor der Kirche ausgebuht.

13. Mai 2013
Luciano Lutring gestorben: Luciano Lutring, der letzte Mann der Mailänder Unterwelt, der nicht tötete, und der einmal vom "Corriere della sera" zum "Solisten auf der Maschinenpistole" hochgespielt wurde, weil er seine Waffen in einem Geigenkasten verbarg, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Im Volksmund war er der "Gentleman-Dieb". Er konnte zunächst jahrelang der Polizei entfliehen. Bei seinen Überfällen soll er mehr al 30 Milliarden Lire er­beu­tet haben. Später verbrachte er viele Jahr im Gefängnis, bis er - ein­ziger Fall in der Geschichte - zweimal begnadigt wurde, und zwar vom fran­zö­si­schen Präsidenten George Pompidou und vom italienischen Präsi­den­ten Gio­vanni Leone. Im Gefängnis hatte er zu schreiben begonnen, unter an­de­rem seine Biografie, "Le gitan" (Der Zigeuner), die verfilmt wurde, mit Alain Delon in der Hauptrolle.

9. Mai 2013
Modeschöpfer Missoni gestorben: Der italienische Modeschöpfer Ottavio Missoni ist am Donnerstag im Alter von 92 Jahren gestorben. Der Designer starb in seiner Villa in Sumirago nördlich von Mailand. Er gehörte mit Gianni Ver­sa­ce, den Brüdern Prada, Dolce & Gabbana, Valentino und Giorgio Ar­ma­ni zu den be­kann­tes­ten Modeschöpfern Italiens. Gemeinsam mit seiner Frau Ro­sita hatte er im Jahr 1953 eine Textilfabrik in Gallarate gegrün­det. Seine er­ste größere Kollektion präsentierte er 1963 in Mailand. Missoni wurde mit zahlreichen internationalen Preisen bedacht. Das Traditionslabel Missoni ist vor allem für seine Strick-Kollektionen mit bunten Streifen- und Zickzack-Mustern bekannt.

7. Mai 2013
Integrationsministerin Cecile Kyenge für "Ius soli": Die größte Über­raschung der neuen italienischen Regierung war die in der Demokratis­chen Republik Kongo geborene Integrationsministerin Frau Cécile Kyenge Kashetu. Die ausgebildete und praktizierende Augenärztin ist die allererste schwarze Ministerin in einer italienischen Regierung seit der Gründung des Landes. Ihr erster Vorstoß droht bereits, die Regierung zu spalten. Laut Frau Kyenge soll für minderjährige Ausländer in Italien künftig das "Ius Soli" ("Recht des Bo­dens") und nicht mehr das "Ius Sanguinis" ("Recht des Blutes") gelten. In Ita­lien geborene Kinder sollen demnach unabhängig von der Herkunft ihrer El­tern die italienische Staatsbürgerschaft erhalten. Vor allem das Mitte-rechts Bündnis Silvio Berlusconis wettert gegen Kyenges Vorschläge.

16. April 2013
Die letzten Beteiligten an Falcone-Mord festgenommen: Vor 21 Jah­ren, am 23. Mai 1992, waren der Staatsanwalt Giovanni Falcone, seine Frau und drei seiner Leibwächter bei einem Sprengstoffattentat in der Nähe von Pa­ler­mo getötet worden. Nun, 21 Jahre nach dem Mord, erließen die sizi­lia­ni­schen Jus­tiz­be­hör­den Haftbefehle gegen acht Mafiosi, die den Sprengstoff für den An­schlag be­sorgt haben sollen. Es war der letzte "pentito" [] von Cosa Nos­tra, Gaspare Spatuzza, der die Ermittlungsbehörden auf die richtige Spur brachte.

6. April 2013
Die Italiener trinken immer weniger Wein: In den letzten zehn Jahren sei der Konsum von Wein um 22 % ein­ge­brochen, so berichtet der landes­größ­te Landwirteverband Coldiretti. Die Zahlen bringen das Land zurück ins Jahr 1861, als in Italien (wie heute) 22,6 Millionen Hektoliter Wein getrunken wurde. Das ist weniger als die 29 Millionen hl, die in den USA getrunken wer­den (allerdings bei fünf Mal größerer Bevölkerungszahl), und in Frankreich. Die Franzosen bleiben mit 30,3 Millionen hl Weltmeister im Weinkonsum. Während der Binnenabsatz also gesunken ist, brauchen sich die Wein­bauern nicht allzu große Sorgen machen, denn italienischer Wein ist im Ex­port­ge­schäft zum Verkaufsschlager avanciert.

31. März 2013
Dolce & Gabbana wegen Steuerhinterziehung verurteilt: Die beiden Modemacher Domenico Dolce und Stefano Gabbana [] wurden in Mailand wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 343 Millionen Euro ver­ur­teilt. So entschied die Berufungskommission in zweiter Instanz. Den Beiden war Steuerhinterziehung in Höhe von rund 840 Millionen Euro vorgeworfen wor­den. Konkret wurden die Beiden beschuldigt, Scheinfirmen in Luxemburg gegründet zu haben, um – unrechtmäßig – ihre Steuerlast zu drücken. Der Prozess ging schon sehr lange. Bereits seit 2007 wurde ermittelt, in einem Prozess wurden die Vorwürfe 2011 zunächst abgewiesen, dann wurde das Urteil jedoch wieder aufgehoben.

22. März 2013
Diplomatisches Desaster zwischen Italien und Indien: Anfang 2012 war es vor der Süd­westküste Indiens zu einem Seezwischenfall gekommen, bei dem zwei Marinesoldaten des italienischen Tankers Enrica Lexie zwei in­di­sche Fischer erschossen hatten, die sie für Piraten gehalten hatten. Die Sol­da­ten ka­men in Indien vor Gericht, obwohl Italien die Zuständigkeit eines ita­lie­ni­schen Gerichts beanspruchte, da sich der Zwischenfall in inter­na­tio­na­len Gewässern ereignet habe. Trotz einer außergerichtlichen Einigung mit den Familien der Opfer auf eine Zahlung beharrten die indischen Behörden auf einen Prozess. Als der italienische Botschafter sein Ehrenwort gab, dass die bei­den Soldaten zurückkehren würden, ließ die indische Regierung sie Mitte Fe­bruar 2013 nach Italien fahren, um an der Parlamentswahl teil­zu­nehmen. Rom weigerte sich dann aber, die Seeleute wieder nach Indien zurück­zu­schicken. Von indischer Seite warf man Italien Vertrauensbruch vor. Das oberste Ge­richt Indiens ordnete an, dass der italienische Botschafter das Land vorerst nicht verlassen dürfe. Auf diese Erpressung lenkte Italien schließlich ein und schickte die Angeklagten zurück nach Indien. Ergebnis? Ein unwürdiger beiderseitiger Bruch diplo­ma­tischer Gepflogenheit.

17. März 2013
Kein freies Mandat für die "Grillini": Seltsames Verständnis von Demo­kra­tie. Der ehemalige Mafiajäger und Mit­glied des Partito democratico (PD) Pietro Grasso konnte nur dank der Stimmen der Abgeordneten der 5-Ster­ne-Bewegung des Ex-Komikers Beppe Grillo in den Senat gewählt werden, weil die Links­de­mo­kra­ten dort keine Mehrheit hatten. Grillo drohte anschließend im In­ter­net den "Abweichlern", sie aus der Bewegung auszuschließen, denn "sie hät­ten die Anweisung gehabt, einen leeren Wahlzettel abzugeben“.

18. Februar 2013
Italienisch-französische Zusammenarbeit beim Elektroauto: Der ita­lie­nische Stromversorger Enel und der französische Automobilhersteller Re­nault haben eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Elektro­mo­bi­lität ver­ein­bart. Ein serienmäßiges im Renault Z.E. eingebautes Navi­ga­tions­sys­tem soll die jeweils drei dem Auto am nächsten gelegenen Elektro-Zapfsäulen an­zei­gen. Der wichtigste Punkt des technischen Vorhabens ist aber, dass an den Stationen dank eines neuartigen Systems die Batterien der Elektroautos in­ner­halb einer halben Stunde wieder aufgeladen werden können.

6. Februar 2013
Ermittlungen gegen Alitalia wegen Betrugs: Nach der Bruchlandung einer Turboprop-Maschine von Carpatair auf dem Flug­hafen Rom-Fiumicino, bei der 16 Menschen verletzt worden waren, nahm die Staatsanwaltschaft Er­mitt­lun­gen gegen Alitalia wegen Betrugs auf. Obwohl Passagiere Alitalia-Tickets kau­fen, werden auf einigen Flügen Maschinen der rumänischen Flug­ge­sell­schaft Carpatair eingesetzt. Quasi um diesen Betrug zu cachieren, ließ Alitalia die Unglücksmaschine noch in der Nacht umlackieren und ihren Schriftzug ver­schwin­den. Die direkt nach der Bruchlandung aufgenommenen Fotos zei­gen den Flieger noch in den grün-roten Farben von Alitalia mit dem Schriftzug des Unternehmens. Am Tag darauf erstrahlte er jetzt komplett in Weiß.

18. Januar 2013
König der Paparazzi verurteilt: Fabrizio Corona, der König der ita­lie­ni­schen VIP-Fotografen, wurde vom Obersten Gericht in Rom wegen räu­be­ri­scher Erpressung und rechtswidriger Verwendung von persönlichen Daten in letzter Instanz zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der bekannte Paparazzo [] hatte mit einem Komplizen über Jahre hinweg zahlreiche Prominente er­presst, indem er gedroht hatte, unliebsame Fotos von ihnen zu ver­öf­fent­li­chen, sollten sie ihn nicht bezahlen. Inzwischen ist Corona untergetaucht und steht auch auf der Fahndungsliste von Interpol.

4. Januar 2013
Italien untersagt Kartenzahlung im Vatikan: Im Kirchenstaat kann man ab dem 1. Januar nur noch bar bezahlen, Kartenzahlungen sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Auch die Geldautomaten sind gesperrt. Die italienische Zentralbank hat Kartenzahlungen bis auf Weiteres untersagt. Besucher des Kirchenstaates sollten sich deshalb gut mit Bargeld eindecken. Die offizielle Begründung ist, dass der Vatikan bislang internationale Regeln im Kampf gegen Geldwäsche nicht vollständig umgesetzt habe. Der Vatikan sagte zu diesem Thema lediglich, dass ein Vertrag mit einem Zahlungs­dienst­leister ausgelaufen sei.

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