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AUF ITALIENS STRASSEN - VERKEHRSBESTIMMUNGEN

Gegen alle Klischees: Natürlich gibt es auch in Ita­lien die aggressiven Auto­fah­rer, die drän­geln und riskant fahren. Der Unterschied zum deutschen Ver­kehr liegt aber darin, dass in Italien eine gewisse Lässigkeit und Toleranz herrscht. Die Italiener fahren einerseits fre­cher, aber sie gehen aber auch (mit Aus­nah­men!) toleranter mit der Fahrweise der An­de­ren um. Risiken gehen sie geschickt aus dem Weg. Rechthaberisch sind die Italiener im All­gemeinen nicht. Die Devise ist eher „Leben und leben lassen“.
Leider sind die Ordnungshüter (polizia stradale, vigili urbani [vigili urbani]) in Italien gar nicht lässig, und sei es auch nur deshalb, weil die Kassen der Ge­mein­den aufgefüllt werden müssen. Aber wenn man aufpasst und sich an die Regeln und Verbote Italiens hält, kann man die lan­gen Strecken trotzdem gut bewältigen.

Notrufnummern
112 Carabinieri
113 Polizia stradale (Verkehrspolizei)
115 Vigili del fuoco (Feuerwehr)
116 ACI (Pannenhilfe)
118 Pronto soccorso (Rettung)
1530 Soccorso in mare (Seenotrettungi)

Geschwindigkeitsbestimmungen

Geschwindigkeit
innerorts
außerorts
Schnellstraße
Autobahn
Pkw
50
90
110
90 bei Regen
130
110 bei Regen
Gespanne
50
70
70
80
Wohnmobile < 3,5t
50
90
110
130
Wohnmobile > 3,5t
50
80
80
100
Der Automobil-Club warnt Autourlauber generell vor zu schnellem Fahren. Gerade während der Reisezeit werden in Italien die Tempokontrollen und die Alkoholkontrollen erheblich verstärkt. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen zwischen 22 und 7 Uhr werden um ein Drittel höhere Beträge erhoben.

MITFÜHRPFLICHT UND VORSCHRIFTEN
Ampeln (Semafori): In Italien gibt es eine Ampelphase weniger als in Deutschland, denn die Ampeln schalten von Rot direkt auf Grün, die Rot- Gelb-Phase entfällt also.
Autobahn: Abschleppen auf der Autobahn, das Wenden, Rück­wärts­setzen und das unerlaubte Spurwechseln auf Auto­bahnauf- und -abfahrten ist ver­bo­ten und wird mit hohen Bußgeldern, bis hin zu Fahrverbot geahndet. Hierzu zählt auch das Wenden oder Rückwärtsfahren an einer Maut­stelle und den Autobahnausfahrten.

Autoversicherung: Selbstverständlich ist auch in Italien eine gül­tige Au­to­versicherung Pflicht. Und schon aus ei­ge­nem Interesse sollte man darauf achten, dass man eine solche besitzt. Empfehlenswert ist auch die Be­stä­ti­gung eines aus­rei­chen­den Versicherungsschutzes mit der Grünen Ver­si­cherungskarte.

Bußgelder: Italiens Straßenverkehrsordnung, der "Codice della Strada sieht drastische Bußgelder für zahlreiche Verkehrssünden vor. Autofahrern müssen bei Missachtung von Verkehrsampeln, der Vorfahrt und des Einbahnverkehrs und weiteren Verstößen sehr tief in die Tasche greifen. Aber selbst für Falsch­parken können die Bußgelder hoch ausfallen. Weil die Bußgelder nicht kon­stant bleiben, werden sie hier nicht weiter aufgeführt. Allein fürs Falschparken gibt es Strafzettel ab 40 Euro!
Bußgelder für Ausländer. Ab ei­ner Bußgeldhöhe von 70 Euro können mitt­lerweile Strafzettel aufgrund von Tempoverstößen, Park­ver­boten oder an­de­ren Verkehrssünden EU-weit (das heißt z.B., von deutschen Be­hörden ein­ge­trieben) werden. Siehe auch den Artikel von FOCUS ONLINE. Mit Deut­schland und der Schweiz funktioniert die grenz­über­schreitende Aus­führ­ung auch ziemlich gut. Die italienische Behörde, die dem deutschen Ord­nungsamt entspricht, er­mit­telt beim Kraftfahrt­bun­des­amt in Flensburg den Fahr­zeug­hal­ter und sendet ihm eine Zahlungsaufforderung wegen Ver­kehrs­ver­stö­ßen zu. Das kann Mo­na­te nach der Rückkehr aus dem Urlaub ge­sche­hen. Der Artikel 201 des "Nuovo codice della strada" schreibt allerdings vor, dass Ausländern der Bußgeldbescheid innerhalb von 360 Tagen zugestellt werden muss. Eine Art Verjährung, also! Die Zahlungs­auf­for­de­rung erfolgt auch bei Be­trägen, die kleiner als 70 € sind, dann wird die Strafe aber nicht von der deutschen Be­hörde eingetrieben. Es empfiehlt sich, die Zahlung an Ort und Stelle zu leis­ten. Italien hat übrigens ein Punktesystem für den Führerschein eingeführt, das auch für Ausländer gilt.
Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen kann es geschehen, dass man ge­stoppt und gleich zur Kasse gebeten wird. Wer nicht zahlt, darf nicht weiter­fahren. Im Extremfall darf die Polizei das Auto beschlagnahmen.
Mit einem Euro-Kennzeichen wird in Italien (so wie übrigens in Österreich, der Schweiz und Frankreich) der "D"-Aufkleber nicht mehr benötigt.

Hintergrundfarbe der Verkehrsschilder: Reisende aus Deutschland und Österreich müssen sich umstellen, denn auf Italiens Autobahnen ist die Far­be der Verkehrsschilder Grün (wie in der Schweiz). Blau ist hingegen die Far­be für die Bundes- und Provinzstraßen, weiß für die Ortsschilder, Inner­orts­hin­wei­se und untergeordnete Strassen, braun für die Sehenswürdigkeiten.

Gurtpflicht: In Italien besteht Anschnallpflicht auf allen Sitzplätzen. Der Fahrer ist theoretisch verpflichtet, das zu kontrollieren, und haftet für seine minderjährigen Beifahrer mit, im Falle eines Unfalls sogar für alle nicht angeschnallten Personen
Gurtpflicht für Hunde: Hunde müssen in Fahrzeugen grundsätzlich ange­gurtet werden. Bei Verstößen kann es zu einer Geldstrafe oder sogar einer Anzeige kommen. Für weitere Bestimmungen zum Thema „Mitnehmen von Hunden" siehe [].
Handy: Das Telefonieren mit dem Handy ist während dem Fahren aus­schließ­lich mit einer Freisprecheinrichtung, bzw. mit Kopfhörern (Headset) erlaubt
Helmpflicht bei Motorrädern: Die Helmpflicht gilt auch für Mofas und Mo­torroller. Bei Verletzund der Helmpflicht kann das Fahrzeug für 60 Tage be­schlagnahmt werden. Wenn man innerhalb von zwei Jahren ohne Helm er­tappt wird, können es sogar 90 Tage werden. Der Helm muss unbedingt das CE-Genehmigungszeichen haben.
Jugendliche Mopedfahrer zwischen 14 und 18 Jahren, die in Italien mit kleinen Maschinen bis zu 50 ccm Hubraum unterwegs sind, benötigen einen eigenen Führerschein für Leichtkrafträder.
Kreisverkehr: Es gilt keine spezielle Regelung, somit gilt im Kreisverkehr (Rotatoria), wenn nichts anderes durch Verkehrszeichen geregelt ist, Rechts vor Links, also dass die in den Kreisverkehr einfahrenden Fahrzeuge Vorfahrt vor den sich bereits im Kreisverkehr befindlichen Fahrzeugen haben. Dies gilt besonders, wenn sich an der Einleitung das Schild „Vorfahrt geben“ befindet. Diese Grundsätze werden jedoch in der Praxis nicht immer beachtet, so dass am und im Kreisverkehr in Italien erhöhte Vorsicht angezeigt ist.
Motorräder bis 149 ccm sind auf Autobahnen verboten.
Nebelschlussleuchte: Die Nebelschlussleuchte darf nur bei Sichtweiten unter 50 m eingeschaltet werden.
Parken: Die farbigen Randstreifen und Schraffierungen haben eine Bedeu­tung: An weißen Bordsteinstreifen kann kostenlos geparkt werden, bei blauen Streifen ist das Parken gebührenpflichtig und an schwarz-gelben Streifen ist es verboten. Laut Gesetz müssten zwar die gebührenfreien Parkplätze in ei­ner Zone mindestens 20% der Gesamtfläche beanspruchen, leider halten sich die Gemeinden kaum daran. Im internationalen Vergleich steht Italien an der Spitze, was die Verteilung von „Knöllchen" betrifft. Allein für Verstöße gegen das Halteverbot werden in Italien jährlich 2,7 Millionen Strafzettel verteilt.
Promille-Grenze: Sie liegt in Italien bei 0,5 Promille. Laut ADAC wird bei einer Blutalkoholkonzentration des Fahrers von mindestens 1,5 Promille in Italien das Auto (bzw. Motorrad) enteignet – sofern Fahrer und Eigentümer identisch sind. Lesen Sie dazu einen interessanten Artikel des Stern.
Spikes: Spikesreifen sind bei Fahrzeugen bis 3,5 t zulässigem Gesamt­ge­wicht vom 15.11. jeden Jahres bis 15.3. des Folgejahres erlaubt. Die höchst­zu­läs­sige Geschwindigkeit mit Spikes beträgt 50 km/h innerorts und 90 km/h au­ßer­orts. Bei Verwendung von Spikesreifen müssen alle Räder damit aus­gerüstet sein, und die Fahrzeuge müssen hinten mit Schutzlappen versehen sein.
Tagfahrlichtpflicht: Mopeds und Motorräder müssen immer und überall mit Ab­blend­licht fahren. In Italien müssen Pkws und Lkws sowohl auf den Auto­bahnen als auch außer­halb der Ortschaften ganztägig das Abblendlicht ein­ge­schaltet haben. In schlecht beleuchteten Tunnels ist das Einschalten des Ab­blendlichts ebenso Pflicht. In der Stadt können Pkws mit Standlicht (oder ohne) fahren, wenn es die Lichtverhältnisse erlauben. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einen Ersatzlampenset dabei zu haben, auch wenn es in Italien nicht Pflicht ist.
Überholen: Das Überholen ist vor und auf Bahnübergängen verboten. Straßenbahnen dürfen rechts nicht überholt werden, wenn Fahrgäste ein- oder aussteigen.
Verbandkasten: Verbandkasten-Pflicht entsprechend der EU-Richtlinie.
Verhalten bei Verkehrsunfällen: Zu diesem Thema sehen Sie die aus­führ­liche Webseite des Außenministeriums [].
Verkehrsberuhigte Zone: Eine Zona a traffico limitato (ZTL) ist ei­ne Zo­ne mit beschränktem Verkehr, also ein Bereich, der in der Regel nur die Einfahrt für Fahrzeuge von An­woh­nern, für Lieferanten von Ge­schäf­ten und für Fahr­zeu­ge mit einer Ausnahmegenehmigung erlaubt. Für nicht berechtigte Fahrzeuge besteht entweder ein ge­ne­rel­les oder auf bestimmte Tageszeiten beschränktes Fahr­ver­bot. Der Beginn einer ZTL ist anhand einer Be­schil­de­rung deutlich erkennbar. Die Zufahrt wird in größeren Städten meis­tens durch Videokameras überwacht.
Verkehrssünderkartei: Seit einiger Zeit gibt es auch in Italien ein Punk­tesystem und eine Ver­kehrs­sün­der­kartei. Sie gilt allerdings nur für Einheimische gilt, nicht für die Inhaber ausländischer Führerscheine.
Vorfahrt auf Bergstraßen: Alle Linienbusse genießen auf Pass- und Berg­straßen Vorfahrt, unabhängig davon, ob sie berg- oder talwärts fahren.
Warndreieck: Ein Warndreieck muss mitgeführt und bei einer Panne oder einem Unfall auch pflichtgemäß angewendet werden.
Warntafel: Eine über das Fahrzeugheck überstehende Ladung muss mit einer besonderen Warntafel kennzeichnen. Mit der Warntafel ist jede nach hinten hinaus ragende Fahrzeugladung zu versehen, auch beispielsweise bei einem Heckträger (mit oder ohne Ladung). Immer wenn eine Ladung über die (im Kfz-Schein eingetragene) Fahrzeuggesamtlänge hinten hinaussteht, muss eine viereckige, mit reflektierendem Material überzogene Tafel am Ende des vorspringenden Ladungsteils angebracht werden. Sie muss mindestens 50 x 50 cm messen und rot-weiß schraffiert sein.
Warnwesten: In Italien gilt die Vorschrift, dass alle Autofahrer, die ihr Fahr­zeug auf Autobahnen oder sonstigen außerörtlichen Straßen verlassen (z.B. wegen einer Panne oder eines Unfalls) eine reflektierende Warnwes­te oder reflektierende Hosenträger tragen. Die Weste oder die Hosenträger müssen nicht den für in Italien zugelassenen Kfz geltenden Vor­schriften entsprechen.
Winterreifen: Bei winterlicher Witterung kann für einzelne Strecken die Nutzung von Winterreifen oder Schneeketten vorgeschrieben werden. Im Aostatal gilt vom 15. Oktober bis 15. April eine Winterreifenpflicht. In der Provinz Mailand sind von 15. November bis zum 31. März Winterreifen für alle Fahrzeuge vorgeschrieben, unabhängig von den konkreten Wetter­be­dingungen. Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen kann die Verordnung auch früher in Kraft treten oder verlängert werden. Als Ausnahmeregelung sind statt der Winterreifen auch Schneeketten erlaubt.
Zebrastreifen: Achtung! Zebrastreifen werden in Italien von den Auto­fahr­ern leider sehr oft ignoriert. Da wird nicht verlangsamt, wenn jemand über die Straße geht. Auch beim Abbiegen werden die Zebrastreifen kaum be­ach­tet. Vertrauen Sie deshalb als Fußgänger nicht darauf, dass Sie ein Auto­fahrer über die Straße gehen lässt, obwohl es die Verkehrs­ord­nung von ihm verlangt. Blickkontakt wird empfohlen.

BESONDERE VERKEHRSSCHILDER
Deviazione = Umleitung
Rallentare = Langsam fahren
Sbarrato = Gesperrt
Senso unico = Einbahnstraße
Tenere la destra = Rechts fahren
Tutte le direzioni = alle Richtungen
Zona traffico limitato = Verkehrsberuhigte Zone
Zona di silenzio = Hupverbot
Weitere nützliche Begriffe für den Autofahrer [].

GELTUNG DEUTSCHER FÜHRERSCHEINE
Laut einer EU-Führerscheinrichtlinie müssen sämtliche bisher gültige Führerschein-Dokumente (auch aus der ehemaligen DDR) in den an­deren EU-Staaten anerkannt werden.
 
 
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