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Cinema Paradiso (1989)
Italien/Frankreich
"Eine außergewöhnliche Hommage ans Kino, wunderbar inzeniert und photo­graphiert. Mit einer einzigartigen melancholischen Leichtigkeit, wie man sie wahrscheinlich nur in italienischen Filmen finden kann, wird man in eine traumhaft schöne Geschichte entführt, die von der ersten Liebe und der lebenslangen Leidenschaft für den Film erzählt." (Rezension amazon.de)
Der Film wird als Rückblende erzählt. Als der erfolgreiche Filmregisseur Salvatore (Totò) Di Vitta erfährt, dass ein gewisser Alfredo aus dem sizi­lianischen Dorf Ciancaldo gestorben ist, befällt ihn eine seltsame Melancholie. Er träumt sich zurück in seine Kindheit, in das kleine sizilianische Dorf, wo er sich seine Freizeit zwi­schen der Kirche und dem Kino "Paradiso" aufteilte. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Freundschaft zwischen ihm, als zehnjährigen Jungen, und Alfredo, dem alten Film­vor­führer.
Es ist kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Oft schleicht sich Totò schon nachmittags ins Kino, wo er den Pfarrer dabei beobachtet, wie er anrüchige Szenen aus den Filmen schneiden lässt. Das Kino als "Fenster zur Welt" wird für ihn ein zwei­tes Zuhause. Langsam entwickelt sich zwischen ihm und dem Film­vorführer AIfredo eine ungewöhnliche, innige Freundschaft. Für ihn ist das Kino ein Ort voller Magie, und der einfältig wirkende Alfredo ein großer Zauberer, der ihn in die Geheimnisse der Filmprojektion einweiht. Alfredo bringt dem Jungen bei, wie Filme eingelegt und vorgeführt werden.
Eines Tages passiert die Katastrophe: Eine Filmkopie fängt Feuer und das ganze Kino wird ein Raub der Flammen. Im letzten Moment kann Salvatore den verletzten Alfredo retten. Alfredo verliert bei diesem Unglück sein Au­gen­licht, und fortan führt Toto, unter der Anleitung des Blinden, die Filme im neu erbauten "Paradiso" vor. Als Salvatore unter seinem ersten Liebeskummer leidet, drängt ihn Alfredo, nach Rom zu gehen. So trennen sich die Wege der Freunde, und Toto kehrt erst in sein Heimatstädtchen zurück, als er die Nachricht von Alfredos Tod erhält. Zu seiner Überraschung hat ihm Alfredo etwas hinterlassen: all die Küsse und Umarmungen, die auf Anweisung des Pfarrers aus den Filmen geschnitten werden mussten, hat Alfredo zu einem Film zusammengeklebt."
Cinema Paradiso (Trailer Englisch)
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Ein nostalgisch gefärbter Film von bezaubernder Offenheit und fesselnder Atmosphäre, der die Geschichte des Kinos als Erlebnisort der Träume ebenso erzählt wie die fragmentarische Geschichte Siziliens, und eine faszinierende Kraft entwickelt. Gleichzeitig ist er durch feinen Humor, leise Ironie und pointierten Witz gekennzeichnet.
Der Film, dessen Originaltitel "Nuovo Cinema Paradiso" ist, ist eine Hommage an längst vergangene Kinozeiten und eine Sozialisationsgeschichte mit dem Kino als Mittelpunkt. Der international erfolgreiche Film wurde 1989 mit dem großen Spezialpreis der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes und dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Als bester europäischer Schauspieler erhielt Philippe Noiret für seine Darstellung des Alfredo den Europäischen Filmpreis.

Regie: Giuseppe Tornatore. Buch: Giuseppe Tornatore. Kamera: Blasco Giurato. Musik: Ennio Morricone, Andrea Morricone.

Besetzung: Philippe Noiret (Alfredo), Jacques Perrin (Salvatore), Salvatore Cascio (Salvatore als Kind), Marco Leonardi (Salvatore als Jugendlicher), Antonella Attili (Salvatores Mutter).

 
Giuseppe Tornatore
Tornatore, am 27. Mai 1956 in Ba­gheria (Sizilien) geboren, gehört zu den talentiertesten europäischen Filmemachern.
Bereits mit seinem zweiten Film Cinema Paradiso erhielt er im Alter von nur 33 Jahren den Oscar für den besten fremd­spra­chigen Film. Er gewann Preise für seine Filme auf den Filmfestivals in Cannes und Venedig.

Das Jahrhundert des Kinos
100 Jahre Film: Italien

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Cinema Paradiso
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Die große Tornatore-Edition
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