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Typische italienische Redewendungen


abbasso
abbasso i capitalisti
nieder mit
nieder mit den Kapitalisten
Essere magro come un'acciuga Dünn wie eine Bohnenstange sein (wörtlich: „mager wie eine Sardelle“)
Tirare l'acqua al proprio mulino
Seinen eigenen Nutzen suchen (wörtlich: „Das Wasser auf seine Mühle leiten“)
Acqua in bocca! Kein Wort darüber zu anderen! (wörtlich: „Was­ser im Mund“)
Affogare in un bicchier d'acqua
Über einen Strohhalm stolpern, in einer Pfütze ertrinken (wörtlich: „In einem Wasserglas er­trinken“)
Far venire l'acquolina in bocca Das Wasser im Mund zu­sam­men­laufen las­sen
Si metta a suo agio! /
Sentirsi a proprio agio
Machen Sie es sich bequem! (agio = Behag­lichkeit) / Sich wohl fühlen
Essere fuori allenamento
Aus der Übung sein
Ammazzare il tempo Die Zeit totschlagen
Giudicare dalle apparenze. Nach dem Äußeren urteilen
Appioppare qualcosa a qualcuno. Jemandem etwas andrehen
Non è un'aquila. Er/Sie ist nicht besonders intelligent (wörtlich: „Er/Sie ist kein Adler“).
Aver l’argento vivo addosso.
Hummeln im Hintern haben / nicht zu halten sein (wörtlich: „Quecksilber im Leib haben“)
Buttare all’aria
Durcheinander werfen
Darsi delle arie.
Sich aufspielen
Essere male in arnese. Schlecht beinander sein
Essere un asino calzato e vestito. Ein ausgemachter Esel sein (wörtlich: „Ein beschuhter und angezogener Esel sein“)

Aspetta e spera!"

Da kannst du aber lange darauf warten (wört­lich: „Warte und hoffe“). Der Satz stammt aus dem berühmtesten Lied der Faschisten: „Faccetta nera“ [].

Baciamo le mani

„Küss die Hände!" Damit war ursprünglich nicht der charmante Ausdruck gemeint, den Österreicher gerne benutzten, wenn sie eine Frau begrüßen, sondern die unterwürfige Art gegenüber höhergestellten Persönlichkeiten, denen man in Süditalien früher tatsächlich die Hand küsste (wie dem Papst). Heute wird dieser Spruch eher ironisch unter Freunden benutzt.
Mettere i bastoni fra le ruote
Jemandem einen Knüppel zwischen die Beine (wörtlich: „Räder“) werfen
Battersela
Sich aus dem Staub machen
Mettere / ficcare il becco dappertutto
Überall seine Nase (wörtlich: „seinen Schnabel“) hineinstecken
Con beneficio d'inventario Mit Vorbehalt
Darla a bere a qualcuno
Jemandem etwas weismachen (wörtlich: „zum Trinken zu geben“)
Facile come bere un bicchier d'acqua Sehr leicht (wörtlich: „Wie ein Glas Wasser trinken“)
Avere il bernoccolo per qualcosa.
Ha il bernoccolo della matematica.
Eine besondere Begabung für etwas haben (wörtlich: „Eine Beule für etwas haben“)
Er ist besonders begabt für Mathematik.
bersela.
Questa proprio no me la bevo, raccontala a tua sorella.
Sich einen Bären aufbinden lassen
Darauf falle ich nicht rein. Das kannst du deiner Schwester erzählen.
Ai tempi in cui Berta filava In uralten Zeiten (wörtlich: „In der Zeit als Ber­ta am Spinnrad saß“).
Der Spruch bezieht sich auf die Königin Ber­tra­da di Laon (auch Berthe au Grand Pied ge­nannt, Berta mit den großen Füßen) Gattin des Frankenkönigs Pippin der Jüngere und Mutter Karls des Gro­ßen.

Die Legende erzählt, dass Berta, unterwegs zu ihrem Künftigen Gatten Pippin, durch eine In­trige gefangen genommen und von einer Ge­sell­schafts­dame ersetzt wurde. Berta konnte aber fliehen und fand Zuflucht bei einem Holz­fäl­ler, bei dem sie jahrelang leb­te. Bei ihm ver­diente sie sich ihren Le­bens­un­terhalt mit­tels Arbeit am Spinn­rad. Schließlich wurde der Be­trug aufgedeckt und Berta konnte ihren Platz auf dem Thron einnehmen. Berta wurde zur Patronin der Spinnerinnen.

Notte in bianco
Schlaflose Nacht (wörtlich: „Nacht in Weiß“)
Di punto in bianco
Urplötzlich, kurzerhand, mir nichts dir nichts.
Die Redewendung kommt aus dem mili­tä­ri­schen Bereich. Mit „tiro di punto in bianco“ (tiro = Schuss, Schießen, abfeuern) ist ein Schuss mit Schusswinkel null gemeint. Weil man keine Wurfparabel errechnen musste, konnte man unvermittelt schießen. Das funk­tio­nierte aber nur aus nächster Nähe. Bertada, die Fromme wurde zur Patronin der Spinnerinnen.
Fare un bidone a qualcuno Jemanden hereinlegen (wörtlich: „Jemandem eine Mülltonne machen“)
Andare a tutta birra Sehr schnell fahren
a bizzeffe in Hülle und Fülle
Essere sulla bocca di tutti In aller Munde sein
Essere di bocca buona Nicht wählerisch sein (wörtlich: „von gutem Munde sein“)
Restare a bocca asciutta Mit offenem (wörtlich: „trockenem“) Mund dastehen
Essere di bocca larga e manica stretta. Großzügig sein in den Worten aber nicht in den Taten. (wörtlich: „Einen großen Mund und einen engen Ärmel haben“)
Mangiare un boccone Einen Happen essen
Tornare a bomba Zur Sache zurückkommen
Attaccare bottone Ein Gespräch anknüpfen, jemanden anspre­chen / anquatschen (wörtlich: „einen Knopf annähen“)

A braccetto
(andare a braccetto con qualcuno)

Arm in Arm
(mit jemandem eingehakt/Arm in Arm gehen)

alla buona

Una cenetta alla buona
einfach, unsorgfältig, ungezwungen, ins Blaue hinein (wörtlich: „auf gute Arte“)
Ein kleines zwangloses Abendessen
Avere le mani di burro Ungeschickt sein (wörtlich: „Die Hände aus Butter haben“)
Perdere la bussola
die Fassung (wörtlich: „den Kompass“) verlieren
Capitare come il cacio sui maccheroni Wie gerufen kommen („Wie der Käse auf die Maccheroni“)
Dove si sarà cacciato? Wo mag er stecken?
Prendere qualcuno a calci nel sedere. Jemanden in den Arsch treten. Der Satz steht für „Jemanden sehr schlecht behandeln“.
Rimandare qualcosa alle calende greche Etwas auf den St. Nimmerleinstag verschieben (vom lateinischen Ad calendas graecas. Sar­kastischer Spruch des römischen Kaisers Augustus. Die Griechen hatten nämlich keine Calendä.)
Fare il callo a qualcosa
Sich an etwas gewöhnen (wörtlich: „Hornhaut" wachsen lassen)
Nascere con la camicia Ein Glückspilz sein (wörtlich: Mit dem Hemd geboren werden)
Stare in campana Aufpassen (wörtlich: In der Glocke bleiben)
Menare il can per l'aia Etwas auf die lange Bank zu schieben („Den Hund auf der Tenne hin- und herführen“)
Starsene li come un cane bastonato Wie ein begossener Pudel dastehen („wie ein geschlagener Hund“)
Mondo cane!
Scheißwelt!
Cani e porci
Oggigiorno lo smartphone ce l'hanno cani e porci.
jeder (auch der letzte Mensch)
Heutzutage hat wirklich schon jeder ein Smartphone.
Averne fin sopra i capelli Die Nase gestrichen voll haben (wörtlich: „Es bis über die Haare haben“)
Far tanto di cappello a qualcuno Vor jemandem den Hut ziehen
Salvare capra e cavoli Den Kuchen aufessen und ihn behalten; zwei Übeln zugleich entgehen (wörtlich: „Die Ziege und den Kohl retten“)

Per carità!


Per carità, non ho nessuna voglia di ...

Um Gottes willen! Ich bitte Sie! Ich denke nicht daran! (wörtlich: „Aus Nächstenliebe/ Barmherzigkeit“)
Um Gottes Willen, ich hab nicht die geringste Lust, ...
Mettere troppa carne al fuoco Sich mit zu vielen Sachen gleichzeitig be­schäf­tigen (wörtlich: „Zu viel Fleisch aufs Feuer le­gen“)
Essere a cavallo Es geschafft haben, etwas im Voraus ge­won­nen haben (wörtlich: „auf dem Pferd sein“)
C'entra come i cavoli a merenda. Das passt wie die Faust aufs Auge (wörtlich: wie Grünkohl zur Jause/ Zwischenmahlzeit).
Cavoli riscaldati
(Auch:
minestra riscal­da­ta)
Der Versuch, eine gescheiterte Beziehung wie­der aufzufrischen (wörtlich: „wiederauf­ge­wärmter Gemüsekohl“)
Avere una buona / ottima cera
Gesund / sehr gesund aussehen (wörtlich: „Ei­ne gute Gesichtsfarbe haben“). Cera bedeutet auch „Wachs“. Darauf basierte das Wortspiel einer alten Fern­sehwerbung für ein Boden­wachs­pro­dukt: „Hai una buona cera!“, „Ottima direi, ho cera Grey
Non mi passa per neppure l’anticamera del cervello.
Daran denke ich nicht mal im Traum. (wörtlich: „Das geht mir nicht einmal durch das Vor­zim­mer des Gehirns.“)
Bando alle chiacchiere! Zur Sache! Schluss mit dem Ge­schwätz
Chi me lo fa fare? Warum sollte ich mir das antun? Warum sollte ich?
Non è una cima. Er/Sie ist nicht besonders intelligent (wörtlich: „Er/Sie ist keine Spitzte“)
aver la coda di paglia Ein schlechtes Gewissen haben (wörtlich: „Den Schwanz aus Stroh haben“)
Fare la coda Schlange stehen.
Guardare con la coda dell'occhio Aus den Augenwinkeln betrachten („Mit dem Schwanz des Auges sehen“)
Essere indebitato fino al collo Bis zum Hals in Schulden stecken
Andare a colpo sicuro Auf Nummer Sicher gehen
Prendersela comoda. Sich kein Bein ausreißen
essere duro di com­pren­donio. Begriffstützig sein, eine lange Leitung haben.
col contagoccie

Rivelò la verità solo col conta­gocce.
I bus col contagocce. Stu­denti a piedi all'università.
tröpfchenweise, in kleinsten Portionen / klein­sten Schritten (wörtlich: „mit der Pipette").
Er rückte nur sehr zögernd mit der Wahrheit raus.
Die Busse fahren nur äu­ßerst selten. Die Stu­den­ten müssen zu Fuß zur Uni gehen.
Prendere qualcuno in contropiede jemanden überrumpeln (contropiede = Gegenzug), Metapher aus der Fußballsprache.
Essere con la corda al collo.
Den Kopf in der Schlinge haben
Tagliare la corda. Abhauen (wörtlich: „Die Schnur abschnei­den“).
Prendere una cotta per qualcuno Sich in jemanden verlieben (cotta = Ver­liebt­heit, von cotto = gekocht. )
Essere sulla cresta dell’onda
Auf dem Gipfel des Erfolgs sein (wörtlich: „Auf dem Wellenkamm sein“)
un povero Cristo Ein armes Schwein (wörtlich „ein armer Christus“)
Avere il cuoio duro Zäh sein (wörtlich: „Ein hartes Leder zu haben“)
Tirare le cuoia Den Löffel abgeben, abkratzen („die Haut ab­zie­hen“)
Mettersi il cuore in pace Sich abfinden, resignieren (wörtlich: „Das Herz friedlich werden lassen“)
Avere più debiti che capelli Mehr Schulden haben als Haare auf dem Kopf
Avere il dente avvelenato contro qualcuno
Jemanden gefressen haben (wörtlich: „Gegen jemanden einen vergifteten Zahn haben“)
A casa del diavolo Am Arsch der Welt (wörtlich: „im Hause des Teufels“)
Saperne una più del diavolo Es faustdick hinter den Ohren haben („Eine mehr als der Teufel wissen“)
Essere come il diavolo e l’acqua santa
Wie Hund und Katze sein (wörtlich: „wie der Teufel und das Weihwasser“)
Aver un diavolo per capello
Fuchsteufelswild sein (wörtlich: „Einen Teufel pro Haar haben“)
Mi difendo

Parli anche il francese?
Per uno che non è mai stato uin Francia mi difendo!

Ich komme einigermaßen zurecht. (wörtlich: „Ich verteidige mich“)
Du sprichst auch Französisch?
Dafür, dass ich noch niemals in Frankreich war, komme ich zurecht!

Legarsela al dito
Sich etwas hinter die Ohren schreiben (wörtlich: „Sich etwas an den Finger binden“)
Divertirsi un mondo Sich großartig amüsieren
... in erba

Un artista in erba
angehender, Anfänger, Neuling (wörtlich: „im Gras“)
Ein angehender Künstler
Fare di ogni erba un fascio
Alles in einen Topf werfen (wörtlich: „Alle Kräu­ter zu einem Bund binden“)
Fino a esaurimento delle scorte Solange der Vorrat reicht
Essere il quinto evan­ge­lista Sich einbilden, dass man die Wahrheit ge­pach­tet hat (wörtlich: „Der fünfte Evangelist sein“)
Non guardare in faccia a nessuno
Auf niemanden Rücksicht nehmen (wörtlich: „Niemandem ins Gesicht schauen“)
Trattare a pesci in faccia qualcuno Jemanden bewusst sehr unhöflich behandeln (wörtlich: „Jemanden mit Fischen ins Gesicht behandeln“)
Alla faccia tua!
Dir zum Trotz! / Du kannst mich mal!
Capitare/cascare/venire a fagiolo
In den Kram passen / wie gerufen kommen (wörtlich etwa: „Es passt wie eine Bohne“). Die Etymologie ist unklar. Ein Versuch einer Erklärung bezieht sich auf die leichte Ver­füg­bar­keit der Bohnen, die man getrocknet gut konservieren kann. So hatte man, falls ein unerwarteter Gast kam, Bohnen immer zur Verfügung.
Farsersela con qualcuno
Se la faceva con le puttane.
Es mit jemanden treiben
Er verkehrte mit Nutten.
Far fuori

Far fuori un dolce
Far fuori qualcuno
erledigen, rauswerfen, kaltmachen, weg­fres­sen (wörtlich: „raus ma­chen“)
Einen Kuchen verputzen
Jemanden aus dem Weg räumen, jemanden abmurksen
Non è farina del tuo sacco. Das ist nicht auf deinem Mist gewachsen. (wörtlich: „Es ist kein Mehl aus deinem Sack.“)
È ora di farla finita! Jetzt reicht's!
Farsi vivo Sich melden, ein Lebenszeichen von sich geben
Farsi animo Mut fassen
Farsi onore Sich beispielhaft verhalten
Farsi bello Sich mit etwas brüsten
Farsi giorno/sera/tardi Tag/Nacht/spät werden
Sapere il fatto proprio Sich zu helfen wissen
Fatti i fatti tuoi!
Kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten! („Mach deine Sachen“)
Essere la favola del paese Stadtgespräch sein, in aller Munde sein
Avere fegato Mut haben (wörtlich: „Leber" haben)
Die Leber war immer schon ein Symbol für Mut und körperliche Kraft. Für die alten Grie­chen war die Leber der Sitz von Kraft, Hart­näck­ig­keit und Leidenschaft.
In diesem Zu­sam­men­hang gibt es den bekannten My­thos: Der Titan Prome­theus, der den Mut gehabt hatte, den Göt­tern das Feuer zu ent­wen­den, um es den Men­schen zu bringen, wurde auf Befehl von Zeus gefesselt und in der Ein­öde des Kau­ka­sus­ge­bir­ges fest­ge­schmie­det. Dort suchte ihn regelmäßig ein Adler auf und fraß von seiner Leber, die sich danach aber stets er­neu­erte. Erst nach langer Zeit er­löste der Held Herakles den Titanen von seiner Qual, in­dem er den Adler tötete. Schließlich wurde Prometheus von Zeus begnadigt und er­lang­te wieder seine Freiheit.
avere i nervi a fior di pelle. Völlig überreizt sein, ein Nervenbündel sein.
(Wörtlich: „Die Nerven an der Oberfläche der Haut haben“)
Toccare ferro Auf Holz klopfen („Eisen anfassen“)
Venire ai ferri corti con qualcuno

Mit jemandem aneinander geraten.
Wörtlich: „(Vom Schwert) zum Dolch übergehen“.
Ferro lungo (langes Eisen) = Schwert
Ferro corto (kurzes Eisen) = Dolch

Conciare qualcuno per le feste Jemandem die Fresse polieren
Battere la fiacca Auf der faulen Haut liegen, trödeln (fiacca = Schlappheit, Mattigkeit).
nuovo fiammante Funkelnagelneu (wörtlich: „flammend neu“)
Far fiasco Schiffbruch erleiden (fiasco = „Bauch­flasche“ [], aber auch „Reinfall“)
Eine (umstrittene) Erklärung für den Ursprung dieses Spruches geht von einem Ereignis aus, das vor langer Zeit in einem Florentiner Thea­ter eintrat, wo der berühmte Harlekin Do­me­nico Biancolelli (1636–1688) jeden Abend sein Publikum mit witzigen Monologen un­ter­hielt. Dabei benutzte er unterschiedliche Ge­gen­stän­de, mit denen er auf humorvolle Art in­ter­agierte. Eines Abends entschied er sich als für einen Monolog mit einer typischen Wein­fla­sche. Es gelang ihm an jenem Abend aber nicht, sein Publikum zu unterhalten. Die Zu­schauer langweilten sich derart, dass sie den Künstler kräftig ausbuhten.
Fare una bella figura „Einen guten Eindruck machen“ ist für die Ita­liener sehr wichtig. Angefangen vom Aus­se­hen bis zur Kleidung. Zur „bel­la figura" [] gehört auch die große Gast­freund­lich­keit der Italiener. Gäste werden groß­zügig bewirtet.
Ma figurati!
Aber ich bitte dich! (figurarsi = „sich vor­stel­len!)
In fila indiana Im Gänsemarsch
Dare filo da torcere
Eine harte Nuss für jemanden sein / zu schaffen machen (wörtlich: „Faden zum Zwirnen geben“).
Der Begriff beruht auf dem Verfahren bei der Herstellung von Textilien. Bevor ein Stoff auf dem Webstuhl entstehen kann, muss ein Fa­den („filo“) hergestellt werden. Die not­wen­di­gen Vorgänge sind dabei das Spinnen, das Spulen sowie das Zwirnen („torcitura“). Dies war in der vorindustriellen Zeit eine besonders harte Arbeit.
Fare il filo a qualcuno
Jemandem den Hof machen.
Möglicherweise ist die Redewendung auf die frühere Gepflogenheit des "andare a veglia" (auf Abendgesellschaft gehen) zurück­zu­füh­ren, bei der junge Leuten die Gelegenheit be­kamen, sich – unter den wachsamen Augen der Eltern – zu treffen. Dabei wurde Wolle gesponnen („facevano il filo“).
In fin dei conti. Schließlich, alles in allem (wörtlich: „am Ende der Rechnung“)
... con i fiocchi


un pranzo coi fiocchi

Ausgezeichnet, mit allem Drum und Dran (wörtlich: „mit Schleifen“, wie bei einem Geschenkpaket)
ein ausgezeichnetes Essen
Prendere fischi per fiaschi Etwas völlig falsch verstehen, verwechseln. (Ist ein Wortspiel:"Pfiffe für Flaschen halten“)
Non fo (faccio) per dire Ich will ja nicht angeben (wörtlich: „Ich sag ja nicht nur“)
Piangere come una fontana. Sich die Augen ausweinen. (wörtlich: „Wie eine Fontäne weinen“)
Essere una buona forchetta Ein tüchtiger Esser sein (wörtlich: „Eine gute Gabel sein)
Essere una frana Eine Person, die nichts zustande bekommt / Ein Ereigniss, das in einem großen Fiasko endet (wörtlich: „Ein Erdrutsch sein)
Il colpo di fulmine Liebe auf den ersten Blick (wörtlich: „Blitz­schlag“)
Gettare acqua sul fuoco
Schlichtend eingreifen (wörtlich: „Wasser aufs Feuer schütten“)
Avere un cervello di gallina
Ein Spatzenhirn haben (wörtlich: „ein Hühner­hirn“)
Essere in gamba. Tüchtig sein, auf Draht sein
Gambe in spalla schnell rennen, wegrennen (wörtlich: Die Beine auf die Schultern)
Darsela a gambe
Sich davonmachen
Andarsene con la coda tra le gambe
Den Schwanz einziehen und weggehen
Cadere a gambe all'aria
Aufs Kreuz fallen (wörtlich: „mit den Beinen in die Luft ...“)
Uscire dai gangheri Aus der Haut fahren (wörtlich: „Aus der Angel geraten“)
Avere una bella gatta da pelare Eine harte Nuss zu knacken haben (wörtlich: „Eine schöne Katze zu scheren haben“).
Jeder, der eine Katze hat, weiß, wie schwierig es ist eine Katze zu baden, zu kämmen oder ihr Haarverfilzungen zu entfernen.
Qui gatta ci cova! Da ist was faul! (wörtlich: „Da brütet die Katze etwas aus“)
Fare la gavetta / venire dalla gavetta Von der Pike auf ler­nen / Sich von ganz unten hoch­ar­beiten. Diese Rede­wen­dung kommt aus der mi­li­tä­ri­schen Sprache. Gavetta ist der Blech­napf, von dem Sol­da­ten mittags gegessen haben. Die Redens­art steht für einen einfachen Soldaten, der an­fangs noch aus dem Blechnapf gegessen hat, und sich bis zum Rang eines Offiziers hoch­gedient hat.
Andare a genio Gefallen, gerade recht kommen
abbia la gentilezza ... di spiegarmi

Tun Sie mir bitte den Gefallen / seien Sie so freundlich ... und erklären Sie mir

Gettonare
È uno dei pezzi più gettonati.
Von „gettone“, Einwerfmünze. Damit meint man üblicherweise „Von der Musikbox spielen lassen"
Es ist eines der am meisten gespielten Musikstücke.
Prendere in giro qualcuno
Jemanden auf den Arm nehmen
Essere su di giri Aufgedreht sein („auf Touren kommen“)
Andare in brodo di giuggiole Aus dem Häuschen geraten; vor Freude außer sich geraten (wörtlich: in eine Brühe aus „giuggiole“ geraten). Laut einigen Linguisten steht „Giuggiole“ für Chinesische Datteln, die besonders süß sind. Laut anderen Quellen soll es ei­gen­tlich „succiole heißen (in Wasser ge­koch­te Kastanien).
non andare giù

Questa storia non mi va giù!
Nicht verkraften / Akzeptieren (wörtlich: „nicht runtergehen“)
Diese Geschichte verkrafte ich nicht.
Alzare il gomito
Ha alzato troppo il gomito.
Einen heben (wörtlich: „den Ellbogen heben“)
Er hat zu viel getrunken.
Andare a gonfie vele Gut vorankommen („Mit vollen Segeln" fahren“)
Prendere un granchio

Hereinfallen / einem Trugschluss erliegen (wörtlich: „Eine Krabbe fangen“)
grilli per la testa Flausen im Kopf (wörtlich: „Grillen im Kopf“)
Dovrei sbagliarmi di grosso, se... Ich müßte mich schon sehr irren, wenn...
A guardar bene Wenn man genau hinschaut / schaut man genau hin
Guardare in faccia la realtà. Den Tatsachen ins Auge sehen
Stare in guardia Auf der Hut sein. In guardia / en garde ist ein Kommando aus dem Bereich des Fech­tens, das die Fechter auffordert, sich zum Kampf aufzustellen.
Avere una infarinatura di ...

Oberflächliche Kenntnisse haben von ... (wörtlich: „eingemehlt sein ...“)
Datti all'ippica

Ma datti all'ippica!

Lass die Finger davon (wörtlich: „Gib dich dem Reitsport hin“) – ironischer Rat an unfähige.
Geh besser Kühe hüten!
Costa un'ira di dio. Es ist außergewöhnlich teuer (wörtlich: „Es kost­et einen Zorn Gottes“)
All' italiana „Auf italienische Art“, also typisch italienisch. Beispielsweise eine Speise. Der Begriff wird oft auch als Selbstkritik verwendet, wenn man etwas schlampig und unsystematisch gemacht wird [].
Andare liscio.
Per fortuna è andato tutto liscio.
Gut ausgehen. (liscio = glatt)
Glücklicherweise ist alles reibungslos ver­laufen.
Prendere lucciole per lanterne Etwas völlig falsch verstehen („Glühwürmchen für Lanternen halten“)
Sbarcare il lunario Gerade über die Runden kommen / sich durchschlagen / sich recht und schlecht über Wasser halten.
Ein „lunario“ ist ein Mond­ka­len­der, ein am Lauf des Mondes orien­tier­ter Kalender. Er ent­hält auch zu­sätz­li­che Infor­ma­tio­nen wie die Hei­li­gen, die Mond­pha­sen, Wetter, Feste, Mes­sen und Märk­te, Sprüche, Gedichte in der Volkssprache und Volksweisheiten.
Im erweiterten Sinn bedeutet „lunario“ auch „Jahr„. „Sbarcare“ (wörtlich: „vom Boot ge­hen“) bedeutet „an Land gehen“, „an­kom­men“. So steht der Spruch etwa für „Das Ende des Jahres (mühsam) erreichen.
Aver la luna per traverso Schlecht gelaunt sein (wörtlich: „Den Mond quer haben“)
Avere una fame da lupo. Einen Mordshunger haben (wörtlich: „Einen Wolfshunger haben“)
In bocca al lupo! Viel Glück! („in den Mund des Wolfes!“)
Mangiare come un lupo Wie ein Scheunendrescher essen (wörtlich: „Wie ein Wolf fressen“)
Avere il magone Einen Kloß im Hals haben, großen Kummer haben
Come mamma l'ha fatto.
Nackt (wörtlich: „wie ihn seine Mutter gemacht hat“)
Ci mancherebbe altro!
Das wäre ja noch schöner! / Das fehlte ge­ra­de noch!
fuori mano
abgelegen, entlegen
Dare una mano (a qual­cu­no) (Jemandem) helfen („Eine Hand geben“)
Mettere le mani avanti
Sich absichern, Vorkehrungen treffen
Cogliere qualcuno con le mani nel sacco
Jemanden auf frischer Tat ertappen (wörtlich: „Jemanden mit den Händen im Sack er­tap­pen“)
È un'altro paio di maniche. Das ist ein anderes paar Schuhe, das ist et­was ganz anderes (wörtlich: „Das ist ein anderes paar Ärmel).
Essere in alto mare
Noch weit vom Ziel entfernt sein („Auf hoher See sein“)
Meno male! Gott sei Dank! (wörtlich: „weniger schlecht!"
Metti che / mettiamo che Angenommen, dass; gesetzt den Fall, dass
Reggere il moccolo. Die Anstandsperson, der ungelegene Dritte sein. (wörtlich: „Die Kerze halten“)

un mondo
godersela un mondo

sehr viel, köstlich (wörtlich: „eine Welt“)
sich köstlich amüsieren

andare a monte



L'affare è andato a monte

Ins Wasser fallen, platzen. Die Redensart kommt von monte dei pegni (Pfand­leih­an­stalt). Wenn man zum „monte“ ging, war man gescheitert.
Das geschäft ist geplatzt
... da morire

Ho una sete da morire.
Mi piace da morire.
(wörtlich: „zum sterben“) Dient dazu, eine Aussage zu betonen.
Ich sterbe vor Durst.
Es gefällt mir wahnsinnig gut.
Prendere (bzw. menare) per il naso qualcuno. Jemanden veräppeln
Restare con tanto di naso Enttäuscht sein / ein langes Gesicht machen
Lasciare qualcuno con palmo di naso Jemanden unverrichteter Dinge abziehen lassen („mit einer langen Nase lassen“)

andare a naso

Nach dem Gefühl gehen (wörtlich: „nach der Nase“)
Niente ... Niente = Nichts. In der Umgangsssprache wird „niente“ ab und zu am Anfang eines Satzes verwendet, um ihn sozusagen ein­zuleiten und ihm von vornhinein Gewichtung zu nehmen. Etwa im Sinn „nicht der Rede wert„.
è un invito a nozze Es ist eine gute Gelegenheit / etwas, worauf man nur so gewartet hat, was man gerne in Anspruch nimmt. (wörtlich: „Es ist wie die Einladung zu einer Hochzeit“).
Dare nell'occhio Auffällig werden
A occhio e croce Über den Daumen gepeilt / schätzungsweise
Avere gli occhi foderati di prosciutto
Nichts sehen wollen, Tomaten vor den Augen haben (wörtlich: „Die Augen mit Schinken gefüttert haben“)
A colpo d’occhio
Roh geschätzt, über den Daumen gepeilt („beim ersten Blick“)
A occhio nudo Mit bloßem Auge (wörtlich: „mit nacktem Auge“)
A perdita d’occhio
So weit das Auge reicht (sinngemäß: „Bis sich das Auge verliert“)
a tutt'oggi bis (einschließlich) heute
Alzarsi di buon'ora Zeitig / Früh am Morgen aufstehen
Fare le ore piccole Bis in den frühen Morgen aufbleiben / Es sehr spät werden lassen (wörtlich: „die kleinen Stunden machen“)
Fare orecchio da mercante Auf diesem Ohr taub sein („Des Ohr eines Kaufmanns machen“)
Esser tutt'orecchi Ganz Ohr sein
Cadere dalla padella nella brace Vom Regen in die Traufe kommen („Von der Pfanne in die Glut fallen“)
essere una palla al piede di qualcuno Jemandem ein Klotz am Bein sein
Cogliere la palla al balzo Die Gelegenheit beim Schopfe packen („Den Ball beim Springen fangen“)
Andare nel pallone Ins Schleudern wörtlich:kommen, einen Blackout ha­ben („in den Ballon gehen“)
È un pallone gonfiato Er ist sehr eingebildet, ein aufgeblasener Sack.
Fare il palo Schmiere stehen (wörtlich: „den Pfahl tun“)
Saltare di palo in frasca Vom eigentlichen Thema oder Problem abkommen, abschweifen. (wörtlich: „vom Pfahl/ Baumstamm zum Laubzweig springen“)
Rendere pan per focaccia
Gleiches mit Gleichem vergelten (wörtlich: „Brot mit focaccia vergelten“)
Restarsene in panciolle Auf der faulen Haut liegen (mit dem Bauch nach oben. Panciolle, von pancia (Bauch).
Trovare pane per i propri denti Einen harten Widerstand / Widersacher finden („Brot für die eigenen Zähne finden“)
A ogni morte di papa.

In Sicilia nevica ad ogni morte di papa.
Sehr selten (Der Tod eines Papstes ist schließ­lich ein seltenes Ereignis)
In Sizilien schneit es sehr selten.
Alti papaveri Sehr wichtige / reiche / einflussreiche Per­sön­lichkeiten / Bonzen (wörtlich: „Hohe Mohn­blu­men“). Siehe auch den Schlager „Papaveri e papere“ [].
Die Redewendung „alti papaveri“ lässt sich zurückführen auf eine vom Historiker Titus Livius geschilderte Anekdote zur Be­la­gerung der Stadt Gabii durch den König L. Tarqui­nius Superbus. Weil die Eroberung der Stadt ins Stocken geraten war, beschloss Tar­qui­nius Superbus die Stadt mit einer List ein­zu­nehmen. Er beauftragte seinen Sohn Sextus, sich in Gabii als Überläufer auszugeben. Die Gabier nahmen Sextus freundlich auf und hofften mit seiner Hilfe Tarquinius Superbus bezwingen zu können. Sextus wurde schließ­lich, nachdem er sich das Vertrauen der Ga­bier erworben hatte, zum Feldherrn gewählt und wurde bald zum einflussreichsten Mann der Stadt. Weil er aber nicht wusste, wie er weiter vorgehen sollte, sandte er einen Boten nach Rom, um von seinem Vater Instruktionen einzuholen. Dieser sprach jedoch nicht mit dem Boten, sondern schlug in dessen Anwesenheit die Köpfe aller Mohnblumen seines Gartens schweigend ab. Sextus verstand den verschlüsselten Hinweis und – während er die Einwohner Gabiis durch Geschenke und Vergünstigungen für sich gewann – vernichtete er durch politische Intrige und Meuchelmord nach und nach die herrschende Elite der Stadt. Schließlich konnte die ver­waiste Stadt, ohne Berater und Helfer, kampflos den römischen König überliefert werden.
Avere la parlantina sciolta Redselig sein, ein flottes Mundwerk haben
Prendere sulla parola. Beim Wort nehmen
Rimangiarsi la parola Sein Wort zurücknehmen
Avere le mani di pastafrolla Jemand sein, dem alles aus den Händen rutscht. (wörtlich: „Die Hände aus Mürbeteig haben"). Es wird oft mit „ungeschickt sein“ übersetzt, was aber nicht 100% treffend ist.
Lascia perdere!
Lass es sein!
Non stare più nella pelle
Es nicht mehr abwarten können („Nicht mehr in der eigenen Haut bleiben können“)
Salvar la pelle
Mit heiler Haut davon kommen
Trovare il pelo nell'uovo Das Haar in der Suppe suchen (wörtlich: „Das Haar im Ei finden“)
Lasciarci le penne Ins Gras beißen (wörtlich: „Federn lassen“)
Andare a pennello Haargenau passen, tadellos sitzen. Die Ety­mo­logie ist unsicher. Möglicherweise steht es für: so tadellos, als sei es gemalt („pennello"= Pin­sel) worden.
Dove sei andato a pescare quel tipo? Wo hast du denn den aufgegabelt („gefischt“)?
Buttarsi a pesce su qualcosa Sich auf etwas stürzen („wie ein Fisch“)
Chi dorme non piglia pesci Es wird einem nichts in den Schoß gelegt (wörtlich: „Wer schläft, fängt keine Fische“).
Non sapere che pesci pigliare Mit seinem Latein am Ende sein (wörtlich: „Nicht mehr wissen, was man für Fische fangen soll“)
Pesce grosso Ein großes Vieh
Trattare a pesci in faccia qualcuno Jemanden bewusst sehr unhöflich behandeln (wörtlich: „Jemanden mit Fischen ins Gesicht behandeln“)
Sentirsi come un pesce fuor d'acqua Sich unbehaglich fühlen, nicht wissen, was man tun soll. (wörtlich: Sich wie ein Fisch außerhalb des Wassers fühlen“)
Un pesce lesso Ein langweiliger Mensch (wörtlich: „Ein ge­koch­ter Fisch“)
Pesce d'aprile Aprilscherz (wörtlich: „Aprilfisch“)
Pensa che
Pensa che
Gianni dopo trent'anni è tor­nato in Italia
Stell dir vor (wörtlich: „denk, dass“)
Stell dir vor, dass Gianni nach dreißig Jahren nach Italien zurückgekehrt ist.
Il piacere è tutto mio.
Das Vergnügen ist ganz meinerseits
Ma fammi il piacere! „Tu mir den Gefallen und hör auf „/ „Aber ich bitte dich!" / „Erzähl doch nich so was!“ / „Hör doch auf mit dem Schmarrn!„. wörtlich: „Tu mir den Gefallen!“.
di sana pianta
È inventato di sana pianta.
völlig, von Grund auf
Es ist völlig aus der Luft gegriffen.
A ogni piè sospinto Auf Schritt und Tritt (wörtlich: „bei jedem nach vorne geschobenen Fuß“)
Far piazza pulita. Reinen Tisch machen.
Rispondere picche Paroli bieten / einen Korb geben (wörtlich: „Pik antworten“)
Il sole picchia. Die Sonne sticht (wörtlich: „Die Sonne schlägt“)
Prendere due piccioni con una fava zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen („Zwei Tauben mit einer Bohne fangen“)
Piove sul bagnato. (wörtlich: „Es regnet auf nassen Boden“). Es bedeutet, dass etwas Gutes auf jemenden zukommt, der es eigentlich nicht braucht (z.B. wenn ein Millionär im Lotto gewinnt).
C'è poco da scegliere Da hat man keine Wahl
Conosco i miei polli Ich kenne meine Pappenheimer („Hühner“)
A porte chiuse Unter Auschluß der Öffentlichkeit (wörtlich: „bei geschlossenen Türen“)
Andare in porto
L'affare è andato in porto.
Gut ausgehen, klappen. (wörtlich: „In den Hafen gelangen“)
Das Geschäft wurde unter Dach und Fach gebracht.
Fare il portoghese Keinen Eintritt bezahlen (wörtlich: „Den Por­tu­giesen geben“). Die Redewendung ist ver­mut­lich auf ein Ereignis zurückzuführen, das sich im 18. Jahrhundert in Rom ereignete. Der por­tugiesische Botschafter beim Papst hatte alle seine Landsleute zu einer kostenlosen Thea­ter­dar­stellung im Teatro Argentina ein­geladen. Man musste sich nicht ausweisen, es reichte, wenn man angab, Portugiese zu sein. Viele Rö­mer nutzten die Gelegenheit, indem sie sich für Portugiesen ausgaben.
Ai posteri l'ardua sentenza „Die Nachwelt soll den Urteilsspruch fällen“. Wenn man sich mit unterschiedlichen Mei­nun­gen entgegensteht, ohne sich einigen zu kön­nen, dann schließt man gerne mit diesem Spruch ab, der aus einem Gedicht von Ales­sandro Manzoni [] stammt.
a prescindere da ... abgesehen von ...
Non te la prendere. Mach Dir nichts daraus.
Essere come il prezzemolo
Wie die Petersilie sein (behauptet man von etwas / jemandem, das/den man oft und überall antrifft)
Trovare la pappa pronta. Sich ins gemachte Nest setzen / Sich ins gemachte Bett legen (wörtlich: „Das fertige Essen finden“)
Bagnato come un pulcino Pudelnass sein („nass wie ein Kücken“)
Mettere i puntini sulle i
Klarheit in die Sache bringen (wörtlich: „Den Punkt auf den Buchstaben i setzen“)
Quanto prima So bald es geht, Je früher desto besser
Cameriere quant'è? Herr Ober, was macht das?
Partire in quarta
Loslegen (wörtlich: „Im vierten Gang los­fah­ren“). Eine der Welt des Autos entlehnte Metapher.
Fare quattro passi
Einen kleinen Spaziergang machen (wörtlich: „Vier schritte gehen“).
Farsi in quattro per qualcuno Sich für jemanden ins Zeug legen (wörtlich: „Sich für jemanden vierteilen“)
Essere quattro gatti
Nur wenige Leute (wortl. „vier Katzen“) sein
Gridare ai quattro venti
In alle Welt („in alle vier Windrichtungen“) hinausposaunen
In quattro e quattr’otto
Im Handumdrehen („In vier und vier ist acht“)
Non avere il becco di un quattrino
Keine müde Mark mehr haben (wörtlich: „Nicht den Schnabel eines Pfennigs haben“).
Andare a ramengo Vor die Hunde gehen. in den Dialekten des Venetos steht „ramengo“ für Ruin, Ver­der­ben.
Serbar rancore a qualcuno (per qualcosa). Groll gegen jemand hegen (wegen etwas).
Jemandem (etwas) übel nehmen.
Essere più realisti del re Päpstlicher als der papst sein
Non cavare un ragno dal buco
Auf keinen grünen Zweig kommen (wörtlich: „Keine Spinne aus ihrem Loch herauskriegen“)
Ridere a denti stretti Eines erzwungenen Lachens lachen (wörtlich: „Mit eng verschlossenen Zähnen lachen“)
Ridere sotto i Baffi Sich ins Fäustchen lachen (wörtlich: „Unterm Schnurrbart lachen“)
Alla romana Getrennte Kasse (wörtlich: „auf römische Art“)
All'acqua di rose Sehr oberflächlich, unernst ausgeführt (wörtlich: „mit Rosenwasser“)
Ingoiare il rospo In den sauren Apfel beißen (wörtlich: „Die Kröte hinunterschlucken“)
Sputa il rospo! Heraus damit! / Sag,was du wirklich denkst! (wörtlich: „Die Kröte ausspucken“)
- Andare a rotoli.
- Mandare a rotoli.
- Vor di Hunde gehen („hinunter rollen“)
- vermasseln.

... e rotti
diecimila e rotti

... und ein paar Zerquetschte
zehntausend und ein paar Zerquetschte
a rotta di collo Hals über Kopf, völlig überstürzt (wörtlich: „halsbruchartig“)
Andare a ruba Wie warme Semmeln verkauft werden ("Rubare" heißt auch stehlen)
Cogliere qualcuno con le mani nel sacco.
Jemanden auf frischer Tat ertappen (wörtlich: „Mit den Händen im Sack“)
Mettere qualcuno nel sacco. Jemanden reinlegen (wörtlich: „In den Sack tun“)
Picchiare qualcuno di san­ta ragione Jemanden gehörig verprügeln (wörtlich: „jemanden aus heiligem Grund schlagen)
avere poco sale in zucca
Wenig Grips (wörtlich: „Salz“) im Kopf haben
Sballarle grosse. Dick auftragen („sballare" = „auspacken“)
Stare stretti come sardine. Eng gepfercht sein / zusammen gedrängt sein (wörtlich: „wie Sardinen in der Dose“)
A breve scadenza kurzfristig
Scamparla bella. Mit einem blauen Auge davonkommen
Fare le scarpe a qualcuno.

Jemandem schaden, gegen jemanden hinter seinem Rücken intrigieren, meistens um sei­nen Platz einzunehmen (wörtlich: „Jemandem die Schuhe machen“).
Es sieht so aus, als würde diese Rede­wen­dung, mit der Bedeutung „jemanden zu eli­mi­nie­ren" (metaphorisch oder tatsächlich), ihren Ursprung im Süden Italiens habe, und zwar in der Sitte aus dem 17. Jahrhundert, promi­nen­ten Toten neue, extra für ihre letzte Reise an­gefertigte Schuhe anzuziehen.

Rompere le scatole a qualcuno. Jemandem auf die Nerven gehen (wörtlich: „Jemandem die Schachteln kaputt machen“).
Avere uno scheletro nell'armadio Dreck am Stecken haben (wörtlich: „Einen Skelett im Schrank haben“)
Scherzo da prete
Schlechter Scherz (wörtlich: „ein Pfaffenscherz“)
Buonanotte al secchio! Lassen's wir's sein, da gibt's nichts mehr zu tun! Na dann gute Nacht! (wörtlich:" Gute nacht dem Kübel“)
Discutere sul sesso degli angeli
Sich um des Kaisers Bart streiten (wörtlich: „Über das Geschlecht der Engel diskutieren“)
Essere agli sgoccioli Fast am Ende sein (wörtlich: „Am Ende des Tröpfeln sein“)
C'è un sole che spacca le pietre. Es ist sehr heiß (wörtlich: „eine Sonne, die Steine bricht“).
Vivere alle spalle di qualcuno Auf jemandes Kosten leben, jemandem auf der Tasche liegen (wörtlich: „auf den Schultern von jemandem leben“)
Arrampicarsi sugli specchi
Sich aufs Glatteis begeben (wörtlich: „Auf ei­nen Spiegel klettern“)
Bere come una spugna
Saufen wie ein Loch (wörtlich:"Trinken wie ein Schwamm“)
Tenere il piede in due staffe Zwei (oder mehrere) Eisen im Feuer haben (wörtlich: „Den Fuß in zwei Steigbügel halten“)
Stare a stecchetto
Tenere qualcuno a stecchetto
Eine strenge Diät befolgen
Jemanden kurz halten
Avera la stoffa
Ha la stoffa del vincitore.
Das Zeug haben (wörtlich: „den Stoff haben)"
Er hat das Zeug zum Sieger.
Essere ridotto a uno straccio Völlig heruntergekommen sein, elend aussehen (wörtlich: zu einem Fetzen / Putzlumpen geworden sein)
Rimanere di stucco Verblüfft sein (wörtlich: „Wie aus Stuck bleiben“)
Averne le tasche piene Von etwas die Schnauze voll haben („Die Ta­schen voll haben“)
Dar tempo al tempo

Sich Zeit lassen (wörtlich: „Der Zeit Zeit geben“)

Aver fatto il proprio tempo

Sich überlebt haben (wörtlich: „Seine Zeit ge­macht haben“)

Lascia il tempo che trova

Es ist überflüssig, von keinem Nutzen (wört­lich: „Es lässt das Wet­ter, wie es ist)

a lungo termine langfristig
Senza mezzi termini Ohne Umschweife / klipp und klar (wörtlich: „Ohne Halbausdrücke“).
Non sapere dove sbattere la testa Weder ein noch aus wissen / Nicht wissen, wo einem der Kopf steht
Andare in tilt Ausrasten, verrückt spielen, durchdrehen.
Ist vom TILT beim Flipper abgeleitet, wenn das Spiel wegen Stoßens, Rüttelns beendet wird.
Giocare un brutto tiro a qualcuno Jemandem einen bösen Streich spielen
toccare a
A chi tocca?
An der Reihe sein
Wer ist dran?
Fare il finto tonto Sich dumm stellen
Tagliare la testa al toro Einen schnellen Entschluss fassen / Kurzen Prozess machen (wörtlich: „Dem Stier den Kopf abschneiden“)
Il troppo stroppia Allzu viel ist ungesund (wörtlich: „Das Zuviel ist zuviel“)
Non capire un tubo. Nur Bahnhof verstehen (wörtlich: „Kein Rohr verstehen“)
Bestemmiare come un turco. Fluchen wie ein Bierkutscher (wörtlich „Wie ein Türke fluchen“).
Essere al verde. Blank sein.
Che cosa me ne viene? Was springt für mich heraus? Was für einen Vorteil habe ich davon?
Chi vivrà vedrà Die Zukunft wird's zeigen (wörtlich:"Wer es erlebt, wird es sehen“)
Far buon viso a cattivo gioco. In den sauren Apfel beißen. (etwa; „Gute Miene zum bösen Spiel machen“)
Avere voce in capitolo Mitspracherecht haben, etwas zu melden ha­ben (wörtlich: „eine Stimme im Kapitelsaal haben“). Der Kapitelsaal ist die Ver­samm­lungs­stät­te einer klösterlichen Gemeinschaft.
volerci
Ci vuole del tempo.
Ce n'è voluto perché fossi pronta.
Ci vogliono dei soldi.
Ci vuol (ben) altro che ...
Questa proprio non ci voleva.
Benötigen, brauchen, dauern
Das braucht seine Zeit.
Das hat aber lange gedauert, bis du fertig warst.
Dazu braucht man Geld.
Es gehört schon mehr dazu, um ...
Das hat gerade noch gefehlt!
Volerne a qualcuno
Anche se non vieni con noi non te ne voglio
Jemandem böse sein.
Auch wenn du nicht mit uns mitkommst, nehme ich es dir nicht übel.
Quando ci vuole ci vuole! Was nötig ist, ist nun mal nötig! Das musste getan werden!
Dieser Satz wird i. A. verwendet, wenn man sich für eine Tat rechtfertigen will, die als unpassend oder übertrieben gilt (z.B. ein Kind bestrafen, etwas Teures kaufen etc.).
Capire al volo Im Nu begreifen, sofort verstehen
Darsi la zappa sui piedi Sich ins eigene Fleisch schneiden (wörtlich: „Mit der Hacke auf die eigenen Füße hauen“)
Andare a zonzo, andare a spasso Herumbummeln, herumspazieren


 
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