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Ravello
 
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Ravello ist ein kleiner Ort an der italienischen Amalfiküste in Kampa­nien, in der Pro­vinz Salerno.
Über Serpentinenstraßen gelangt man in den kleinen Ort der, der etwa 300 m hoch über dem Meer auf einer natürlichen Terrasse gelegen ist, zwischen den Tälern der Bäche Dragone und Regina. In Ravello bieten sich dem Besucher unzählige wunderschöne Aussichten über die Amalfiküste, das Meer und die umliegenden Weinberge. Der kleine Ort ist Ziel zahlreicher Touristen und Sitz des jährlich in den Sommermonaten stattfindenden „Ravello Festivals" (1953 zu Ehren Richard Wagners ins Leben gerufen). Die Schönheit des Ortes, seine Anmut und Freiheit inspirierte zu allen Zeiten seine Bewohner und Besucher.
Der Dom von Ravello
Toro (wie Ravello ursprünglich hieß) wurde wahrscheinlich im 6. Jahrhundert n.C. von römischen Kolo­nisten gegründet, die vor den Angriffen der Barbaren hier Zuflucht gesucht hatten. Seine Geschichte ist eng mit dem Aufstieg und dem Verfall der Republik Amalfi verbunden. Im 9. Jahrhundert wurde sie, wie alle Orte der Küste, in diese Republik eingegliedert.

Im 11. Jahrhundert versuchte die Stadt, sich von der Vorherrschaft Amalfis zu befreien. Als Amalfis Bevölkerung den Normannenkönig Roberto Guiscardo im Jahre 1081 verriet und ihren eigenen Dogen wählte, rebellierte die Stadt ge­gen Amalfi und verweigerte sich, dem Verrat zu folgen und verdiente sich des­halb den Namen „Ribelle“ (Rebell), von wo ihr heutiger Name abstammt, der ihr von der Bevölkerung Amalfis gegeben wurde. Bei dieser Gelegenheit hatten sie die Unterstützung von Papst Viktor III, der Ravello von der Ab­häng­ig­keit Amalfis befreite indem er einen Bischofspalast bauen ließ und als Konsequenz im Jahre 1086 einen Bischofssitz gründete.
Der Ort wurde eingefriedet und die adeligen Familien begannen, ihre Prunk­villen zu bauen und wählten ihren eigenen „Doge“. Ravello wurde eine wirt­schaftliche Macht, Sitz blühender Textilunternehmen.

Villa Cimbrone []

Mit der Eroberung Süditaliens durch die Normannen wurde Ravello 1131 ins Normannischen Reich eingegliedert. 1137 verwüstete die Republik Pisa drei Tage lang Ravello: Trotzdem fand Ravello die Kraft, sich zu erholen, auch dank der erworbenen Erfahrungen im Seehandel besonders mit Sizilien und dem Orient, und erreichte den Gipfel seines Glanzes im 13. Jahrhundert, als die Stadt i die stolze Einwohnerzahl von 36.000 Einwohnern hatte.
In de darauffolgenden Jahrhunderten begann der langsame Niedergang der Stadt. Im 17. Jahrhundert dezimierte die Pest die Bevölkerung; 1818 wurde der Bischofssitz abgeschafft und wieder an Amalfi angeschlossen.

Auf dem Belvedere der Villa Rufolo

Die Musik hat eine sehr wichtige Rolle im Städtchen, wo tatsächlich jedes Jahr die „Gründung Ravello" das Ravello Festspiele organisiert, eine Vorstellung von symphonischen und Kammermusik, Oper, Ballett, Kino und visuellen Künsten; wertvolle musikalische Gruppen und bedeutende Künstler nehmen an dieser Veranstaltung teil. Heute ist Ravello eine der am besten begehrten Zielen der Amalfi-Küste und der bekanntesten in der Welt.

Die Familie Rufolo, eine der reichsten in Ravello, ließ im 13. Jahrhundert die gleichnamige Villa auf einem Felsvorsprung bauen, die noch heute berühmter Anziehungspunkt für tausende Besucher ist. Nicola Rufolo, ein Angehöriger dieser Familie, stiftete 1272 die Kanzel im Dom: eines der Meisterwerke ara­bisch-byzantinischer Mosaikarbeit. Landolfo Rufolo wurde von Boccaccio in seinem Decameron erwähnt (2. Tag, 4. Novelle).
Die Villa Rufolo wurde, halb verfallen, im Jahr 1851 von dem Schotten Francis Neville Reid gekauft und erneuert. In den Gärten der Villa fand Richard Wa­gner 1880 die Inspiration für das Bühnenbild des 2. Aktes („Klingsors Zaubergarten“) seiner Oper Parsifal.
Die Villa Rufolo ist heute Sitz des „Centro Universitario Europeo per i Beni Culturali" („Europäisches Universitätszentrum für das Kulturelle Erbe“), das u.a. Projekte für Kultur- und Umweltschutz sowie neue Ansätze zum Kul­tur­tourismus entwickelt
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Boccaccio
Giovanni Boccaccio war ein ita­lie­ni­scher Schrift­steller des 14. Jahr­hun­derts, Dichter und bedeutender Ver­tre­ter des Humanismus. Sein Meis­ter­werk, das Decameron [], por­trä­tiert mit bis dahin unbekanntem Realis­mus und Witz die facet­ten­reiche Ge­sellschaft des 14. Jahr­hunderts und erhebt ihn zum Be­gründer der pro­sa­ischen Erzähl­tra­dition in Europa.

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