NEU: ITALIEN-BLOG |
Pastasorten |
Die Ursprünge |
Schon seit der
griechischen Antike sind Nudelgerichte bekannt, und in
etruskischen Gräbern fand man Abbildungen von Geräten
zur Nudelherstellung. Im Jahr 1150 schrieb der arabische Geograph Al-Idrisi,
in Sizilien würde Fäden aus Weizen gekocht, die von Muslimen
wie von Christen gleichermaßen gern gegessen
würden. Das ist ein Beweis dafür, dass es nicht Marco Polo (1254 - 1324) war, der die Spaghetti erstmals, aus China kommend, in Italien einführte. |
Die Legende über Marco Polo und die Spaghetti wurde in den USA erfunden. Sie war erstmals im Macaroni Journal zu lesen, einem von der Nudelindustrie gesponsorten Magazin. |
Heute gibt es immer
weniger traditionelle Pastaproduzenten (pastifici)
in Italien, der Großteil der Teigwaren wird industriell
hergestellt. |
Das
italienische Wort „Pasta“ steht gleichzeitig für „Teig“ (z. B. Kuchenteig) und für „Nudeln“,
die aus einen einfachen Teig aus Mehl, Wasser, Salz und (manchmal) Eiern hergestellt
werden. |
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Pastasciutta |
Pasta wird in Italien seit eh und jeh ausschließlich als erster Gang gegessen, niemals als Beilage für ein Fleischgericht (das Gleiche gilt auch für Reis). Eher selten besteht der „primo“ (erste Gang) aus einer Suppe wie „minestrone“ (dicke Gemüsesuppe) oder „brodo“ (Fleischbrühe), die auch Nudeln enthalten kann. „Pasta in brodo“ steht für Teigwaren in Fleischbrühe. Diese Zubereitungsart ist etwa bei Tortellini sehr beliebt. Weit üblicher ist die „trockene“ Zubereitung. Die Pasta wird in Wasser gekocht und nach dem Abtropfen entweder „al burro" (mit Butter) als einfachste Variante oder mit einem „sugo“ (Sauce) serviert. Der Oberbegriff für diese Zubereitungsarten ist „PASTASCIUTTA“ (ital. asciutto = trocken). |
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Mit oder ohne Ei? |
Es hält sich hartnäckig
das Gerücht, dass italienische Pasta ausnahmslos
ohne Eier hergestellt würde. Das gilt in Wirklichkeit nur für die sogenannte „pasta secca“ (die trockenen Nudeln). Diese wird tatsächlich ohne Eier und
ausschließlich aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt.
Die in Form gestanzte pasta wird danach getrocknet. |
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Im Jahr 1547 beschloss die Zunft der Genueser Nudelhersteller das sogenannte Reinheitsgebot, das festlegte, dass der Pastateig ausschließlich aus Hartweizengrieß und Wasser zu bestehen habe. Bis heute ist dieser Beschluss für die italienischen „pastifici“ verpflichtend. Im Gegensatz zu den in Deutschland hergestellten Trockennudeln, die aus Weichweizengrieß unter Zugabe von Eiern produziert werden, besitzt die italienische „pasta secca“ mehr Bissfestigkeit. |
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Pasta-Vorhang in Porto Venere |
Demgegenüber darf die „pasta fresca all'uovo“ (frische Eiernudeln) Ei enthalten und wird oft noch in handwerklichen Betrieben zubereitet und nicht getrocknet zum Verkauf angeboten. Die Frage nach dem Ei kann letztlich nur der ganz persönliche Geschmack entscheiden, das Ei ist kein Kriterium für gute oder weniger gute Teigware. Bei der Zubereitung der „pasta fresca“ wird auch Weichweizengrieß eingesetzt. |
Drei Viertel der in Italien konsumierten Pasta bestehen inzwischen aus „pasta secca„. Mit 28 kg Pasta pro Kopf und Jahr ist Italien der größte Verbraucher von Teigwaren in der Welt. Mit drei Millionen Tonnen jährlich ist Italien außerdem auch der größte Nudelproduzent, gefolgt von den USA und Brasilien. |
Abschrecken oder nicht? |
Nicht selten wird empfohlen, die Pasta nach dem Abgießen mit kaltem Wasser abzuschrecken. Das verhindert nämlich, dass die Nudeln weitergaren und dass sie zusammenkleben. Tatsächlich sollte man es aber nicht tun. Denn damit spült man auch die Stärke von den Nudeln und der „sugo“ kann dann nicht mehr so gut an ihnen haften. Außerdem kühlt die Pasta schneller ab. Einzige Ausnahme: Nudeln für kalte Gerichte wie Nudelsalat. |
Al dente oder nicht? |
Gault-Millau (neben dem Guide Michelin einflussreichster französischer Restaurantführer) erklärt, dass je länger die Pasta kocht, desto mehr „verkleistern“ die Kohlenhydrate und werden deshalb noch schneller in Zucker umgewandelt. Was aus gesundheitlicher Sicht für „al dente“ gekochte Pasta spricht. Außerdem isst man bei Pasta „al dente“ weniger davon, weil man länger dran kaut. |
Der italienische Starkoch Gualtiero Marchesi war der Auffassung, dass selbst gemachte „pasta fresca all'uovo“ niemals so bissfest sein könne wie „pasta secca„. Es sei also sinnlos zu versuchen, sie „al dente“ zu kochen. Bei dem Versuch würde sie innen roh bleiben. |
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Worin unterscheiden sich Tagliolini, Fettuccine, Tagliatelle und Pappardelle? Es handelt sich in allen drei Fällen um „pasta fresca„
(frische Eiernudeln) und die Zubereitung des Teiges (Verhältnis: Mehl-Wasser-Ei) ist das gleiche. Es geht letzlich nur um die Dimensionen. Fettuccine sind schmäler als Tagliatelle, Pappardelle sind die breitesten. |
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Tagliolini sind 1-2 mm breit |
Fettuccine sind 3-5 mm breit |
Tagliatelle sind 4-10 mm breit |
Pappardelle sind 2-3 cm breit |
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Weitere Pasta-Sorten |
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